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Royal Dutch Shell unter 20 Euro: Sollten Investoren jetzt doch besser verkaufen?

Foto: Public Domain

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) macht, wie viele andere in diesen Tagen, eine schwierige Zeit durch. Das Coronavirus drückt die Ölpreise, die wiederum dürften kurz- bis mittelfristig auf die Gewinnaussichten belasten. Eine Abwärtsspirale, gegen die im wahrsten Sinne des Wortes noch kein Heilmittel gefunden zu sein scheint. Denn die Ausbreitung dieses Virus ist momentan noch immer schwierig vorherzusehen.

Doch wie handeln Investoren bei der Aktie der britisch-niederländischen Dividendenperle jetzt richtig, nachdem die Aktie allein in den letzten fünf Tagen rund 15 % ihres Wertes eingebüßt hat und inzwischen unter der Marke von 20 Euro notiert? Eine spannende Frage, der wir im Folgenden mal anhand einer gewohnt langfristig orientierten Perspektive auf den Grund gehen wollen.

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Was das Coronavirus bislang für den Ölmarkt bedeutet

Es ist natürlich schwierig, konkret das ganze Ausmaß dieses Virus auszumalen, nichtsdestoweniger können wir schon heute einige direkte Folgen beobachten, die man als Investor beim Ölmarkt auf dem Schirm haben sollte. Bedingt durch den signifikanten Einschnitt, insbesondere in der chinesischen Wirtschaft, ist dort beispielsweise die Nachfrage nach dem schwarzen Gold um 20 % eingebrochen. Wobei auch dieser Wert inzwischen veraltet erscheint. Möglicherweise ist der Nachfrageeinbruch inzwischen noch höher.

Durch die Ausbreitung des Coronavirus könnte die Nachfrage dabei weiter rückläufig sein. Inzwischen ist das Virus auch in Europa angekommen, eine Verbreitung in die USA scheint ebenfalls wahrscheinlich. Durch Produktionskürzungen und Betriebsstättenschließungen könnte der Ölmarkt also weiterhin eine schwierige Zeit erleben.

Die OPEC kann dabei natürlich als Stütze fungieren und erste Rufe nach weiteren Förderkürzungen zur Stabilisierung des Marktes werden inzwischen laut. Nichtsdestoweniger hat die hart umkämpfte Einigung im Februar gezeigt, wie wackelig der OPEC-Frieden inzwischen ist. Ob hier weitere Kürzungen durchgesetzt werden können, bei denen neben Saudi-Arabien auch andere Staaten mitspielen, bleibt fraglich und noch theoretischer Natur. Zunächst einmal müssen sich die OPEC-Mitgliedstaaten schließlich versammeln.

Verlassen wir den kurzfristigen Blickwinkel

Die kurzfristige Perspektive bleibt daher weiterhin von dem aktuellen turbulenten Marktalltag geprägt. Als langfristige und unternehmensorientierte Investoren sollten wir jedoch versuchen, diese von Angst und Panik beherrschte Ausgangslage zu verlassen und weiter in die Zukunft zu blicken. Hier mag es nämlich einige Lichtblicke geben, die wir ebenfalls berücksichtigen sollten.

Royal Dutch Shell hat schließlich rund um das Jahr 2016 bewiesen, wie sehr man an der eigenen Dividende festhalten möchte. Das Ölpreisniveau ist zu diesem Zeitpunkt sogar noch deutlich tiefer gewesen und lag zwischenzeitlich unter der Marke von 30 US-Dollar je Barrel Brent. Einem Niveau, dem sich die Ölmärkte möglicherweise annähern könnten, von dem wir derzeit jedoch noch immer weit entfernt sind. Für den Moment könnte Royal Dutch Shell daher noch Gewinne einfahren. Oder zumindest einen soliden Cashflow, aus dem kurzfristig die Dividende bezahlt werden kann.

Durch die Aktienrückkäufe der letzten Jahre ist die Dividendenbasis dabei konsequent preiswerter geworden. Wie ich erst kürzlich gelesen habe, sind dabei alleine die Kosten für die Dividenden zwischen den Geschäftsjahren 2018 und 2019 von 15,7 Mrd. US-Dollar auf 15,2 Mrd. US-Dollar gesunken. Da Royal Dutch Shell zudem weiterhin zumindest einige Aktien kauft und einzieht, könnte hier die Basis weiterhin sinken.

Zu guter Letzt sollten Investoren ebenfalls bedenken, dass das Coronavirus wohl nicht ewig anhalten wird, sondern vermutlich wie die meisten Erreger früher oder später bekämpft und eingedämmt werden kann. Gegenwärtig wird Royal Dutch Shell jedoch aufgrund dieses Erregers mit einem 2019er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von gerade einmal 11,5 bepreist und kommt auf eine Dividendenrendite von ca. 8,5 %. In Anbetracht der seit dem Jahre 1945 ungekürzten Dividenden kann sich hier mit einer langfristigen Perspektive durchaus ein näherer Blick anbieten.

Der Blickwinkel verändert die Wahrnehmung

Keine Frage, der Ölmarkt ist gegenwärtig einer der Bereiche, der das Coronavirus am meisten abzubekommen scheint. Wer jedoch den kurzfristigen Blickwinkel verlässt und hier womöglich auch das gesamte Börsenjahr 2020 abschreibt, kann dennoch mit einem darüber hinausgehenden Blickwinkel einige Chancen erkennen.

Royal Dutch Shell hat schließlich in den letzten Jahren schon einmal bewiesen, dass die Dividende oberste Priorität genießt und eine Kürzung um jeden Preis vermieden wird. Das Coronavirus wird nicht ewig anhalten und hat hier eine günstige Aktie mit einer Dividendenrendite von über 8,5 % hinterlassen. Das ist durchaus attraktiv.

Verkaufen auf dem aktuellen Niveau scheint daher die schlechteste aller Alternativen. Womöglich kann es sich sogar anbieten, hier einen näheren Blick zu den preiswerteren Kursen zu riskieren, um langfristig von der Erholung überproportional profitieren zu können.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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