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3 Szenarien zeigen eindrucksvoll, wie wichtig der Faktor Zeit beim ETF-Sparen ist!

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Sparen mit breit gestreuten ETFs kann ein Weg zum Vermögensaufbau sein. Dennoch gilt es auch hier einige Dinge zu beachten, denn nicht jeder ETF ist unbedenklich. So gibt es eine Reihe an gefährlichen Fonds. Wer jedoch bei jenen bleibt, die physisch und über alle Branchen hinweg investieren, sollte langfristig Gewinne erzielen.

Aktienanlagen sind allerdings keine Einbahnstraße. Zwar steigen die Kurse derzeit schön gleichmäßig, aber dies ist nicht immer so. Es werden auch wieder sehr schwache Jahre mit fallenden Kursen eintreten. Davor sollten wir aber keine Angst haben, denn sie gehören zum Konjunkturzyklus einfach mit dazu. Wir sollten uns eine langfristige Strategie ausarbeiten. Wer sich beispielsweise vornimmt, nur bei fallenden Kursen und in schwachen Jahren zu kaufen, wird nicht nur am Ende den Markt schlagen, sondern hat plötzlich richtig Freude an tiefen Kursen.

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Aufgrund der möglichen Schwankungen sollten wir Sparer nur Geld investieren, auf das wir mindestens fünf Jahre verzichten können. Zwar sind jederzeit Entnahmen möglich, sie könnten dann aber zu ungünstigen Zeitpunkten erfolgen.

Kapitalanlage funktioniert vor allem über den Faktor Zeit. Stell dir eine Kurve vor, die zum Anfang kaum und am Ende immer steiler steigt. Dies ist die Wirkung des Zinseszinseffekts, den viele Menschen vollkommen unterschätzen.

Schauen wir uns dazu einmal drei Szenarien an, die den Effekt verdeutlichen.

Szenario 1: Zehn Jahre sparen mit ETFs

Im ersten Fall besitzt ein Anleger 10.000 Euro Anfangskapital. Er spart monatlich 100 Euro, die er aber nur einmal im Jahr investiert, um seine Orderkosten niedrig zu halten. Monatliches Sparen kann dagegen sehr teuer werden. Insgesamt ergeben sich so 1.200 Euro oder in zehn Jahren 12.000 Euro, die unser Sparer jeweils nachschüssig anlegt.

Dazu gehen wir von einer durchschnittlichen Verzinsung von 7 % aus. Zwar sind die Märkte beispielsweise 2019 über 20 % gestiegen, aber dies sind Ausreißerjahre nach oben. Insgesamt hätte der Sparer so innerhalb von zehn Jahren 22.000 Euro eingezahlt, aus denen nun insgesamt 36.251 Euro geworden sind. Steuern sind hier nicht berücksichtigt. Sie könnten durch wenige Verkäufe gering gehalten werden.

Die Erträge legen in diesem Fall bei 14.251 Euro.

Szenario 2: 30 Jahre sparen mit ETFs

Angenommen, unser Sparer ist jetzt 25 Jahre alt und spart fleißig weiter. Wie viel Geld hätte er dann mit 45? Was würdest du schätzen? 70.000 oder 100.000 Euro? Nein, es ist bereits die 5,2-fache Summe, die er nach zehn Jahren besitzt, nämlich 189.475 Euro. Dies sind 18,9-mal so viel wie zu Beginn seiner Karriere.

Bereits ab diesem Zeitpunkt würde er jährlich im Durchschnitt 12.317 Euro Zinsen erzielen und bräuchte sich bei seiner Rente nicht mehr auf den Staat verlassen. Vorbildliche Eltern beginnen bereits bei der Geburt ihrer Kinder mit dem Sparen. Dann wäre die gleiche Summe bereits mit 30 Jahren erreicht.

Szenario 3: 60 Jahre ETF-Sparen

Und nun schauen wir uns einmal an, wo unserer Sparer mit 75 Jahren steht. Hier leben die meisten Menschen von einer kleinen Rente und können sich teilweise kaum genügend Lebensmittel kaufen oder ihre immer weiter steigende Miete zahlen.

Wer jedoch am Kapitalmarkt beteiligt ist, profitiert von der Inflation. Für ihn sind steigende Mieten kein Problem mehr, denn er erzielt selber durchschnittlich etwa 7 % Rendite. Welche Rente hat also unser Sparer mit 75? Es sind 101.696 Euro pro Jahr oder 8.475 Euro im Monat. Hört sich das nicht gut an? Dies ist keine Illusion, sondern die Wirkung des Zinseszinseffekts.

Der Sparer steht nun bei einem Endkapital von 1.555.689 Euro, nur weil er sein Leben lang 100 Euro pro Monat (1.200 Euro im Jahr) angelegt hat. In diesem Fall könnten sich die Kinder über ein schönes Erbe freuen und wenn sie es ihren Eltern gleichtun, stünden sie nach weiteren 60 Jahren schon bei 91.122.828 Euro. Nur, weil niemand anlegt und nicht daran glaubt, passiert auch nichts. Verlass dich also nicht auf den Staat. Fang selber an, etwas zu tun.

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