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Exxon ist besser als andere Konzerne auf einen großen Wandel vorbereitet

ExxonMobil (WKN: 852549) ist eines der größten und am stärksten diversifizierten Energieunternehmen der Welt. In der Vergangenheit hat der Konzern immer wieder unter Beweis gestellt, langfristig zu denken. Das ist einer der Gründe, warum es bei der Änderung der Treibstoffstandards, die am 1. Januar in der Seeschifffahrtsindustrie eingeführt wurde, besser als viele seiner Konkurrenten positioniert ist. Schauen wir doch mal, warum Exxon davon profitieren wird und was das am Ende über diesen Energieriesen aussagt.

IMO 2020

Die meisten Menschen sind sich der CO2-Problematik im Zusammenhang mit Pkws bewusst. Die machen jedoch nur einen Teil der Belastung aus. Die Technologie zur Umstellung auf E-Fahrzeuge schreitet voran. Schwieriger ist der Frachtbereich. Und dort ist dann noch einmal die Schifffahrt eine besondere Herausforderung.

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Das bedeutet jedoch nicht, dass sich niemand um den Wandel kümmert. Es bedeutet nur, dass die Verbesserungen langsam erfolgen werden. So hat beispielsweise die Internationale Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) im Jahr 2018 angekündigt, dass die Schiffe ab 2020 ihre Treibstoffe ändern müssen. Die als IMO 2020 bekannte Regel erfordert eine Umstellung von 3,5 % Schwefelkraftstoffen auf 0,5 % Kraftstoffe, mit dem Ziel, die mit der Verwendung kohlenstoffbasierter Kraftstoffe verbundenen Emissionen zu reduzieren. Das ist nicht die endgültige Lösung zur Nachhaltigkeit in der Seeschifffahrt, aber wenigstens ein Schritt auf dem Weg dorthin.

Es gibt mehrere Möglichkeiten für eine Reederei, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Einige Verlader haben zum Beispiel Reinigungsanlagen auf ihren Schiffen verbaut, um die Emissionen zu säubern. Dadurch können sie weiterhin ältere, billigere Brennstoffe verwenden. Der längerfristige Trend wird jedoch zu einer verstärkten Nachfrage nach Kraftstoffen führen, die dem IMO 2020-Standard entsprechen. Diese werden aber die kommenden Jahre noch teurer sein als die alten Treibstoffe.

Exxon ist unterdessen ein großer Teil dieses Wandels, weil es über eines der größten und regional vielfältigsten Raffinerieportfolios der Welt verfügt. Und es ist gut aufgestellt, um die Schifffahrtsindustrie mit den sauberen Kraftstoffen zu versorgen.

Groß sein, wo es drauf ankommt

Es reicht nicht aus, nur einen großen Raffinerie-Fußabdruck zu haben, da die Herstellung vieler älterer, schmutziger Kraftstoffe im Hinblick auf die IMO-2020-Regelung kein guter langfristiger Plan ist. Exxon hat besonders daran gearbeitet, das Portfolio an Raffinerieanlagen zu verbessern. Das Unternehmen will bis 2025 jährlich bis zu 35 Milliarden USD ausgeben. Von diesem Geld fließen auch Beträge in die nachgelagerten Bereiche (Raffination und Chemikalien).

Ein konkretes Beispiel für die Bemühungen von Exxon, sein Raffinerieportfolio im Zusammenhang mit IMO 2020 zu verbessern, war die Ende 2018 erfolgte Einführung einer saubereren Kraftstofftechnologie in der Raffinerie des Energieriesens in Antwerpen. Das Unternehmen sagte damals:

Die neue Anlage mit einer Kapazität von 50.000 Barrel pro Tag erweitert die Kapazität der Raffinerie, um die Nachfrage nach saubereren Transportkraftstoffen in ganz Nordwesteuropa zu bedienen. Die Investition des Unternehmens in den neuen Coker wird auch dazu beitragen, die erwartete Nachfrage nach schwefelarmem Heizöl zu decken, um die neuen Normen zu erfüllen, die von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation im Jahr 2020 eingeführt werden sollen.

Soll heißen: Exxon bereitete sich schon auf die IMO-2020-Regelung vor, lange bevor diese in Kraft treten sollte. Aber dies ist wirklich Teil eines größeren Trends bei Exxon, das sich stets bemüht, sich so zu positionieren, dass es die höchstmögliche Wertschöpfung erzielt. Exxon will für die von ihm hergestellten Produkte so viel wie möglich verlangen. Wie jedes Unternehmen möchte es möglichst große Gewinnspannen haben. Aus geschäftlicher Sicht ist IMO 2020 also eine weitere Gelegenheit, die Profite zu verbessern.

Interessant ist, dass Exxon davon ausgeht, etwa die doppelte Kapazität des nächstgelegenen integrierten Energiekonzerns zu haben. Das deutet darauf hin, dass Exxon mehr von dem neuen Standardbrennstoff produzieren kann als jeder andere internationale Ölgigant.  Antwerpen hat sich bemüht, seine Führungsposition hier zu stärken. Wenn die Kunden immer mehr auf sauberere Brennstoffe setzen, wird Exxon sie bereitstellen – und die Vorteile eines Produkts mit höheren Gewinnspannen nutzen.

Daten via YCharts

Fairerweise muss man sagen, dass bei Exxon derzeit viel mehr ins Haus steht als nur IMO 2020. Aber dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie das langfristige Denken des Ölgiganten den Aktionären zugutekommt. Im Bereich Öl haben die Investitionen von Exxon inzwischen Früchte getragen, und die Produktion beginnt nach einigen Jahren bescheidener Rückgänge wieder zu steigen. Und das ist weitgehend auf die Stärke eines seiner großen Projekte zurückzuführen. Man könnte sagen, dass die rückläufige Produktion ein Zeichen schlechter Geschäftsentscheidungen ist, man kann aber auch sagen, dass Exxon sich dafür entschieden hat, während eines Abschwungs zu investieren, um am Ende ein noch stärkeres Unternehmen zu werden. Man handelt also antizyklisch und setzt dann sein Geld ein, wenn man am meisten dafür bekommt.

IMO 2020 als Beispiel

Da die Verlader auf See immer mehr die von der IMO 2020 vorgeschriebenen saubereren Kraftstoffe kaufen wollen, wird Exxon groß mitspielen können. Und das Unternehmen scheint besser als jeder seiner Konkurrenten in der Lage zu sein, diese Kraftstoffe zu produzieren. Das ist natürlich eine gute Nachricht, aber der größere Vorteil ist, dass die IMO 2020 ein Beispiel für die Denkweise ist, die die Investitionspläne von Exxon untermauert. Das Management ist vorsichtig und langfristig orientiert. Es hat das Ziel, ein Portfolio von hochwertigen Produkten zu schaffen, die breite Margen unterstützen. Die IMO 2020 ist wirklich nur ein weiterer Grund, warum Dividendenanleger, die im Bereich Energie investieren wollen, ExxonMobil auf dem Zettel haben sollten.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Reuben Gregg Brewer besitzt Aktien von ExxonMobil.

Dieser Artikel erschien am 11.1.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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