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Wirecard oder Deutsche Bank: Welche ist die riskantere DAX-Aktie?

Foto: Getty Images

Wer als Investor erfolgreich sein möchte, sollte versuchen, Risiken bestmöglich zu minimieren. Schon Warren Buffett hat sinngemäß gesagt, dass man beim erfolgreichen Investieren nicht unbedingt immer die richtigen Entscheidungen treffen muss. Zumindest, solange man sich keine fatalen Patzer leistet.

Leider sind attraktive und fundamental preiswerte Aktien häufig diejenigen, bei denen Chancen und Risiken gleichermaßen hoch sind, wobei sich so manches Mal erst im Nachhinein herausstellt, ob es eine solide Entscheidung gewesen ist. Oder eben eine grundsätzlich falsche.

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Die Aktien der Deutschen Bank (WKN: 514000) und von Wirecard (WKN: 747206) gehören prinzipiell zu diesem Kreis dazu. Schauen wir daher einmal, welche Aktie kurz- bis langfristig womöglich die riskantere Wahl ist.

Wirecard: Kurzfristiges Risiko in rasantem Wachstumsmarkt

Eine erste Aktie, die rein fundamental betrachtet gegenwärtig nicht sonderlich preiswert erscheint, ist die von Wirecard. Allerdings ist es hier insbesondere der Vergleich mit Peers oder auch die langfristige Perspektive, die, gemessen am Börsenwert, auf eine Unterbewertung schließen lassen könnte. Eine Unterbewertung, die hier allerdings auch das Ergebnis eines Risikos ist.

Seitdem die „Financial Times“ zum Herbst des letzten Jahres erneut die Vorwürfe der bilanziellen Unregelmäßigkeiten zumindest glaubhaft präsentieren konnte, sind die Investoren verunsichert. Sollte an diesen Berichten schließlich etwas dran sein, wäre der Ruf dieses Zahlungsdienstleisters vermutlich ruiniert. Wer vertraut schließlich einem Unternehmen seine finanziellen Transaktionen an, wenn es beim operativen Geschäft Unregelmäßigkeiten gibt.

Gerade für das vertrauensintensive Geschäftsmodell sind solche Berichte daher Gift und für Wirecard und die Investoren steht kurzfristig viel auf dem Spiel. Sollten die Ergebnisse der Sonderprüfung durch die KPMG, die noch immer das fragliche 2017er-Zahlenwerk gründlich sondieren, nicht die gewünschten Resultate erzielen, scheinen hier Abverkäufe nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich. Kurz- bis mittelfristig scheint das Risiko daher bedeutend, womöglich sogar existenziell zu sein, auch für den operativen Alltag.

Langfristig hingegen existiert noch immer die Perspektive einer intakten Wachstumsgeschichte im Markt der digitalen Zahlungsdienstleistungen, indem Wirecard in diesem Jahr bereits ein Ergebnis von einer Milliarde Euro generieren will, das bis Ende 2025 auf 3,8 Mrd. Euro anwachsen soll. Prinzipiell eine starke Aussicht, die derzeit von der „Financial Times“ überschattet wird.

Deutsche Bank: Marodes Geschäftsmodell, marode Perspektive

Eine zweite Aktie, die derzeit günstig erscheint, ist die der Deutschen Bank. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 8,29 Euro und einem Buchwert von 32,52 Euro je Aktie werden die Anteilsscheine lediglich mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von ca. 0,25 gehandelt. Gewiss ein günstiges Bewertungsmaß, das Value-Investoren tendenziell anlocken könnte.

Allerdings existieren auch hier Gründe, weshalb diese Bewertung so preiswert ist. Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell als Bank- und Geldhaus zwar noch immer intakt, allerdings zehren die niedrigen Zinsen und die hausgemachten Probleme an den Erlösen und Ergebnissen. Ein ambitionierter Konzernumbau soll zwar mittelfristig wieder stärkere Renditen, auch für Investoren, ermöglichen. Auch in Anbetracht der Vergütungsstruktur bei dieser, hm, nennen wir es einfach mal operativer Stärke bleibt jedoch für viele fraglich, ob die Investoren hier wirklich an vorderster Front stehen.

Die Perspektive bleibt langfristig ebenfalls durchwachsen. Im klassischen Bankenmarkt wird der Wettbewerb in Zeiten niedriger Zinsen immer intensiver. Die Geldhäuser versuchen jedoch teilweise, mithilfe von Negativzinsen das schwierige Marktumfeld zu kompensieren. Das wiederum öffnet Tür und Tor für digitale Zahlungsdienstleister, wie nun eben Wirecard, die ebenfalls eine Privatkundenoffensive starten. In vielen Fällen mit deutlich besseren Konditionen.

In diesen Tagen wurde zudem ein weiterer Milliardenverlust bekannt, der Konzernumbau soll es jedoch weiterhin richten, so die Marschroute des Managements. Wobei sich Investoren hier gut und gerne inzwischen fragen können, wie intakt das Geschäftsmodell der Banken ist. Oder ob digitale Vermögensverwalter nicht vor allem im Privatkundenbereich den klassischen Filialbanken den Rang ablaufen. Die Aktie ist zwar günstig, vielleicht allerdings auch zu Recht.

Wenn ich mich entscheiden müsste …

… würde ich an dieser Stelle wohl in jedweder Hinsicht die Aktie von Wirecard nehmen. Möglicherweise nicht direkt, man kann sich vollkommen berechtigt die Zeit nehmen, bis zum Ende der Sonderprüfung und der Ergebnispräsentation zu warten. Zumal dieser Schritt wohl wirklich ein starker Indikator für die Berichte der „Financial Times“ und die generellen Vorwürfe sein dürfte.

Ein marodes Geschäftsmodell und eine ebenso marode Perspektive sind für mich jedoch Gift, weshalb ich gerade als langfristiger, unternehmensorientierter Investor die Aktie der Deutschen Bank meiden werde, egal wie preiswert sie auch aussieht. Manchmal ist günstig eben einfach nicht günstig genüg.

Wirecard hingegen besitzt nicht nur Aufholpotenzial, sondern ist in einem Zukunftsmarkt aktiv. Und sofern das leidige Kapitel mit der „Financial Times“ wirklich ad acta gelegt werden kann, stehen die Chancen absolut nicht schlecht dafür, dass die Risikoperspektive wieder den Chancen weicht.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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