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KGV 3,1, Dividendenrendite 5,55 %: Ist die Lufthansa-Aktie jetzt ein Kauf?

Der DAX notiert in diesen Tagen auf Rekordhoch. Unser heimischer Leitindex konnte in der letzten Woche mit 13.601,65 Punkten einen neuen Bestwert markieren. Das bedeutet unterm Strich für Investoren, die auf der Suche nach günstig bewerteten Chancen sind, vor allem eins: Die Luft könnte hier inzwischen deutlich dünner geworden sein.

Nichtsdestoweniger gibt es sie noch, die exotisch-günstigen DAX-Aktien, und die Lufthansa (WKN: 823212) könnte eine dieser spannenden Value-Aktien sein. Aber ist diese Aktie auch ihr mit diesem Bewertungsmaß verbundenes Risiko wert. Eine Frage, die sich in diesen Tagen vermutlich einige Investoren stellen. Schauen wir daher einmal, was man diesbezüglich wissen sollte.

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Die Bewertung ist günstig, ja …

Grundsätzlich scheint die Bewertung der Lufthansa auf den ersten Blick vergleichsweise preiswert zu sein. Gemessen an den 2018er-Zahlen und einem Gewinn je Aktie in Höhe von 4,58 Euro sowie einem derzeitigen Kursniveau von 14,40 Euro (24.01.2020, maßgeblich für alle Kurse) käme die Kranich-Airline auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 3,1. Bei einer zuletzt ausgezahlten Dividende in Höhe von 0,80 Euro winkt hier außerdem eine Dividendenrendite von 5,55 %. Zumindest theoretisch, was womöglich gleich auf einen fundamentalen Trugschluss hindeutet.

Die Bewertung ist nämlich inzwischen passé und auch die Werte für das vergangene Geschäftsjahr 2019 könnten es dementsprechend sein. Die letzten Quartalszahlen deuteten zumindest für die ersten neun Monate des letzten Geschäftsjahres auf einen weiteren operativen Einbruch hin. Das Management rechnet dabei lediglich mit einem Erreichen der unteren Spanne von bislang 2,0 und 2,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr könnte das auf einen Einbruch von bis zu 30 % hindeuten, wodurch sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis ebenfalls verteuern würde. Immerhin, das daraus resultierende KGV würde mit rund 4 noch immer vergleichsweise preiswert aussehen.

In Anbetracht der nun geänderten Dividendenpolitik der Kranich-Airline, wonach man künftig stets einen Anteil von 20 bis 40 % des Konzerngewinns für die Dividende ausschütten möchte, könnte die Dividende hier zumindest (noch) sicher sein. Im vergangenen Geschäftsjahr 2018 lag die Ausschüttungsquote schließlich bei lediglich 17,4 %, was selbst bei dem operativen Einbruch noch immer auf eine nachhaltige Dividende schließen lassen könnte. Eine günstige Bewertung und Dividendenstärke kann man der Aktie daher bescheinigen.

Was wirklich zählt: Die Aussichten

Fraglich erscheint jedoch, wie sich das operative Geschäft der Lufthansa künftig entwickeln wird. Zum Jahresauftakt gab es beispielsweise bereits eine Schrecksekunde, als die Ölpreise durch den sich andeutenden USA-Iran-Konflikt stark gestiegen sind. Das hat die Aussicht auf teurere Kerosinpreise geschürt, was Investoren direkt mit Abschlägen quittiert haben.

Auch weiterhin scheint das Marktumfeld angespannt zu sein für die Kranich-Airline. Eine immer größer werdende Konkurrenz, auch durch günstigere Airlines, verhagelten dem DAX-Konzern zuletzt die Ergebnisse. Ein eher schleppendes Cargogeschäft belastete hier im letzten Jahr zusätzlich. Zwar steigerte das Unternehmen seine Kapazitäten, bedingt durch rund 2,1 % weniger Frachtgut sank jedoch die Auslastungsquote um 5,3 % innerhalb des letzten Jahres. Eine eher durchwachsene Entwicklung.

Um langfristig daher attraktiver zu werden, dürfte es einen stärkeren Impuls und eine gewissen Aufwärtsdynamik sowohl im Personen- als auch im Frachtgeschäft benötigen. Bis dahin bleibt die Bewertung günstig, keine Frage. Allerdings könnte hier der Tiefpunkt noch nicht erreicht sein.

Wert, auf den Turnaround zu warten?

Die richtige Frage dürfte daher eigentlich lauten, ob die Lufthansa gegenwärtig die günstigste Alternative ist, bei der man nun auf den Turnaround warten möchte. Ein KGV von 3 und vor allem die Dividendenrendite von 5,55 % können diese Zeit zwar überbrücken. Der operative Turnaround zeichnet sich gegenwärtig jedoch nicht ab.

Langfristig könnte es hier durchaus ein Aufwärtspotenzial geben, vielleicht sogar ein starkes. Jedoch kann man sich berechtigterweise die Frage stellen, ob es nicht andere Aktien mit einer womöglich kurz- bis mittelfristig besseren Perspektive gibt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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