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Siemens mit Bad-Publicity-Problem: Warum die Dividendenaktie Münchener Rück sich hier nicht sorgen muss!

Foto: Getty Images

Die Aktie von Siemens (WKN: 723610) hat in diesen Tagen ein Problem: Der Münchener Mischkonzern ist in diesen Tagen schließlich in die Kritik von Umweltschützern und Aktivisten geraten, die insbesondere der Energy-Sparte vorwerfen, am Klimawandel beteiligt zu sein.

Aufhänger für diese Thematik ist eine umstrittene Lieferung an eine geplante Kohlemine in Australien, wo künftig massenhaft Kohlendioxid produziert wird. Ein Treiber der globalen Erwärmung, der gegenwärtig wieder im Fokus der Öffentlichkeit steht. Wohl auch angefeuert durch die Waldbrände in Down Under, die möglicherweise irgendwie eine Konsequenz der globalen Erwärmung sein könnten. Oder zumindest deren Ausmaße.

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Ein Schicksal, das zwar nicht unbedingt zu operativen Einbußen führen wird, dem Unternehmen allerdings ein Image als schlechter Konzern einbringen könnte. Gewiss eine Aussicht, die man als Investor möglicherweise nicht schätzt, zumal Siemens auch im Privatkundenbereich mit Haushaltslösungen vertreten ist.

Nichtsdestoweniger müssen sich einige Unternehmen und DAX-Konzerne hier weniger sorgen, dass ihnen ein solches Schicksal ebenfalls zuteilwird. Ein Paradebeispiel ist hier wohl die Münchener Rück (WKN: 843002), schauen wir im Folgenden daher einmal, woran das wohl liegen könnte.

Rückzug aus unsauberen Bereichen

Wie das Management der Münchener Rück inzwischen bereits mehrfach bekräftigt hat, werde man sich aus unsauberen Bereichen immer weiter zurückziehen. Bereits vor etwa anderthalb Jahren wurde verkündet, dass man sich unter anderem strategisch aus dem Kohlebereich zurückziehen werde, was Auswirkungen auf das Geschäft, jedoch vornehmlich auf die Beteiligungen haben könnte.

Demnach werde man künftig keine Beteiligungen mehr anstreben oder Anleihen von Unternehmen bedienen, deren Umsatz zu mehr als 30 % aus dem Kohlebereich herrührt. Damit hat sich das Management hier einerseits dem öffentlichen Druck gebeugt, andererseits jedoch die Notwendigkeit eines nachhaltigeren Investments anerkannt.

Außerdem werde man im Neugeschäft keinerlei Kohlekraftwerke oder Kohleminen mehr versichern, wie das Unternehmen in diesem Kontext ebenfalls bekannt gegeben hat, wobei es ein Schlupfloch gibt. Bei Bestandskunden und in Schwellenländern seien Einzelprüfungen noch möglich, das Prinzip gelte jedoch vom Grundsatz her für das Neugeschäft, so die Verantwortlichen zum damaligen Zeitpunkt.

Eine bemerkenswerte und möglicherweise vorausschauende Sichtweise des Rückversicherers, die jedoch auf eine Luxussituation zurückführbar gewesen ist. Denn eigentlich benötigt das Unternehmen diese Bereiche gar nicht, um weiter zu wachsen, wie ein Blick auf die zukünftig relevanten Bereiche offenbart.

Das sind die Wachstumsbereiche von morgen

Wie die Münchener Rück nämlich ebenfalls inzwischen verlauten ließ, tragen die zukünftig relevanten Wachstumsbereiche vor allem zwei Namen: Umweltrisiken und Cybersicherheit. Wobei einer dieser Bereiche womöglich auch kontraproduktiv für den Rückversicherer wäre.

Sofern man einerseits schließlich in Kohle- und umweltschädliche Projekte investiert, würde man vom Grundsatz her den Klimawandel selbst weiter anfeuern, was die Umweltschäden vergrößern könnte. Der Rückversicherer könnte sich damit versicherungstechnisch daher langfristig ins eigene Fleisch schneiden, auch wenn hier natürlich die Prämien weiter steigen würden.

Nichtsdestoweniger scheinen Umweltrisiken künftig auch so ein stets wichtigeres Thema zu werden, wohingegen der Markt der Cyberrisiken ein eher neuer und bislang unerschlossener Geschäftsbereich ist. Das dürfte alleine für das Neugeschäft bereits ausreichend sein, um hier womöglich Wachstum generieren zu können, ohne versicherungstechnisch auf altgediente Ressourcen wie Kohle setzen zu müssen.

Werden solche Themen künftig wichtiger?

Die spannende Frage könnte an dieser Stelle natürlich sein, ob umweltfreundliches Investieren (oder auch ESG-Investing) künftig entscheidender wird und ob das die Performances der jeweiligen Aktien beeinflussen kann. Ja, womöglich sogar das operative Zahlenwerk. All das scheint derzeit jedoch noch nicht absehbar.

Was wir jedoch wissen, ist, dass einige Aktien wie nun eben Siemens künftig womöglich mehr im Fokus solcher Berichte stehen, wohingegen Aktien wie die Münchener Rück weniger zu befürchten haben.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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