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Gazprom oder BASF? 1 Grund, weshalb die Dividende der russischen Aktie interessanter ist!

Foto: Getty Images

Die Aktien von BASF (WKN: BASF11) und Gazprom (WKN: 903276) besitzen inzwischen eigentlich keinerlei operative Überschneidungsmengen mehr. Früher, als der DAX-Chemieriese noch das Ölsegment in seinen Geschäftsbüchern geführt hat, war hier möglicherweise noch eine gewisse Vergleichbarkeit gegeben, heute sind das Chemie- und das Erdgasgeschäft jedoch sehr weit auseinander.

Immerhin, beide Aktien könnten noch als zyklisch bezeichnet werden und beide dieser Namen zahlen außerdem hohe und zugleich spannende Dividenden an die Investoren aus. Nichtsdestoweniger könnte derzeit die Dividende von Gazprom möglicherweise interessanter sein als die von BASF, was wiederum auf einen erheblichen Grund zurückgeführt werden kann. Lass uns das im Folgenden mal etwas näher ansehen.

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Mehr Ausschüttungspotenzial!

Wie wir mit Blick auf aktuelle Zahlen, Prognosen und auch die jeweiligen Dividendenpläne nämlich festhalten können, besitzt die Aktie von Gazprom unterm Strich mehr Ausschüttungspotenzial. Ein Aspekt, der sich bereits bei dem künftigen Dividendenpotenzial des kommenden Jahres abzeichnen könnte, alleine gemessen am Ausschüttungsverhältnis.

BASF wird nach einem weiteren durchwachsenen Geschäftsjahr 2019 schließlich lediglich einen Gewinn je Aktie von in etwa 3,60 Euro erzielen können. Zumindest rein rechnerisch, sofern das Ergebnis wie bereits angekündigt wirklich um bis zu 30 % einbrechen wird, ausgehend von einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 5,12 Euro je Anteilsschein.

Für die künftige Dividende heißt das, dass lediglich wenig weiterer Spielraum in Anbetracht der derzeitigen operativen Verfassung besteht. Zuletzt zahlte der DAX-Konzern schließlich eine Dividende von 3,20 Euro aus, wodurch hier gegenwärtig ein Ausschüttungsverhältnis von 88 % selbst bei gleichbleibenden Ausschüttungen existieren würde. Hier scheint das Limit bald erreicht zu sein. Wie gesagt, ein lediglich konstantes Geschäft vorausgesetzt.

Gazprom hingegen schüttete zuletzt 16,61 Russische Rubel aus, die bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 65,89 Russischen Rubeln lediglich einem Anteil von 25 % gemessen an diesem Wert entsprochen hätten. Nach dem Rekordjahr 2018 werden zwar auch hier nun möglicherweise die Gewinne etwas einbrechen, allerdings nicht so stark wie bei BASF, aller Voraussicht nach. Das Ausschüttungsverhältnis bleibt daher moderater.

Potenzial kombiniert mit der jeweiligen Dividendenpolitik

Auch in Kombination mit den künftigen Plänen der jeweiligen Dividendenpolitik erscheint die Dividende von Gazprom daher unterm Strich spannender. Das Management hat hier schließlich erst kürzlich verkündet, dass die Ausschüttungsquote in den kommenden Jahren auf 50 % gemessen am operativen Gewinn angehoben werden soll. Hier dürften daher, auch unter Würdigung eines moderat nachgebenenden Geschäfts, noch immer deutlich wachsende Dividenden lauern, die aller Voraussicht nach in zweistellige Dividendenrenditen münden werden. Zumindest, wenn wir den derzeitigen Aktienkurs zugrunde legen.

BASF hingegen plant zwar ebenfalls mit weiterhin konstanten und moderat wachsenden Dividenden, allerdings hat hier das Wachstum jeweils lediglich 0,10 Euro pro Jahr in den letzten Jahren betragen. Ein beständiges Wachstum zwar, allerdings dürfte das in Anbetracht der derzeitigen operativen Verfassung wohl auch der Maßstab sein, mit dem hier die künftigen Dividenden wachsen werden. Zumal hier das Ausschüttungsverhältnis, wie eingangs skizziert, wirklich bereits relativ ausgeschöpft erscheint.

Eine eindeutige Angelegenheit

Wer daher vom Grundsatz her die beiden Zykliker BASF und Gazprom noch immer miteinander vergleichen möchte und hier auf die jeweiligen Dividenden schielt, dürfte derzeit wohl bei dem russischen Erdgaskonzern an einer aussichtsreicheren Adresse sein. Die Ausschüttung ist heute schon hoch, dürfte in den kommenden Jahren jedoch weiter steigen, was wohl ein starkes Dividendenwachstum nach sich ziehen wird.

BASF hingegen bleibt zwar ebenfalls ein starker Zahler, dürfte jedoch über weniger Potenzial beim aktuellen Zahlenwerk verfügen.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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