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Kann die Fresenius-Aktie die eigene Dividende in den kommenden Jahren um über 100 % steigern?

Foto: Getty Images

Dass die Fresenius (WKN: 578560)-Aktie inzwischen zu den zuverlässigen Ausschüttern zählt, ist definitiv unbestreitbar. Mit der eigenen Historie von 25 Jahren an stets zumindest moderat erhöhten Dividenden hat der DAX-Gesundheitskonzern schließlich als einziger deutscher Konzern die hohe Messlatte der Dividendenaristokratie überwinden können, was hier ein sehr starkes Qualitätskriterium ist.

Mit seiner derzeitigen Dividendenrendite von ca. 1,6 % ist das aktuelle Ausschüttungsniveau allerdings eher vergleichsweise mager. Viele Dividendenjäger dürften daher entsprechend darauf spekulieren, ob hier die Ausschüttung noch immer stark wachsen und sich möglicherweise in den kommenden Jahren sogar verdoppeln kann. Definitiv eine smarte Frage, schauen wir im Folgenden daher einmal, was an einer solchen Perspektive dran sein könnte.

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Ein paar Basics …

Um eine Sache vorweg zu nehmen: Die aktuelle Dividende der Fresenius-Aktie könnte sich grundsätzlich sogar aus dem Stegreif verdoppeln. Bei einer zuletzt gezahlten Ausschüttung in Höhe von 0,80 Euro und einem 2018er-Gewinn je Aktie von 3,65 Euro beträgt das Ausschüttungsverhältnis hier schließlich gerade einmal rund 22 %. Selbst nach einer Verdopplung dieser Summe würde der Gesundheitskonzern nicht einmal die Hälfte seiner Gewinne in Form der Dividende ausschütten.

Nichtsdestoweniger ist die Dividende des Gesundheitskonzerns generell eher als schmückendes Beiwerk einzustufen und Fresenius investiert solche Mittel lieber in weiteres Wachstum. Entsprechend ist davon auszugehen, dass das Ausschüttungsverhältnis hier eher in den kommenden Jahren vergleichsweise gering bleiben wird und weitere Dividendenerhöhungen von einem operativen Wachstum herrühren müssen.

In den vergangenen Jahren hat Fresenius hier definitiv so einige Meilensteine hinlegen können. So stieg die Dividende des Gesundheitskonzerns beispielsweise in den vergangenen 18 Jahren im Durchschnitt um über 12 % pro Jahr und innerhalb der vergangenen zehn Jahre sogar um 13 % im Schnitt pro Jahr. Unter diesen Prämissen würde sich die Ausschüttung des Gesundheitskonzerns durchaus in einigen Jahren noch einmal verdoppeln können, wodurch Investoren eine Dividendenrendite von ca. 3 % erhalten könnten.

Es gibt aber gegenwärtig ein Aber …

Allerdings existiert gegenwärtig ein gewaltiges Aber. Trotz der bisherigen Dividendenhistorie und auch des niedrigen Ausschüttungsverhältnisses könnte zumindest kurzfristig das Dividendenwachstum an seine Grenzen gestoßen sein. Im letzten Jahr wurde so beispielsweise die Ausschüttungssumme je Aktie nur von 0,75 Euro auf 0,80 Euro erhöht, was lediglich einem moderateren Wachstum von 6,67 % entsprochen hat, wofür es unterm Strich Gründe gab.

Fresenius kann gegenwärtig nämlich nicht mehr seinen Wachstumskurs so rasant wie bisher fortsetzen und stagnierte in den Jahren 2018 und auch 2019 eher aus der Sicht der Ergebnisse. In diesem Jahr konnte zwar das Umsatzwachstum erneut im mittleren einstelligen Prozentbereich zurückkehren, die Gewinne traten jedoch zumindest innerhalb der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres auf der Stelle.

Sollte diese Entwicklung weiter anhalten, dürfte das auch das Dividendenwachstum nicht sonderlich stark anfachen. Fresenius dürfte zwar weiterhin an seiner Dividendenaristokratie festhalten, die Wachstumsraten könnten aber bedeutend geringer ausfallen.

Der DAX-Gesundheitskonzern wird daher wohl oder übel ein weiteres operatives Wachstum für höhere Ausschüttungen benötigen. Investoren, die auf steigende Auszahlungen spekulieren, sollten entsprechend darauf achten, ob Fresenius hier liefern kann.

Verdopplung: Möglich, aber nicht einfach!

Unterm Strich ist eine Verdopplung der Dividende bei Fresenius daher definitiv möglich. Sogar aus dem Stegreif wäre eine Erhöhung um 100 % drin, allerdings wird es das in Anbetracht des historisch niedrigen Ausschüttungsverhältnisses wohl eher nicht geben.

Langfristig wird der Gesundheitskonzern daher weiter wachsen müssen, damit ein solches Szenario eintritt. Die kommenden Jahre dürften hier daher gewiss von entscheidender Bedeutung für den DAX-Konzern und auch die Dividende sein.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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