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Warum sich die Zalando-Aktie 2019 verdoppelt hat

Foto: Zalando

Weit unter dem Radar vieler Investoren hat die Zalando (WKN: ZAL111)-Aktie 2019 einen echten Erholungslauf gehabt und bis zum 23. Dezember eine Rendite von 101 % erbracht. Unter Umständen haben wir es hier am Jahresende also mit einem Kursverdoppler zu tun.

Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Zalando-Aktie das Jahr 2017 ziemlich genau auf dem aktuellen Kursniveau beendete – die letzten zwei Jahre waren also ein Nullsummenspiel für die Aktionäre.

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Könnte sich der aktuelle Trend weiter fortsetzen und was waren die Gründe für die diesjährige Erholung? Werfen wir einen Blick auf Zalandos Abschneiden im Jahr 2019.

Erleichterung: Zalando wächst weiter!

Die zweite Jahreshälfte 2018 werden viele Aktionäre in schlechter Erinnerung haben. Damals bremste sorgte die schwache Nachfrage dafür, dass die Wachstumsraten Zalandos einbrachen, die Jahresprognose wurde abgesenkt. Das sorgte natürlich für Abwärtsdruck in der Aktie, da Anleger das Unternehmen nun deutlich niedriger bewerteten: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) lag auf dem Tiefpunkt Ende 2018 bei extrem geringen 1,04, worauf wir Fools fleißig hingewiesen haben.

Doch 2019 konnten die Wachstumsraten wieder zulegen: Im dritten Quartal dieses Jahres wurde zum Beispiel ein Umsatzwachstum von 26,7 % erreicht. Klar, die Vergleichsbasis war relativ niedrig. Doch die Ergebnisse dieses Jahres haben durchweg gezeigt, dass das letzte Jahr eher ein Ausrutscher war und nicht die neue Regel ist. Denn auch bei anderen wichtigen Kennzahlen wie dem Bruttowarenvolumen, den Seitenaufrufen und der Anzahl aktiver Kunden ist Zalando deutlich gewachsen.

Noch besser: Auch bei der Profitabilität macht Zalando, zumindest umsatzgetrieben, Fortschritte: 2019 soll ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 200 bis 225 Mio. Euro herausspringen. Nimmt man den Mittelpunkt dieser Spanne und vergleicht das mit dem Vorjahreswert von 173,4 Mio., steht ein schönes Wachstum von 22,5 % im Display des Taschenrechners.

Was könnte kommen?

Eine zentrale Rolle bei Zalandos zukünftigem Wachstum dürfte das Partnerprogramm spielen: Hier tritt Zalando nicht selbst als Händler auf, der die Differenz von Einkaufs- und Verkaufspreis behält, sondern stellt seine Plattform zur Verfügung, damit Drittanbieter ihre Waren darüber vertreiben können. Zalando zwackt sich einen kleinen Prozentsatz als Provision ab.

Dieser Plattformansatz bietet mehrere Vorteile für Zalando: So kann auf diese Weise die Breite des Angebots deutlich erhöht werden – und das, ohne dass das Unternehmen die Waren vorher einkaufen und dann lagern müsste. Der schwierige Punkt Inventarmanagement, inklusive aller Risiken, entfällt damit komplett. Mit diesem strategischen Schritt kann Zalando somit einerseits seine marktführende Position in Europa weiter ausbauen und andererseits seine Risiken reduzieren und somit einfacher Geld verdienen.

Über das Partnerprogramm wurden im Geschäftsjahr 2019 rund 10 % des Warenvolumens abgewickelt. In den nächsten vier bis fünf Jahren soll dieser Prozentsatz auf bis zu 40 % steigen. In diesem Zeitraum soll das Bruttowarenvolumen zudem die Marke von 20 Mrd. Euro knacken. Gegenüber dem Wert von 2018 ist das immerhin eine Verdreifachung.

Wie sieht die Aktienbewertung aus?

Werfen wir zum Schluss einen Blick auf die Bewertung Zalandos: Beim aktuellen Aktienkurs von 45,06 Euro kommt das Unternehmen auf ein Börsengewicht von knapp 11,4 Mrd. Euro (Stand: 23. Dezember 2019). Das KUV liegt bei rund 1,8.

Das ist natürlicherweise teurer als zu Jahresbeginn – aber ich denke, dass es bei dieser Kennzahl noch Luft nach oben gibt, speziell dann, wenn Zalando beginnt, verlässliche Gewinne zu schreiben. Die Plattformstrategie des Unternehmens sollte hier weiterhelfen. Wenn Zalando dann auch noch in den nächsten Jahren sein Umsatzwachstum stabil halten kann, sehe ich keinen Grund, weshalb die Aktie nicht in einigen Jahren noch deutlich höher stehen sollte.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Zalando. The Motley Fool empfiehlt Zalando.

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