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3 Strategien bei fallenden Märkten

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Selbst wenn die US-Börse sich Allzeithöchstständen nähert, bleiben Aktien eine ausgezeichnete Möglichkeit, Vermögen aufzubauen und dennoch können Stolpersteine auf dem Weg liegen.

Die öffentlichen Märkte sind manchmal optimistisch, manchmal pessimistisch. In beiden Situationen kann sich der Markt um 20 % oder mehr bewegen. Im Boom treibt der Optimismus der Investoren die Aktienkurse, und während der Baisse ziehen Pessimismus und Panik sie nach unten. Es ist auch interessant festzustellen, dass die 10 Jahre seit 2010 trotz der Finanzkrise 2008 den längsten Bullenmarkt in der Geschichte brachten. Bärenmärkte können nervenaufreibend sein, doch folgende drei Strategien helfen, die schwierigen Zeiten zu überstehen.

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1. Bewahre Ruhe und checke deine Vermögenswertzuteilung erneut

Das erste Gebot, wenn die Aktien fallen, ist ruhig zu bleiben. Sei dir im Klaren darüber, dass auch das vorübergehen wird. Emotionale Investitionen führen zu häufigen Fehlern wie dem Kauf von hoch und dem Verkauf von niedrig gehandelten Aktien. In der Finanzkrise 2008 verkauften viele Anleger erhebliche Teile ihres Portfolios, wodurch ihnen die Vorteile der 10-jährigen durchschnittlichen jährlichen Gesamtrendite des S&P 500 von 17,8 % seit dieser Zeit entgingen. Diejenigen, die einfach nur bei ihren Investitionen blieben, haben ihre Verluste ausgeglichen – und noch einiges dazugewonnen.

Wenn du diese Renditen im Hinterkopf behältst, kannst du dich während der Baisse auf den richtigen Zeitrahmen konzentrieren. Wenn du für ein langfristiges Ziel wie den Ruhestand investierst, hat dein Portfolio Zeit, sich von selbst großen Verlusten zu erholen. Auch die Mittelzuteilung ist wichtig – die Prozentanteile deines Vermögens, die in verschiedenen Anlagen wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Exchange Traded Funds (ETFs) stecken. Die optimale Mittelzuteilung variiert je nach Alter, Risikobereitschaft, Anlagezielen und weiteren Faktoren; ein qualifizierter Finanzberater kann dir helfen, herauszufinden, was das Richtige für dich ist. Ein entsprechend angepasster Plan für die Vermögenswertzuteilung dient bei Volatilität als Roadmap.

2. Erwäge den Kauf von Put-Optionen

Der Optionshandel kann mit Strategien wie „Straddles“, „Strangles“ und sogar „Iron Condors“ sehr komplex sein. Put-Optionen, die bei fallenden Märkten als Versicherung dienen können, sind weit weniger kompliziert. Eine Put-Option gibt dir das Recht, einen Vermögenswert zu einem bestimmten Preis zu verkaufen, dem so genannten Ausübungspreis, für den du eine Prämie zahlst. Wenn du glaubst, dass Indizes oder bestimmte Aktien an Wert verlieren, kannst du Put-Optionen zum Schutz vor fallenden Kursen kaufen. Put-Optionen werden in der Regel in Chargen von 100 Stück verkauft und von einem Investor, der deine Aktien kauft, wenn du von deinem Recht Gebrauch machst, sie zu verkaufen.

Hier ein hypothetisches Beispiel:

  1. Du entscheidest dich, 100 Verkaufsoptionen auf XYZ-Aktien zu kaufen, die bei 60 US-Dollar gehandelt werden, für eine Gesamtprämie von 70 US-Dollar (100 Optionen multipliziert mit 0,70 US-Dollar pro Kontrakt).
  2. Du wählst einen Ausübungspreis von 55 US-Dollar, weil du glaubst, dass XYZ-Aktien unter diesen Schwellenwert fallen werden, bevor die Option verfällt. Alle Optionen haben Verfallsdaten, die in der Regel zwischen drei und neun Monaten liegen. Der zugrunde liegende Aktienkurs kann während des Optionsvertrags schwanken, aber du möchtest, dass er in diesem Fall nach Ablauf unter 55 US-Dollar fällt.
  3. Der Aktienkurs von XYZ sinkt bis zum Verfall auf 40 US-Dollar; dein Gesamtgewinn beträgt 1.430 US-Dollar. Die Formel zur Ableitung dieses Gewinns lautet 100 x (55 US-Dollar-40 US-Dollar)-70 US-Dollar – die Anzahl der Aktien, multipliziert mit der Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem endgültigen Aktienkurs, abzüglich der gezahlten Prämie.

Put-Optionen können ein guter Weg sein, um das Risiko zu minimieren, aber du solltest sorgfältig kalkulieren, bevor du sie kaufst. Du gehst weniger Risiko ein als mit anderen Anlagestrategien wie dem Leerverkaufen, denn der größte Verlust, wenn die Option wertlos ausläuft, ist die Prämie, die du bezahlt hast. Allerdings kann der Kauf von Optionen riskant sein, da sich die Prämienzahlungen im Lauf der Zeit summieren können. Es geht auch mehr um Markt-Timing, als langfristig orientierte Investoren das in der Regel mögen. Viele Optionshändler beobachten ständig ihre Positionen vor dem Hintergrund kurzfristiger Marktschwankungen, was komplexer ist, als nur langfristige Investitionen zu kaufen und zu halten.

3. Investiere in stabile Branchen

Besonders zyklische Branchen können zu den volatilsten gehören. Sehen wir uns die Reisebranche an, in der die Nachfrage in guten Zeiten steigen kann, aber die Gewinne sinken, wenn es einen Abschwung gibt und die Verbraucher Geld für andere Ausgaben sparen müssen.

Du kannst Panik vermeiden, wenn ein Bärenmarkt kommt, indem du jetzt in rezessionssichere Branchen investierst – denke an Konsumgüterunternehmen wie Procter & Gamble (WKN:852062), die mehrere weit verbreitete Haushaltsmarken besitzen, darunter Pampers-Windeln, Tide Laundry Products und Tampax-Tampons. Das sind gängige Haushaltsgegenstände, die immer benötigt werden, unabhängig von der Wirtschaftslage. Obwohl die Aktienkurse dieser Unternehmen mit dem Markt schwanken können, steigen sie in der Regel langfristig an, zahlen konstante Dividenden und sind profitabel. Daher ist beispielsweise der Aktienkurs von Procter & Gamble in den letzten 10 Jahren um mehr als 100 % gestiegen. Darüber hinaus erzielen die Anleger eine gesunde Dividendenrendite von 2,39 %.

Sieh den Rückgang im Kontext

Die Börse und Volkswirtschaften durchlaufen zahlreiche temporäre Phasen. Selbst die schlimmsten Zeiten sind nicht dauerhaft, und wenn du nicht in Panik gerätst, kann dein Portfolio sie überstehen. Ruhe zu bewahren, sich mit Put-Optionen abzusichern und in rezessionssichere Branchen zu investieren wird dir das erleichtern.

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Dieser Artikel wurde von Dalton Brewster auf Englisch verfasst und am 13.12.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

 The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf Procter & Gamble.

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