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Small-Cap-Aktie mit 2,5 % Dividendenrendite und 10 % Wachstum, die man jetzt kaufen kann

Foto: Getty Images

Die großen Börsenschlagzeilen kreisen scheinbar endlos um die wenigen riesigen Aktiengesellschaften, die das deutsche Börsenparkett zu bieten hat. Nicht endende Kommentare zu Wirecard und Konsorten verstellen den Blick  auf die vielen spannenden Nebenwerte. USU Software (WKN: A0BVU2) ist einer dieser spannenden Nebenwerte, für den es heute viele gute Kaufgründe gibt: eine großartige Unternehmenskultur, ein Management, das selbst Aktien des Unternehmens hält, großartige Produkte in einem an Relevanz gewinnenden Segment, gute Chancen auf ein zweistelliges Umsatzwachstum und beinahe gratis dazu, eine Dividendenrendite von 2,5 % bei einem Kurs von unter 16 Euro (Stand: 17.12.2019).

Über 40 Jahre erfolgreiche deutsche IT-Geschichte

Im Jahr 1977 gründete der heutige Aufsichtsratsvorsitzende Udo Strehl die Udo Strehl Unternehmensberatung GmbH, kurz USU GmbH. Im Goldrausch des neuen Marktes erfolgte im Jahr 2000 der Börsengang. Erfahrenen Börsianern ist der Name OpenShop Holding vielleicht noch ein Begriff.

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In all den Jahren erweiterte das Unternehmen seine Angebote kontinuierlich und bietet heute die folgenden Produkte an:

  • Valuemation: Mit diesem Tool lassen sich Serviceprozesse – nicht nur im IT-Service, sondern auch im Gebäudemanagement, im Außendienst und auch im Personalwesen abbilden, steuern und optimieren.
  • Aspera: Die Software Asset Management Lösung hilft Unternehmen dabei, die unzähligen Lizenzen im Unternehmen – egal ob IBM, Microsoft, Oracle, SAP und egal ob in der Cloud oder auf eigenen Servern – zu managen und zu optimieren.
  • LeuTek: Mithilfe des IT-Monitorings wird der komplette IT-Betrieb überwacht.
  • Katana: Hier wird (Industrie-)Unternehmen geholfen, die nach einer Lösung zum Aufbau datengetriebener Serviceangebote suchen.
  • Unymira: Hier hilft man Kunden ganz allgemein bei der Digitalisierung des Geschäftes und ganz besonders mit Blick auf den Kundenkontakt. Egal ob Wissensdatenbanken für den Kundenservice, Chatbots oder Social-Media-Unterstützung.

Alle fünf Produktmarken haben eines gemeinsam, sie stehen für eine digitale Welt und für deutliche Kosteneinsparungen bei den USU-Kunden. In der Berichterstattung unterteilt das USU-Management die Umsätze und Kosten allerdings in die Segmente Produkt- und Servicegeschäft. Wobei das Produktgeschäft alle weitestgehend standardisierte Softwareprodukte umfasst und im Servicegeschäft alle einmaligen IT-Beratungsleistungen.

Mit einem Jahresumsatz von 68,4 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis von 6,9 Mio. Euro im Jahr 2018 ist das Produktgeschäft dabei deutlich wichtiger und auch profitabler. Im Vergleich dazu trug das Servicegeschäft im vergangenen Jahr nur 21,8 Mio. Euro zum Umsatz und 1,9 Mio. Euro zum operativen Ergebnis bei.

Im Ausland und im Servicegeschäft läuft’s schlechter als gedacht, bei SaaS-Produkten hingegen besser

Was man dem USU-Management auf keinen Fall absprechen kann, sind ambitionierte Zielsetzungen. Vor einigen Jahren waren es noch ein Umsatzziel von 140 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis von über 140 Mio. Euro. Wobei 15 Mio. Euro dieses Umsatzes mit anorganischen Zukäufen erzielt werden sollte. Dieses Ziel wurde dann zunächst ein Jahr nach hinten verschoben. Zum dritten Quartal des aktuellen Jahres wurde dieses Ziel erneut kassiert. Mittlerweile spricht man von einem organischen Umsatzwachstum von 10 % pro Jahr und einer EBIT-Marge von 13 bis 15 %.

Dabei ist man im schwäbischen Möglingen nicht nur konsequent bei der Verschiebung einmal gesetzter Ziele, sondern auch in den Begründungen für die schleppende Entwicklung. Die Internationalisierung kostet zwar das dafür eingeplante Geld, die erhofften zusätzlichen Umsätze verzögern sich hingegen deutlich. Hinzu kommen steigende Anteile an Software-as-a-Service-Umsätzen. Das ist auf der einen Seite natürlich erfreulich, da diese wiederkehrenden Umsätze mehr finanzielle Stabilität bedeuten, auf der anderen Seite hätte eine verkaufte Einmallizenz kurzfristig einen deutlich höheren Umsatz eingebracht. So verteilen sich die Umsatzerlöse hingegen auf die Laufzeit des Servicevertrages. Kurzfristig bremst also auch diese Entwicklung das Umsatzwachstum.

Natürlich sind nicht gehaltene Versprechungen und Zielverschiebungen zu Recht Alarmsignale für unternehmensorientierte Investoren. Das nun ausgerufene Ziel bietet beim heutigen Kurs aber großartige Chancen für etwas mutigere Investoren.

Das können mutige Investoren erwarten

Bereits die derzeitige Bewertung klingt alles andere als überteuert. Bei einem Kurs von rund 15,85 Euro pro USU-Aktie und einer Nettoliquidität von etwa 10 Mio. Euro beträgt der Unternehmenswert derzeit rund 155 Mio. Euro. Dafür bekommt man ein Unternehmen, das im Jahr 2019 voraussichtlich 93 bis 95 Mio. Euro Umsatz einstreicht und 5 bis 8 Mio. Euro an operativem Ergebnis verdient.

Das Umsatz-Multiple beträgt beim Erreichen des oberen Endes der Prognose heute etwa 1,6 und das EBIT-Multiple keine 20. Das ist natürlich nicht spottbillig. Aber auch nicht viel für ein Unternehmen, das seine Umsätze um 10 % pro Jahr steigern will und, wie die Vergangenheit zeigt, auch kann und die operativen Gewinnmargen durch ein stärkeres Produktgeschäft weiter ausbauen kann.

Beamen wir uns einmal gedanklich in den Januar des Jahres 2023. Schafft USU es bis dahin, den Umsatz jährlich um 10 % zu steigern und für das Jahr 2022 eine operative Gewinnmarge von 14 % einzustreichen, dann blicken wir auf ein Jahr zurück, in dem bei einem Umsatz von 126 Mio. Euro ein operatives Ergebnis von 17 Mio. Euro erzielt wurde.

Ich denke, die Wahrscheinlichkeit wäre dann sehr groß, dass der Markt für dieses Unternehmen bereit ist, einen Unternehmenswert von über 250 Mio. Euro zu bezahlen. Das würde uns beim heutigen Kurs ein Kursplus von über 60 % innerhalb von etwas mehr als drei Jahren bescheren. Sicherlich mehr, als der DAX oder auch der MDAX schaffen werden. Die 2,5 % an Dividendenrendite, die die USU-Aktie pro Jahr heute zusätzlich verspricht, würde es dabei als Extra noch obendrauf geben.

Aber warum sollte man der USU-Aktie das zutrauen?

Nun, wenn man den unterschiedlichen Marktforschungsinstituten glauben mag, dann hat USU ganz besonders bei den wichtigsten Produkten Valuemation und Aspera kein Produktproblem. Sowohl Aspera als auch Valuemation sind immer sehr weit vorne, wenn die einschlägigen Marktforschungsinstitute die unterschiedlichsten Wettbewerber miteinander vergleichen. Gartner stufte Aspera beispielsweise als einziges Software Asset Management Tool in die Kategorie „Visionär“. Valuemation schafft es beim Vergleich von in Deutschland angebotenen Service-Management-Softwareangeboten von Research in Motion sowohl in der Kategorie „Strategy“ als auch in der Kategorie „Execution“ unter die besten zwei.

So gut die Produkte aber auch sind, es hapert derzeit wohl an anderer Stelle. So erhielt man für Valuemation in einer Forrester-Studie bei der Kategorie „Kundenanzahl und Marktwachstum“ wirklich miese Bewertungen. Mit der Produktqualität schaffte man es aber auch hier unter die sechs besten Anbieter. An diesem Marketing- und Vertriebsproblem, das insbesondere auf den Märkten außerhalb Deutschlands da zu sein scheint, wird aber mit Hochdruck gearbeitet. Neuestes Beispiel ist die Erweiterung des Managementteams um Maryam Danesh Kajouri, die künftig für die globale Marketingstrategie und die Beschleunigung der Internationalisierung zuständig sein wird. Zuvor war sie in ähnlicher Position beim schweizerischen FinTech Crealogix unterwegs. Bemerkenswerterweise konnte man dort den Anteil der Auslandsumsätze im letzten Geschäftsjahr von 54 auf 64 % steigern.

Was ebenfalls positiv stimmt, ist die USU-Geschichte und die Unternehmenskultur, die man als Außenstehender wahrnimmt. Die 40-jährige Geschichte zeigt, dass man auch schwierige Situationen meistern kann. Mit Udo Strehl ist der Gründer weiterhin Großaktionär und als Aufsichtsratsvorsitzender in einer wichtigen Funktion. Auch die anderen Verantwortlichen sind größtenteils selbst Eigentümer von USU-Aktien. Diese unternehmerische Verbundenheit und großartige Mitarbeiterbewertung – auf kununu.de erhält das Unternehmen vier von fünf Sternen und eine Weiterempfehlungsrate von 84 % – macht mich zuversichtlich, dass USU in drei Jahren deutlich mehr als 100 Mio. Euro an Umsatz verdient und davon auch deutlich mehr als 10 % als operatives Ergebnis übrig bleiben.

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Sven besitzt Aktien von IBM, Microsoft und USU Software. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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