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Reich werden: Ist es möglich, mehr Vermögen anzuhäufen, als Geld zu verdienen?

Foto: Getty Images

Das Ziel, reich zu werden, ist definitiv etwas, das viele Investoren langfristig verfolgen. Mithilfe der bestmöglichen Aktien, ETFs oder was auch immer das Investorenherz begehrt, versuchen wir schließlich alle, bestmöglich unser Vermögen zu vermehren. Früher oder später soll das natürlich zu etwas Reichtum führen.

Möglicherweise sogar mehr Reichtum, als wir innerhalb unseres Lebens erwerbstechnisch überhaupt verdienen. Aber ist so etwas überhaupt möglich, dass unser Vermögen die Menge aller Erwerbseinkünfte übersteigen kann? Eine spannende Frage, die natürlich ebenfalls nach einer Foolishen Antwort schreit.

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Ein paar Basics

Grundsätzlich werden viele an dieser Stelle womöglich die Nase rümpfen. Mehr Vermögen als Einkommen zu generieren klingt per se nach einem aberwitzigen Vorhaben. Von den Einkünften müssen schließlich zunächst laufende Kosten wie Miete, Lebensunterhalt, Versicherungen, Auto und dergleichen bezahlt werden. Lediglich der übrige Teil kann auf die hohe Kante gelegt werden, was sich im Durchschnittsfall vielleicht auf in etwa 10 % belaufen wird. Ein Durchschnittswert, den ich jetzt nicht nachgesehen habe, der aus Sicht vieler jedoch als empfehlenswert gilt.

Diese 10 % bilden dabei natürlich einen heftigen Kontrast zu dem hohen Anteil der 90 %, die für den Lebensunterhalt benötigt werden, und zumindest wenn man keinen renditeträchtigen Weg in der Niedrigzins-Ära findet, um sein Geld anzulegen, lautet die Antwort schnell Nein. Wohl auch für viele in der hiesigen Bundesrepublik, die ihr Geld noch immer auf einem Sparbuch, dem Girokonto oder gar unter dem Kopfkissen bunkern.

Nichtsdestoweniger ist es langfristig dank der Macht der Zinsen und des Zinseszinseffektes möglich, auch mithilfe dieses Betrages ein Vermögen zu generieren, das deine Erwerbseinkünfte übersteigt. Was es dafür allerdings benötigt, ist reichlich Zeit und, wie gesagt, eine gewisse Rendite.

Gehen wir an die Mathematik

Werfen wir im Folgenden daher nun einen Blick auf die Mathematik dahinter. Unter der beispielhaften Annahme, dass Durchschnittsverdiener im Laufe ihres Lebens 2.500 Euro pro Monat verdienen, würden sie in einem Erwerbsleben von 40 Jahren 1,2 Mio. Euro verdienen. Definitiv eine hohe Messlatte, die es zu erreichen gilt. Allerdings haben wir bei unserem Vorhaben, diesen Betrag zu toppen, bei den eingangs erwähnten 10 % lediglich 250 Euro pro Monat zur Verfügung, um dieses Ziel zu erreichen.

Wer diese 250 Euro jedoch Monat für Monat investiert und den Zinseszinseffekt für sich arbeiten lässt, wird es bei einer marktüblichen Rendite von 8 % bereits nach knapp 45 Jahren schaffen, diesen Betrag zu überschreiten. Das dauert an dieser Stelle zwar länger als das Erwerbsleben selbst, allerdings ist das dennoch bemerkenswert, was die 10 % des Einkommens hierbei über diesen Zeitraum ermöglicht haben. Im Endeffekt haben sie einem ein zweites Erwerbsleben geschaffen, einfach indem man lediglich auf durchschnittliche statistische Renditen im Rahmen eines ETF-Ansatzes gesetzt hätte.

Wer hingegen den Markt sogar abhängen kann und sogar auf eine statistisch gesehen marktschlagende Rendite von 12 % pro Jahr mit seinen Sparraten gebracht hätte, der würde die Schwelle der 1,2 Millionen sogar bereits nach 33 Jahren und 9 Monaten erzielen können. Damit wäre der Sparer und Investor sogar möglicherweise noch vor einem Renteneintritt über sein Erwerbseinkommen gekommen. Zumindest, wenn derjenige unter diesen zugegebenermaßen sehr starren Annahmen direkt zum Beginn seines Erwerbslebens auch mit dem Investieren begonnen hätte.

Es ist über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg möglich

Unterm Strich ist es jedoch möglich, sein eigenes Erwerbseinkommen beim Vermögensaufbau zu toppen. Wer regelmäßig beispielsweise 10 % seines Gehalts beiseitelegt, könnte einen wichtigen Grundstein für die Verdopplung der eigenen Einkünfte legen. Das ist ein bemerkenswertes Fazit in unseren heutigen Rechenbeispielen, auch wenn das natürlich so einiges an Zeit benötigt.

Allerdings könnte es für den einen oder anderen natürlich auch möglich sein, die Sparquote zu erhöhen. Welche Auswirkungen das wiederum hat, solltest du vielleicht schleunigst einmal selbst mit einem gängigen Sparplanrechner ausprobieren.

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