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Wenn du 10.000 Dollar bei Alibabas IPO investiert hättest, wie viel hättest du dann jetzt?

Foto: Alibaba

Alibaba (WKN: A117ME) ist derzeit Chinas größtes E-Commerce-, Cloud- und Digital-Werbeunternehmen, aber auch der Tech-Riese fing einmal klein an. Jack Ma, der seine Karriere als Englischlehrer begann, gründete das Unternehmen vor 20 Jahren mit einem Team von 17 Freunden in seiner Wohnung in Hangzhou.

Die erste Website, Alibaba.com, war ein Business-to-Business-Marktplatz, auf dem chinesische Unternehmen ihre Produkte ins Ausland exportieren konnten. Dessen Wachstum führte 2003 zur Markteinführung von Taobao, einem B2C-Marktplatz für chinesische Kunden. Mit der Taobao Mall (Tmall), einem Business-to-Consumer Spin-off von Taobao für größere Marken, wurde dieses Ökosystem 2008 erneut erweitert.

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Diese drei Marktplätze bilden nach wie vor den Kern des Geschäfts von Alibaba, das im vergangenen Quartal 85 % des Gesamtumsatzes erzielte. Seit Beginn des neuen Jahrtausends hat Alibaba seine Reichweite mit seiner Cloud-Plattform, KI-Initiativen, Streaming-Media-Plattformen und Hardwaregeräten erweitert. Darüber hinaus wurde die digitale Zahlungsplattform AliPay, die von Alibaba und Jack Ma als Drittanbieter gegründet wurde, in die E-Commerce-Marktplätze integriert.

Jack Ma trat 2013 als CEO von Alibaba zurück, blieb aber während des Börsengangs im folgenden Jahr das Gesicht des Technologieriesen. Alibaba ging schließlich am 14. September 2014 mit 68 USD pro Aktie an die Börse und sammelte 25 Milliarden USD ein – was den IPO zum größten Börsengang der Geschichte macht. Mal sehen, wie viel Geld man mit einer Investition von 10.000 USD zum IPO reingeholt hätte.

Hätte man 10.000 Dollar in den Börsengang von Alibaba investiert …

10.000 USD reichten aus, um im Jahr 2014 147 Aktien von Alibaba zu kaufen. Alibabas Aktien werden mit Stand Anfang Dezember 2019 bei fast 200 USD gehandelt, sodass diese Investition jetzt über 29.000 USD wert wäre.

Der Börsengang von Alibaba kam weniger als vier Monate nach dem Börsengang von JD.com (WKN: A112ST) in den USA. Am 24. Mai 2014 gab JD sein öffentliches Debüt zu 19 USD pro Aktie und sammelte bescheidenere 1,8 Milliarden USD ein. Wer 10.000 USD für den Börsengang von JD ausgegeben hätten, hätte jetzt immerhin etwa 16.800 USD an Aktien. Alibaba hat JD in den letzten fünf Jahren aus folgenden drei Gründen übertreffen können.

Erstens war Alibabas Geschäft weniger kapitalintensiv als das von JD. Alibaba erzielt den größten Teil seiner Einnahmen aus margenstarken Listungs- und Werbegebühren auf seinen Marktplätzen. Es hat kein Inventar und ist zur Erfüllung seiner Aufträge auf Logistikplattformen Dritter angewiesen. JD ist ein direkter Einzelhändler, der Bestände übernimmt und Aufträge mit eigenen Lagern und Logistikdienstleistungen erfüllt – was ihm eine engere Kontrolle über seine Plattform gibt, aber seine Betriebsmargen reduziert.

Zweitens expandierte Alibaba aggressiv in andere Märkte wie Cloud Services, Streaming Media und Smart Speakers. Diese Bewegungen konnten mehr Nutzer an das Ökosystem fesseln, neue Wachstumsmotoren schaffen und den Graben gegen andere Technologieriesen wie Baidu (WKN: A0F5DE) und Tencent (WKN: A1138D) erweitern. JD konzentrierte sich hauptsächlich auf die Verbesserung seiner Kernplattform JD Mall und den Ausbau seiner Logistikdienstleistungen.

Am Ende sackte die Aktie von JD Ende 2018 ab, nachdem in den USA gegen den Gründer und CEO Richard Liu Vorwürfe der Vergewaltigung laut geworden waren. Die Anklage wurde letztlich fallen gelassen, aber die Aktie von JD hat sich immer noch nicht vollständig erholt – selbst nachdem sich das Umsatzwachstum zwei Quartale lang beschleunigt hatte. Alibaba musste auch einige Rückschläge hinnehmen, darunter Taobaos Aufnahme auf die Schwarze Liste der USA, aber man hatte eben nicht mit rufschädigenden Schlagzeilen zu kämpfen wie JD.com.

Wie viel höher kann Alibaba noch steigen?

Alibabas Kerngeschäft im Handel läuft und läuft. Der Umsatz stieg im vergangenen Quartal um 40 % jährlich, der Betriebsgewinn um 32 % und die jährlichen aktiven Kunden um 15 % auf 693 Millionen.

Es ist nach wie vor Alibabas einziger profitabler Geschäftsbereich und diese Gewinne subventionieren den kontinuierlichen Ausbau der Bereiche Cloud, digitale Medien und Innovationsinitiativen. Analysten erwarten, dass Alibaba in diesem Jahr 34 bzw. 29 % an Umsatz und Ertrag zulegen wird – ein heimlicher Wachstumswert für Investoren, die bereit sind, den Handelskrieg zwischen den USA und China zu ertragen.

Alibaba kann durchaus noch weiter wachsen. Mit dem Marktplatz AliExpress für ausländische Käufer, Kaola.com für grenzüberschreitende Einkäufe und Lazada in Südostasien expandiert das Unternehmen nach Übersee. Das Werbegeschäft sollte weitere Händler und Marken binden, und die Cloud-Plattform sollte ebenfalls weiterhin mehr Unternehmenskunden gewinnen.

Die IPO-Investoren von Alibaba konnten sich bereits über dreifache Zulagen freuen, aber die Aktie könnte langfristig weiter wachsen wie Amazon (WKN: 906866) – dort wäre aus einer Investition von 10.000 USD in nur 22 Jahren rund 11,9 Millionen USD geworden. Wer also noch ein bisschen warten kann, könnte am Ende reich belohnt werden.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Baidu, JD.com und Tencent Holdings. Leo Sun besitzt Aktien von Amazon, Baidu, JD.com und Tencent Holdings.

Dieser Artikel erschien am 4.12.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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