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10 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, als ich mit dem Investieren begonnen habe

Als ich vor 15 Jahren anfing zu investieren, war ich ein wenig verloren; ich war nicht wirklich sicher, ob ich das richtig mache. Wenn ich in der Zeit zurückgehen könnte, hier sind die zehn Dinge, die ich meinem jüngeren Ich gesagt hätte – angefangen mit den Ratschlägen zur Auswahl großer Unternehmen.

1. Manchmal ist die beste Investition eine, die man bereits besitzt

Sobald man ein Portfolio mit genügend Aktien aufgebaut hat, um es zu diversifizieren, ist das Hinzufügen eines neuen Unternehmens möglicherweise nicht die beste Nutzung von neuem Geld. Eine meiner beliebtesten (und lohnendsten) Investitionen war Amazon (WKN:906866). Die dominante E-Commerce-Position und die ständigen Investitionen in den Aufbau eines starken Wettbewerbsvorteils haben dieses Unternehmen in den letzten drei, fünf und zehn Jahren zu einer enormen Investition gemacht. Doch sobald ich eine Position im Unternehmen hatte, vermied ich es, mehr Geld in die Aktien des Unternehmens zu investieren, und das war ein Fehler. Man sollte mehr in die Gewinner investieren.

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2. Nicht das Offensichtliche übersehen

Solide Unternehmen zu finden, die man in sein Portfolio aufnehmen könnte, muss nicht so schwer sein. Investmentlegende Peter Lynch ermutigte die Menschen, das zu kaufen, was sie kennen. Disney (WKN:855686) ist ein Beispiel für eine Investition im Lynch-Stil, die jeder verstehen kann. Aus irgendeinem Grund habe ich es nicht geschafft, diesen bekannten Medienriesen in meinem Portfolio zu haben, doch meine Kinder waren besser. Sie haben Jahre lang überdurchschnittliche Renditen  genossen.

3. Es gibt einen Grund dafür, dass die Aktie “billig” ist

Aktien, die wie gute Werte aussehen, können am Ende zu Wertfallen werden. Zum Beispiel produzierte Leapfrog vor den Tagen der Tablets elektronische Lerngeräte, die für kleine Kinder sicher waren. Doch als die Technologie billiger wurde, brach der Aktienkurs zusammen. Es sah nach einem Schnäppchen aus, als das Management eine Trendwende versprach. Doch es war nicht in der Lage, seine Versprechen in die Tat umzusetzen und verlor noch mehr Wert. Es wurde schließlich zu einem Bruchteil meines Kaufpreises aufgekauft, was für mich einen erheblichen Verlust bedeutete. Ähnliche Fallen lauern für den ahnungslosen Anleger, also pass auf mit dem, was zu gut aussieht, um wahr zu sein.

4. Man muss das Produkt oder das Unternehmen nicht mögen, um zu profitieren

Costco (WKN:888351) hat auch in schwierigen Wirtschaftsmärkten gut abgeschnitten. Ich besaß die Aktie  eine Zeit lang, als ich dort Kunde war, doch das Einkaufserlebnis der Mitglieder entzog sich mir. Nachdem meine Mitgliedschaft abgelaufen war, verkaufte ich auch meine Position. Obwohl das Unternehmen mich als Kunden und Aktionär verlor, wuchs seine treue Fangemeinde und erzielte konstante, gute Ergebnisse, und ich verpasste eine weitere Chance.

Das Hinzufügen großartiger Unternehmen zu einem Aktienportfolio ist nur der erste Schritt. In den nächsten vier Lektionen geht es darum, diese auch langfristig zu halten.

5. Zu früh zu verkaufen ist gefährlich für die Renditen

Mein größter Fehler beim Investieren war der Verkauf von Netflix (WKN:552484) im Jahr 2010. Ich war seit sechs Jahren Aktionär und hatte bereits eine beneidenswerte 10-fache Rendite erzielt. Ich war besorgt, dass meine Gewinne verschwinden würden, also verkaufte ich einige meiner Aktien Anfang des Jahres. Als die Aktie ihren Anstieg fortsetzte, verkaufte ich meine Position vollständig. Seitdem hat sie über 1.000 % zugelegt. Mein Rat an mein jüngeres Selbst: lass die Gewinner weiterlaufen.

6. Sich beim Nichtstun wohlfühlen

In vielen Unternehmen bedeutet mehr Arbeit mehr Fortschritt. Doch das ist beim Investieren nicht der Fall. Studien haben gezeigt, dass mehr Aktivität zu niedrigeren Renditen führt. Ich war schon immer ein Tüftler, wenn es um mein Portfolio geht, doch meine Kinder sind das Gegenteil und haben selten verkauft. Trotz meiner besten Absichten sind meine Renditen in den letzten 15 Jahren um mehrere Prozentpunkte pro Jahr hinter den ihren zurückgeblieben, was zu großen Unterschieden im Laufe der Zeit führte.

7. “Langfristig” bedeutet Jahrzehnte

Als ich Anfänger war, hatte ich keine Vorstellung davon, was “langfristig halten” bedeutet. Nach einigen Jahren begann ich, die finanziellen Vorteile des Aktienbesitzes zu erkennen. Doch ich habe mich trotzdem gefragt: Wie lange soll ich warten?

Die Antwort ist für jeden Investor anders. Doch vor kurzem habe ich darüber geschrieben, wie viel man hätte, wenn man Southwest Airlines 40 Jahre lang gehalten hätte; das Ergebnis ist umwerfend. Je länger, desto besser sind die Chancen auf höhere Renditen.

8. Einen Notfallfonds haben

Während der Rezession von 2008 bis 2009 habe ich meinen Job verloren. Ich hatte keinen Notfallfonds, also musste ich, um die Lebenshaltungskosten unserer Familie zu decken, einige Aktien zu Tiefstständen verkaufen. Ich habe nicht nur Verluste auf diese Positionen erlitten, sondern auch das folgende Wachstum versäumt, da diese Positionen in den nächsten Jahren wieder an Fahrt gewonnen haben und den Markt übertrafen. Ein richtig dimensionierter Notfallfonds hätte eine finanzielle Brücke geschaffen, sodass ich meinen Rentenfonds nicht hätte angreifen müssen.

Ein Großteil des Erfolgs beim Investieren besteht darin, das eigene Temperament zu managen. Die letzten beiden Tipps sollen helfen auf Kurs zu bleiben, wenn es gerade nicht gut läuft.

9. In Dritteln kaufen

Viele Investoren kaufen eine Aktie und dann verliert sie in den folgenden Monaten an Wer. Das kann wirklich entmutigend sein und möglicherweise zu der Entscheidung führen, die Verluste einzugrenzen und zu verkaufen.

Um solche Enttäuschungen zu vermeiden, kann man in Dritteln kaufen: Anstatt alles auf einmal zu investieren, teilt man sein Geld in drei Teile und kauft über einen bestimmten Zeitraum hinweg, vielleicht sechs Monate oder sogar ein Jahr. Auf diese Weise hat man das Beste aus beiden Welten. Wenn der Kurs sinkt, kann man mehr zu einem besseren Kurs kaufen. Wenn der Kurs steigt, kann man die Gewinne genießen.

10. Einen Investment-Partner finden

Der letzte Ratschlag ist, andere zu finden, die die gleiche Leidenschaft teilen, in großartige Unternehmen zu investieren und langfristig zu halten. Jahrelang habe ich allein investiert, ohne dass jemand anderes mir geholfen hat, meine Ideen zu überprüfen. Wenn du in der gleichen Situation bist, schau dir die Message Boards von The Motley Fool an. Die Foolische Gemeinde ist offen und immer bereit, Fragen von Anfängern oder solchen mit jahrelanger Erfahrung zu beantworten. Ich bin sicher, dass ich einige meiner Fehler hätte vermeiden können, wenn ich einen Freund gehabt hätte, der mein Interesse am Investieren teilt.

Trotz all dieser Probleme habe ich langfristig marktübliche Renditen erzielt und den Weg dahin genossen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Brian Withers auf Englisch verfasst und am 09.12.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und  Amazon, Netflix, Southwest Airlines und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt Costco Wholesale und empfiehlt folgende Optionen: Long Januar 2020 $115 Calls auf Costco Wholesale, Short Januar 2020 $180 Calls auf Costco Wholesale, Long Januar 2021 $60 Calls auf Walt Disney und Short Januar 2020 $130 Calls auf Walt Disney.

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