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Ölaktien Royal Dutch Shell, BP & Co.: Steht etwa ein weiteres durchwachsenes Jahr 2020 bevor?

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Foto: Getty Images

Ölaktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und auch weitere prominente Namen konnten im noch aktuellen Börsenjahr 2019 nicht sonderlich durchstarten. Bedingt durch durchwachsene Aussichten und niedrigere Ölpreise konnten diese Namen nicht an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Ölpreisniveaus von zwischenzeitlich über 80 US-Dollar je Barrel Brent waren in diesem Jahr jedenfalls nicht an der Tagesordnung.

Das hat auch die Gewinne derartiger Konzerne teilweise einbrechen lassen. Allerdings auch in einigen Fällen durch hausgemachte Probleme, denn die Ölpreisniveaus jenseits der 60-US-Dollar-Marke je Barrel Brent waren unterm Strich eigentlich ausreichend, um üppige Gewinne einzufahren, die zumindest für die Dividenden ausreichend gewesen sein sollten.

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Möglicherweise bringt auch das kommende Börsenjahr 2020 keine signifikante Besserung. Zumindest keine Ölpreise, die wieder auf Rekordkurs sind. Jedenfalls nicht, wenn man aktuellen Prognosen Glauben schenken mag.

Das Angebot soll die Preise bremsen

Sofern es nach der Meinung von Experten und Marktbeobachtern geht, befindet sich der Ölmarkt auch im kommenden Börsenjahr in einer angespannten Situation. Demnach werde ein hohes Angebot das weitere Aufwärtspotenzial begrenzen, weshalb die Preise nicht signifikant steigen dürften. Definitiv eine brisante These.

Insbesondere die USA seien an einem weiterhin hohen Angebot schuld. Durch Förderungen auf Rekordniveau würden die derzeitigen Maßnahmen der OPEC weitgehend verpuffen, die Förderkürzungen werden jedenfalls nicht ausreichend sein, um das Angebot zu kompensieren. Das werde hier mindestens zu einer Pattsituation führen, so die Prognosen der Analysten.

Erschwerend komme hinzu, dass die Weltwirtschaft weiterhin schwächle, was die Nachfrage nicht bedeutend ankurbeln werde. Auch von dieser Seite könnten daher keine weiteren Preissteigerungen erfolgen, was entsprechend die Aussichten für Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell, BP und Co. deckeln sollte.

Möglicherweise werde sogar ein Überangebot im kommenden Börsenjahr 2020 den Markt dominieren, zumindest seien hohe Lagerbestände in den USA derzeit ein starker Indikator für diese These. Vielleicht wird der Ölmarkt im kommenden Jahr daher wieder etwas volatiler. Investoren können sich daher auf einen weiteren wilden Ritt gefasst machen.

Es ist bloß eine Prognose, unter gewissen Prämissen

Trotz aller Unkenrufe handelt es sich bei dieser Einschätzung jedoch bloß um eine Prognose, die gewisse Schwächen aufweisen kann. Und keinen allzu starken Einfluss auf Ölakteure wie Royal Dutch Shell, BP und Co. haben muss.

Fest steht, dass das derzeitige Ölpreisniveau von über 60 US-Dollar je Barrel Brent satt ausreichend ist, damit die Konzerne große Gewinne einfahren können. Ein Blick auf aktuelle Zahlenwerke offenbart, dass die Dividenden mehr als ausreichend vom Gewinn gedeckt gewesen sind. Ein Großteil der Investitionsthese könnte daher auch auf einem solchen Ölpreisniveau aktuell bleiben. Dafür benötigt es womöglich gar keine weiteren Kursgewinne beim Schwarzen Gold.

Des Weiteren sollten Investoren die Faktoren für diese Prognose überprüfen, die womöglich auf einem wackeligen Fundament stehen. Die Prämisse lautet hier, dass die Weltwirtschaft weiter schwächelt, was möglicherweise gar nicht der Fall ist. EZB-Präsidentin Lagarde sieht die Wirtschaft wieder auf einem solideren Weg, wie sie im Rahmen der letzten Zinssitzung zugegeben hat, und auch im Handelskonflikt zeichnen sich Zeichen der Entspannung ab. Das könnte auch Einfluss auf den Ölmarkt haben, insbesondere wenn die konjunkturellen Aussichten sich aufhellen.

Es ist nur eine Prognose

Unterm Strich sollten Investoren hier bedenken, dass es sich bloß um eine Prognose und Einschätzung zur kurzfristigen Zukunft des Ölmarktes handelt. Eine, die zumindest in meinen Augen gerade jetzt auf einem wackeligen Fundament stehen könnte. Vielleicht überwiegen daher momentan die Chancen im Ölmarkt, wobei Investoren bedenken sollten, dass beim derzeitigen Preisniveau noch immer ausreichend Gewinn generiert werden kann.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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