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Royal-Dutch-Shell-Aktie fällt um 12 %: Ist dieser Dividendengarant jetzt ein Kauf?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) hat in den vergangenen Wochen und Monaten ordentlich eingebüßt. Alleine seit Anfang August fiel die B-Aktie von knapp über 29,00 Euro auf das aktuelle Niveau von 25,50 Euro (03.12.2019, maßgeblich für alle Kurse), was immerhin einem Minus von 12 % entsprochen hat.

Doch auch in den letzten Handelstagen hielt eine gewisse Abwärtsdynamik an. Seit Mitte November fiel das Papier von über 27,50 Euro auf die derzeitige Notierung. Das entsprach innerhalb dieses kurzen Zeitraums einem Minus von ca. 7 %.

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Aber was ist die Aktie auf dem derzeit vergleichsweise preiswerten Niveau? Eine günstige Einstiegsgelegenheit oder ist gerade jetzt Vorsicht geboten? Eine spannende Frage, die gerade jetzt brisant sein könnte.

Ölmarkt vor Schicksalswoche

Die Aktie von Royal Dutch Shell könnte in dieser Woche nämlich vor einer Schicksalswoche stehen. Der gesamte Ölmarkt steht sich schließlich vor einem bedeutenden Treffen, denn am 5. und 6. dieses Monats treffen sich die Mitglieder der erdölexportierenden Staaten, kurz OPEC genannt.

Bei diesem Treffen werden vermutlich weitere Eingriffe in den Ölmarkt beschlossen. Die bisherigen Eingriffe liefen schließlich per Ende März des kommenden Börsenjahres aus, entsprechend können weitere zeitlich limitierte Maßnahmen folgen, so zumindest das Kalkül vieler Marktteilnehmer.

Bereits im Vorfeld gab es jedoch einige Unsicherheiten. Russland, ein Mitglied der sogenannten erweiterten OPEC+, könnte sich demnach nicht weiter an Förderkürzungen beteiligen, zumindest scheint es ein leichtes Zögern diesbezüglich zu geben. Das könnte Salz in eine offene Wunde einer sowieso seit einigen Jahren nicht mehr ganz einigen OPEC streuen, die größer wird, sofern der Ölpreis einbrechen sollte.

Auf der anderen Seite könnte eine rasche Einigung allerdings auch für positive Impulse sowohl beim Ölpreis als auch bei Ölaktien wie Royal Dutch Shell sorgen. Eine gewisse Überraschung ist hier definitiv nicht auszuschließen.

Die Bewertung und die operative Stärke im Blick

Sollte der aktuelle Ölpreis weiterhin stabil bleiben, könnte es gute Gründe geben, weshalb die Aktie vergleichsweise preiswert sein dürfte. Bei einem ähnlich hohen Ölpreis von im Schnitt knapp über 60 US-Dollar je Barrel Brent hat der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti schließlich im dritten Quartal ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,76 US-Dollar verdient, bereinigt hingegen von 0,59 US-Dollar, wodurch die aktuelle Quartalsdividende in Höhe von 0,47 US-Dollar mehr als ausgereichend vom Gewinn gedeckt erscheint.

Bei einer weiterhin konstanten Dividende auf diesem Niveau lockt bei einem aktuellen Kursniveau außerdem eine ziemlich attraktive Dividendenrendite von 6,70 %, was ebenfalls wieder attraktiv ist. Zumindest attraktiver im Vergleich zum Kursniveau von vor ein paar Monaten. Gleichzeitig winken hier seit dem Jahre 1945 stets stabile Ausschüttungen, die in Anbetracht der operativen Stärke weiterhin nachhaltig zu sein scheinen. Allerdings hatten wir diese Themen bereits des Öfteren.

Bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 2,82 US-Dollar beträgt das derzeitige Kurs-Gewinn-Verhältnis hier ebenfalls knapp unter 10, was vergleichsweise preiswert sein könnte. Definitiv eine spannende Ausgangslage.

Jetzt muss nur noch die OPEC liefern

Sofern die OPEC daher liefert, könnte die Aktie von Royal Dutch Shell noch in dieser Woche reagieren. Je nachdem, wie die Entscheidung des Erdöl-Kartells ausfällt, in die eine oder aber in die andere Richtung.

Ein weiterhin konstantes Ölpreisniveau würde dabei ausreichen, um die derzeitige Dividendenrendite von 6,7 % fundamental zu unterfüttern, und auch die fundamentale Bewertung scheint gegenwärtig vergleichsweise preiswert zu sein. Ein näherer Blick in Anbetracht dieser Ausgangslage könnte sich daher durchaus lohnen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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