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Wirecard-Aktie: Großinvestor geht All-in – sollten Privatinvestoren dem Beispiel folgen?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) ist für viele Investoren noch immer eine Zerreißprobe. Einerseits existiert eine ganze Menge Unsicherheit durch die kritischen Berichte der Financial Times. Die jüngsten Berichte seitens des Handelsblatts, wonach das Testat im Singapurgeschäft im Geschäftsjahr 2017 gefehlt hat, haben hier definitiv nicht geholfen. Auch wenn das Management die geringfügige Bedeutung dieser Wendung unterstreicht.

Andererseits sehen viele die noch immer vorhandenen Chancen dieses Zahlungsdienstleisters. Der DAX-Konzern ist schließlich weiterhin auf Wachstumskurs und die vielen Kooperationen, Partnerschaften und neuen Produkte unterstreichen beinahe täglich, wie intakt das operative Geschäft noch immer ist.

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Wie gesagt, die Extreme sind hier gewaltig und guter Rat ist offenkundig teuer. Ein größerer Investor hat sich nun jedoch für eine Seite entschieden, und zwar für die Kaufseite. Schauen wir im Folgenden einmal, um wen es sich dabei handelt und ob Investoren dem Beispiel folgen sollten:

Vermögensverwalter mit Milliarden-Wette

Wie am Donnerstag dieser Woche in so manchem Börsenportal vermeldet wurde, hat die DWS bei der Aktie von Wirecard in den vergangenen Wochen wohl ordentlich zugeschlagen. Demnach würde die ehemalige Tochtergesellschaft der Deutschen Bank inzwischen auf ein Aktienpaket von 7,32 Millionen Aktien blicken. Bei dem aktuellen Kursniveau entspräche das in etwa einem Gesamtbetrag von einer Milliarde Euro.

Die Investitionen in Wirecard seien demnach insbesondere in den vergangenen Wochen aufgestockt worden. Sprich, seitdem die Financial Times die neue Runde eingeläutet hat, haben hier wohl mehrere Fondsmanager zugegriffen. Die jeweilige Allokation befinde sich demnach über dem relativen Anteil am DAX, wo Wirecard mit einem Anteil von 1,7 % zum Gesamterfolg beiträgt. Teilweise weisen die Fonds derzeit sogar eine Wirecard-Quote von bis zu 7,2 % auf, wie wir mit Blick auf die Zusammensetzungen zum 31.10. feststellen können.

Mehrere Fondsmanager aus dem Hause DWS scheinen also von den Aussichten des DAX-Konzerns überzeugt zu sein – trotz der aktuellen Verunsicherung. Eine gigantische Wette auf eine womöglich kurstechnisch bessere Zukunft, die in diesen Tagen gewiss beeindruckend ist.

Sollten Investoren dem Beispiel folgen?

Die spannende Frage dürfte nun natürlich sein, ob man dem Urteilsvermögen der DWS trauen sollte oder eben nicht. Beziehungsweise unter welchen Prämissen, denn eine klare Ja- oder auch Nein-Situation wird sich schließlich erst aus der Retrospektive ergeben, sobald die Unsicherheiten vorbei sind und belastbare Ergebnisse der Sonderprüfung vorliegen.

Grundsätzlich sollten Investoren hierbei jedoch bedenken, dass das Risiko selbstredend relativ hoch ist. Bei Wirecard steht derzeit nicht weniger als der gute Ruf des Managements auf dem Spiel. Sollte die Financial Times Recht behalten, könnten definitiv weitere Abverkäufe folgen, zumal infolgedessen vermutlich der Gesamtkonzern Wirecard von Kopf bis Fuß auf den Prüfstand gestellt wird, mit einem unvorhersehbaren Schadensmaß.

Andererseits existieren natürlich starke Chancen. Wirecard ist schließlich im Zukunftsmarkt der digitalen Zahlungsdienstleistungen tätig und damit in einem Markt, der auch über die kommenden Jahre und Jahrzehnte vermutlich ein starkes Wachstum verzeichnen wird.

Dabei kann das Unternehmen nicht bloß Stand heute beeindruckende zweistellige Wachstumsraten präsentieren, sondern baut das eigene Geschäftsmodell konsequent weiter aus. Ob ein Eintritt ins Zinsgeschäft oder neue, prominente Kooperationen (wie mit Aldi, UnionPay und anderen bedeutenden Namen), all das kann der DAX-Konzern inzwischen für sich reklamieren. Und vermutlich wird das an dieser Stelle die Sichtweise sein, worauf sich auch die DWS festgelegt hat.

Gutes Zeichen, aber Risiko bleibt bestehen

Die Zuversicht der DWS kann daher natürlich in begrenztem Maße positiv gewertet werden. Wenn sich ein Vermögensverwalter und Fondshaus in einem so großen Maße bei Wirecard engagiert, bedeutet das gewiss ein starkes Quäntchen Zuversicht. Das ist nicht von der Hand zu weisen.

Privatinvestoren sollten sich jedoch auch des hohen Risikos bewusst sein. Das ist durch diese neue Meldung über den Eintritt der DWS nämlich nicht geringer geworden.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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