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Schlechte Nachrichten für NEL ASA, Ballard und Powercell Sweden!

Foto: Getty Images

Diese Nachricht schickte am Morgen des 19.11. die Kurse von NEL ASA (WKN: A0B733), Ballard Power (WKN: A0RENB) und Powercell Sweden (WKN: A14TK6) in den Keller: Der CEO der Nikola Motor Company kündigte einen Durchbruch in der Batterietechnologie an!

Da Batterien quasi der natürlich Feind von Brennstoffzellen sind – und damit von Wasserstoff als Energiespeicher –, hat diese Entwicklung tatsächlich das Potenzial, die Zukunftsaussichten der Wasserstoffbranche negativ zu beeinträchtigen.

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Doch wer ist die Nikola Motor Company überhaupt – und ist diese vollmundige Ankündigung wirklich ernst zu nehmen?

Wer die Kurse von NEL ASA, Ballard und Powercell Sweden einbrechen ließ

Die Nikola Motor Company ist ein US-Star-up, das sowohl Lkws mit Batterien als auch mit Brennstoffzellen baut. Weiterhin hat Nikola Motors Buggys und Jetskis mit alternativen Antrieben im Angebot – das Unternehmen verfolgt die Vision, die Art und Weise der Fortbewegung zu revolutionieren und unsere Welt damit zu einem besseren Ort zu machen.

Laut Wikipedia soll es über 14.000 Vorbestellungen für Nikola-Trucks geben (Stand: September 2019). Davon sollen alleine 800 Bestellung auf das Konto von Anheuser-Busch – dem größten Bierkonzern der Welt – gehen.

Auch unter den Investoren finden sich bekannte Namen wieder – so sind unter anderem Bosch, NEL ASA und CNH Industrial (Mutterkonzern von Iveco, New Holland, Magirus und der Nutzfahrzeugsparte von Fiat) an der Nikola Motor Company beteiligt.

Eine große Vision, Tausende von Vorbestellungen und namhafte Kunden beziehungsweise Investoren – ich denke, man kann dieses Unternehmen und seinen CEO Trevor Milton durchaus ernst nehmen. Doch was genau hat Nikola-Motors-CEO Milton am 19.11. eigentlich bekanntgegeben?

Das sind die Eckdaten der neuen Nikola-Motors-Batterie

Nikola Motors verkündete nichts Geringeres als eine Revolution in der Batterietechnik: Die neue Nikola-Batterie soll eine noch nie dagewesene Energiedichte erreichen (ca. 1.100 Wattstunden pro Kilogramm) – was die Reichweite von Elektroautos laut Unternehmensangaben von aktuell rund 480 km auf 960 km erhöhen soll.

Wohlgemerkt: Bei gleichen Batterieabmessungen und dem annähernd gleichen Gewicht!

Die Anzahl der möglichen Ladezyklen soll bei über 2.000 liegen, das Recycling dieser Batterie soll deutlich einfacher als bei aktuellen Batterien sein und die Herstellung deutlich umweltfreundlicher vonstattengehen. Kurzum: Praktisch alles, was den Einsatz von Batterien heute kritisch bis fragwürdig erscheinen lässt, würde die neue Nikola-Technologie mit einem Schlag lösen.

Einziges Fragezeichen: Wie mein Foolisher Kollege Christoph bereits festgestellt hat, gibt es derzeit keinerlei Angaben zur Ladedauer. Die Frage, die ich mit stelle: Ist die Ladedauer bei einer Reichweite von knapp 1.000 km wirklich noch von allzu großer Bedeutung?

Bezüglich Pkws – und das Gleiche gilt in meinen Augen für Lkws, zumindest solange sie von Menschen gefahren werden – sage ich ganz klar: Nein! Nach 1.000 km – sprich nach rund zehn Stunden Fahrtzeit – werden 95 % aller Menschen entweder schlafen gehen oder eine längere Pause zwecks Essen, Beine vertreten oder was auch immer einlegen.

Lkw-Fahrer sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet! Selbst wenn die Nikola-Batterie extrem langsam laden sollte – ich bin zuversichtlich, dass man nach einer Stunde Ladevorgang wieder 100 bis 200 km weit fahren könnte. Am Supercharger braucht ein Tesla für 120 km fünf Minuten – selbst wenn die neue Nikola-Batterie 10-mal länger brauchen sollte: Für weitere 100 bis 200 km würde eine Stunde Ladezeit meinem Gefühl nach trotzdem reichen.

Da ich das Unternehmen Nikola Motors für seriös und glaubwürdig halte, könnte ich mir gut vorstellen, dass diese Technologie nächstes Jahr tatsächlich für Furore sorgen wird – und entsprechend Einfluss auf Wasserstoffaktien haben könnte.

Was diese Entwicklung für NEL, Ballard und Co. bedeutet

Denn sie würde den in meinen Augen größten Vorteil von Wasserstoff – die deutlich höhere Reichweite – egalisieren. Zumindest im Pkw-Segment dürfte die Batterie dann dank des einfacheren Transports, dem deutlich höheren Wirkungsgrad und der besser ausgebauten Infrastruktur im Vergleich zu Wasserstoff die besseren Karten haben.

Ich will damit nicht sagen, dass Wasserstoff der Batterie generell unterlegen ist – sicher gibt es Anwendungen, in denen Brennstoffzellen die bessere Alternative sind. Sollte jedoch der Pkw-Markt komplett wegfallen, dann scheinen sowohl die NEL-Aktie, die Ballard-Power-Aktie als auch die Powercell-Sweden-Aktie extrem sportlich bewertet zu sein – insbesondere da keines dieser drei Unternehmen bisher auch nur einen einzigen Jahresgewinn ausweisen konnte.

Das sieht für mich nach reichlich Potenzial aus – leider in die falsche Richtung.

Mein Fazit: Batterie oder Brennstoffzelle?

Ob Nikola Motors diese Batterie tatsächlich wie angekündigt auf den Markt bringen wird, weiß ich natürlich nicht sicher. Ich persönlich halte die Meldung für glaubwürdig – ob du das auch tust, musst du natürlich für dich selbst festlegen.

In einem Aspekt bestätigt diese Nachricht allerdings meine Ansicht im Duell Batterie gegen Wasserstoff: Die Batterietechnologie verfügt in meinen Augen über deutlich mehr Entwicklungspotenzial als Wasserstoff – dessen Wirkungsgrad aufgrund der physikalischen Grenze im Rahmen der Umwandlung von Wasser in Wasserstoff (Elektrolyse) schlichtweg limitiert ist.

Mindestens 30 % der erzeugten Energien gehen in diesem Prozess verloren – in meinen Augen eine Verschwendung von Geld und Ressourcen, wenn es eine adäquate andere Lösung gibt.

Und diese Lösung könnte möglicherweise die neue Batterie von Nikola Motors sein!

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Thomas Brantl besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt  Anheuser-Busch InBev NV.

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