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Batteriedurchbruch bei Nikola Motor: Haben Wasserstoffaktien jetzt ihren Höhepunkt erreicht?

Die Welt der Brennstoffzellen war für ein paar Stunden aus den Fugen geraten, als das amerikanische Truck-Start-up Nikola Motor am 19. November 2019 einen Durchbruch bei Batterietechnologien vorstellte. Na ja, vorgestellt nicht unbedingt – genauere Angaben wird es erst nächstes Jahr auf der Veranstaltung Nikola World 2020 geben, die für Herbst 2020 erwartet wird.

Dennoch mussten die bekannten Wasserstoffakteure rund um Nel (WKN: A0B733) und Plug Power (WKN: A1JA81) merkliche Rücksetzer hinnehmen – schließlich konkurriert der Wasserstoffantrieb mit rein batterieelektrischen Konzepten, wenn es um die klimaneutrale Mobilität der Zukunft geht.

Schauen wir aber mal darauf, was genau Nikola hier vermeldet hat und wie Wasserstoffinvestoren jetzt reagieren können.

Was wir wissen

Der Heilige Gral der Elektromobilität sind sichere, günstige, in Masse produzierbare, lang haltbare, schnell aufladbare und recycelbare Batterien mit hoher Energiedichte. Es ist möglich, eine oder mehrere dieser Eigenschaften durch Veränderungen in der Zellchemie positiv zu beeinflussen, was jedoch meist Einbußen bei einer oder mehreren der anderen Eigenschaften mit sich bringt.

Wenn du in den letzten Jahren schon einmal von einem großen Batteriedurchbruch gehört hast und dich wunderst, warum dein Smartphone immer noch nach nur 24 Stunden normaler Nutzung auf dem Zahnfleisch geht, dann liegt das daran, dass eine oder mehrere der oben genannten Eigenschaften bei dieser „Wunder“-Batterie einfach zu schlecht waren. Ich habe schon lange aufgehört, diese Durchbrüche zu zählen.

Nun vermeldet also auch Nikola einen Durchbruch bei Batterien, der vor allem aufgrund von Änderungen bei der Zellarchitektur und der Zellchemie erreicht wurde. Folgende Eigenschaften soll die neue Batterietechnologie mit sich bringen:

  • geringeres Feuerrisiko bei Zerstörung als bei Lithium-Ionen-Batterien
  • Produktionskosten könnten im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien um 50 % sinken
  • 2.000 Lade- und Entladezyklen sind möglich, für den Einsatz in Fahrzeugen geeignet
  • umweltfreundlich und einfach recycelbar
  • höhere Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen, was die Reichweite von Elektroautos bei gleich bleibender Batteriegröße verdoppeln könnte

Wenn du die genannten Punkte mit dem von mir skizzierten „Heiligen Grals“ abgeglichen hast, dann ist dir aufgefallen, dass diese neue Batterie in der Tat den Großteil dieser Punkte abdeckt und in vielen Belangen besser abschneidet als die Lithium-Ionen-Batterien, die sich derzeit in Smartphones, Laptops und vor allem Elektroautos befinden.

Das klingt erst einmal nach dem K.o.-Schlag für Wasserstofffahrzeuge, doch Nikola-CEO Trevor Milton zufolge soll die neue Technologie auch die Reichweite von wasserstoffbetriebenen Elektrofahrzeugen verdoppeln.

Wo ist der Haken?

Wie jeder andere Batteriedurchbruch dürfte jedoch auch dieser hier nicht das Allheilmittel sein, auf das alle gewartet haben – so sehr ich es mir wünschen würde. Ein Indiz dafür ist, dass Nikola keine Angaben zur Ladegeschwindigkeit gemacht hat. Tesla-Fahrzeuge laden am V3-Supercharger mit bis zu 250 Kilowatt, wodurch bis zu 120 Kilometer Reichweite in nur fünf Minuten nachgeladen werden können. Was bringt mir eine sichere, günstige, haltbare und energiedichte Batterie, wenn sie im Schneckentempo lädt und daher vor allem für lange Fahrten unbrauchbar ist?

Ein weiterer Kritikpunkt hat mit Nikola selbst zu tun. Das Start-up begann vor vier Jahren ursprünglich mit Plänen für einen hybriden Lkw, der elektrisch und mit Erdgas betrieben werden sollte. Später orientierte sich das Unternehmen um und fokussierte sich auf hybride Lkw mit batterieelektrischem und Brennstoffzellenantrieb.

Als Tesla seinen rein batteriebetriebenen Truck vorstellte, machte sich Nikola zunächst über Teslas Ansatz lustig und behauptete, die angekündigte Reichweite sei allein mit Batterien nicht möglich. Und nun kommt Nikola mit einem eigenen Batteriedurchbruch um die Ecke. Das klingt für mich nicht zu 100 % glaubwürdig.

Was Investoren wissen müssen

Versteh mich nicht falsch – es ist durchaus möglich, dass Nikola hier in rund einem Jahr einen beeindruckenden Durchbruch vorstellen kann. Bisher haben wir allerdings nichts als Behauptungen von Nikola vorliegen – einem Unternehmen, das noch nicht ein einziges Fahrzeug ausgeliefert hat.

Eines ist jedoch sicher: Es bleibt definitiv spannend im Bereich der Elektromobilität. Aktionäre von Elektroautounternehmen wie Tesla oder BYD oder von Wasserstoffakteuren wie Nel, Plug Power und Ballard Power Systems (WKN: A0RENB) sollten solche Entwicklungen immer auf dem Schirm haben, ihnen aber keine zu hohe Bedeutung beimessen. Vor allem, da in diesem konkreten Fall sowohl batterieelektrische als auch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge profitieren sollen.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Ballard Power Systems, Nel und Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.