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Deutsche Post und Aareal Bank mit bunten Berichten: Diese Zahlen sollten Investoren kennen!

Es ist weiterhin Berichtssaison und nun, möglicherweise auf dem Zenit dieses Zeitraumes, haben die beiden Aktien der Deutschen Post (WKN: 555200) und der Aareal Bank (WKN: 540811) auch ihre Zahlenwerke für die vergangenen drei und neun Monate präsentiert.

Wie wir mit Blick auf die Notierungen der Aktienkurse sehen können, fällt die Resonanz der Investoren, hm, bunt gemischt aus. Während die Anleger der Deutschen Post die Zahlenwerke nämlich feiern, rutscht der Aktienkurs der Aareal Bank deutlich bergab.

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Doch welche Kennziffern wurden hier jeweils gemeldet und sind die Reaktionen gerechtfertigt? Eine spannende Frage, der wir uns heute mal etwas näher widmen wollen.

Deutsche Post: Solides Wachstum voraus!

Die Deutsche Post konnte, wie gesagt, die Investoren mit ihrem Zahlenwerk eher beglücken. Bis Mittag des Dienstags dieser Woche stieg die Aktie im mittleren einstelligen Prozentbereich und ließ den Leitindex mit einem eher mageren Plus deutlich hinter sich.

Die Zahlen, die der Post- und Paketdienstleister hierbei zu verkünden hatte, spiegeln erneut ein moderates Wachstum wider. Alleine die Umsätze stiegen um 4,7 % auf 15,6 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis belief sich hingegen auf 942 Mio. Euro, der Nettogewinn auf 561 Mio. Euro. Vergleiche mit dem Vorjahreszeitraum sind hierbei nicht sonderlich zielführend, da negative Sondereffekte im Vorjahreszeitraum noch auf die Ergebnisse des Zahlenwerks gedrückt haben.

Unterm Strich beweist die Deutsche Post mit diesen Zahlen eine Sache recht deutlich: Der Dienstleister im Frachtgeschäft ist weiterhin ein Profiteur des aufkommenden E-Commerce, bei dem immer mehr Waren durch unsere heimischen Gefilde geschickt werden. Ob das Kursplus angemessen ist, bleibt natürlich eine andere Frage, unterm Strich existiert hier jedoch viel Wachstumsfantasie als Dienstleister für viele, viele E-Commerce-Akteure, die ebenso viele Pakete versenden und die Ergebnisse weiter steigern können.

Aareal Bank: Rückstellungen belasten, kein Verkauf!

Die Aareal Bank enttäuschte hingegen die eigenen Investoren. Der Aktienkurs dieses Finanzierers und Dienstleisters im Bereich der Immobilienwirtschaft sank bis mittags im höheren mittleren Prozentbereich. Wohl auch, weil es ergebnisseitig einige Einbußen zu vermelden gab.

So sank der Betriebsgewinn um 9 % auf lediglich noch 64 Mio. Euro, wofür insbesondere höhere Rückstellungen für vermeintlich faule Kredite im Finanzierungsgeschäft verantwortlich gewesen sind. Das Management rechnet für das Gesamtjahr ebenfalls damit, dass eher der untere Wert der Ergebnisspanne von 240 bis 280 Mio. Euro erzielt werden kann. Womöglich ebenfalls ein Dämpfer der eigenen Erwartungshaltung, was hier zusätzlich belastet.

Ebenfalls kritisch wird auch die Nachricht aufgenommen, dass die Aareal Bank nicht die IT- und Consulting-Tochter Aareon verkaufen wird. Investoren hatten hier im Vorfeld Druck gemacht, da der volle Wert dieser Beteiligung im Gesamtkonzern unterginge, allerdings betont das Management, dass man an seiner diversifizierten und teilweise auf Dienstleistungen basierenden Ausrichtung festhalten wolle.

Oder, anders ausgedrückt: Dass die Aareal Bank vorsichtiger wird, was die eigenen Rückstellungen anbelangt, und nichts an Attraktivität in der Dienstleistungssparte einbüßen möchte durch den Weggang einer Tochter, wird dem Unternehmen derzeit übelgenommen. Aus einer langfristigen Perspektive heraus können solche Schritte jedoch genau das Richtige sein. Vor allem für eine Bank, die in Zeiten des niedrigen Zinsumfeldes weiter profitabel ist und einen Teil dieses Erfolgs auf die tiefen Dienstleistungen zurückführen kann.

Spannende Zahlenwerke, definitiv!

Wenn du mich fragst, sind die Zahlenwerke der Deutschen Post und der Aareal Bank daher definitiv interessant. Die Deutsche Post profitiert weiterhin vom Megatrend des E-Commerce, die Aareal Bank wird hingegen dafür abgestraft, vorsichtig zu kalkulieren und nicht an kurzfristigen Gewinnen interessiert zu sein. Das kann hier beides interessante Einblicke ermöglichen. Sowie vielleicht sogar die eine oder andere Chance offenbaren.

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Vincent besitzt Aktien der Aareal Bank. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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