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Dividendenaristokrat Fresenius auf dem Weg zur 27. Dividendenerhöhung

Die letzten zwölf Monate waren für die ansonsten sehr verwöhnten Aktionäre von Fresenius (WKN: 578560) nicht sonderlich verlockend. Der ansonsten so zuverlässige Gesundheitskonzern enttäuschte die Märkte mit unüblichen Gewinnwarnungen, woraufhin der Aktienkurs von den einstigen Hochs empfindlich nach unten rauschte. Nach soliden ersten drei Quartalen des Jahres 2019 schaut es rund um die Fresenius-Aktie nun aber wieder etwas freundlicher aus. Für das nächste Jahr lockt gar die 27. Dividendenerhöhung in Folge.

Die ersten neun Monate des Investitionsjahres können sich sehen lassen

Fresenius-Chef Sturm rief das Jahr 2019 zum Jahr der Investitionen aus. Ein Jahr also, um die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitskonzerns nicht nur für die kommenden Quartale zu sichern, sondern für die nächste Dekade. Dabei geht es beispielsweise darum, die Produktionskapazitäten für intravenöse Arzneimittel und Nahrungsmittel  zu verbessern und das Angebot für Biosimilars zu erweitern (Fresenius Kabi), den Markt für Heimdialyse zu erschließen (Fresenius Medical Care) oder auch 1.000 neue Krankenpfleger einzustellen und weiter in die hauseigenen Akadamien für Krankenpfleger zu investieren (Fresenius Helios).

Für ein Jahr der Investitionen sind die Ergebnisse von Fresenius bisher aber ziemlich gut ausgefallen. Über alle Geschäftsbereiche hinweg und um Sondereffekte bereinigt stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 um 6 % auf 26,2 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis blieb auf bereinigter Basis hingegen konstant bei 1,4 Mrd. Euro. Damit trifft Fresenius ziemlich genau das obere Ende der ausgegebenen Prognose.

Besonders erfreulich an dieser Entwicklung ist, dass alle Geschäftsbereiche zum Umsatzwachstum beitrugen. Ganz egal in welchem Bereich – ob bei Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios oder auch Fresenius Vamed –, alle Geschäftsbereiche machten im Jahr 2019 bisher mehr Geschäfte als noch ein Jahr zuvor.

Aus der allgemein guten Entwicklung sticht derzeit Fresenius Vamed heraus. Hier realisiert Fresenius weltweit Projekte für Gesundheitseinrichtung aller Art – Entwicklung, Planung, schlüsselfertige Errichtung und Gesamtbetriebsführung. Das bereinigte Umsatzwachstum betrug in den ersten drei Quartalen stolze 28 %.

Für die unmittelbare Zukunft sieht Fresenius derzeit ganz besonders gute Chancen, bei der weiteren Konsolidierung des deutschen und spanischen Krankenhausmarktes aktiv zu werden und über Helios Spanien den Krankenhausmarkt in Lateinamerika zu erschließen. Neben dem erfreulichen Verlauf der ersten neun Monate stimmen mich genau diese Zukunftsaussichten positiv, nächstes Jahr eine erneute Dividendenerhöhung einzusacken.

Für Dividendenjäger lockt die nächste Dividendenerhöhung

Die Dividendenpolitik bei Fresenius sieht vor, 20 bis 25 % des Ergebnisses vor Sondereinflüssen an die Aktionäre auszuschütten. Im Jahr 2018 entfiel auf alle Fresenius-Aktionäre ein bereinigtes Ergebnis von 3,37 Euro pro Aktie. Die 0,80 Euro, die pro Fresenius-Aktie ausgeschüttet wurden, bedeuteten für das letzte Geschäftsjahr demnach eine Ausschüttungsquote von knapp 24 % – man kratzte also bereits letztes Jahr am selbst gewählten Ausschüttungsdeckel.

Da für das Gesamtjahr 2019 ein konstantes Ergebnis vor Sondereinflüssen erwartet wird, bleibt nicht sehr viel Raum für eine weitere Erhöhung der Dividende. Ich persönlich würde dennoch von einer kleinen, symbolischen Steigerung ausgehen. Erstens steht nach den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres bereits ein kleines Plus beim bereinigten Konzernergebnis. Zweitens würde ich davon ausgehen, dass die Fresenius-Verantwortlichen das einmalige Überschreiten der selbst gewählten Ausschüttungsbandbreite durchaus ernsthaft in Erwägung ziehen, um die Dividendensteigerungshistorie nicht zu durchbrechen.

Wenn wir also von einer Dividendenzahlung von 0,85 Euro je Fresenius-Aktie ausgehen, dann würde man Stand jetzt im nächsten Jahr eine Dividendenrendite von rund 1,8 % kassieren. Nicht schlecht für ein Unternehmen, das dafür nur 25 % des Konzernergebnisses ausschütten muss und in den kommenden Jahren sein Konzernergebnis gar um 5 bis 9 % pro Jahr steigern möchte.

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Sven besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.