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Dividendenperle Münchener Rück: Meilenstein in China – weiteres Wachstum voraus?

Foto: Getty Images

Die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) ist definitiv eine ganz spezielle in unserem heimischen Leitindex. Alleine die Dividendenhistorie mit über 50 Jahren an stets ungekürzten Dividenden gilt als ausnahmslos und besonders zuverlässig. An den zumindest stabilen und häufig auch wachsenden Ausschüttungen haben sich bereits ganze Generationen erfreut.

In den vergangenen Wochen und Monaten machte der Rückversicherer nun allerdings mit einem bemerkenswerten Wachstum auf sich aufmerksam. Alleine in diesem Jahr soll der operative Gewinn die Schwelle von 2,5 Mrd. Euro durchbrechen. Das ist einerseits mehr als bislang prognostiziert und andererseits auch ein ordentlicher Gewinnsprung im Vergleich zum Jahr 2018, wo dieser Wert noch bei 2,3 Mrd. Euro gelegen hat.

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Mit weiteren Maßnahmen versucht der Rückversicherer sein Wachstum auszubauen. So wie nun zu Beginn der aktuellen Woche, wo eine weitreichende Übereinkunft mit einem chinesischen Partner erzielt werden konnte.

Eintritt in den chinesischen Markt

Genauer gesagt war es nicht der Rückversicherer selbst, der einen Sprung ins Reich der Mitte geschafft hat, sondern die Direktversicherungstochter Ergo. Gemeinsam mit dem hiesigen Autobauer Great Wall werde man KFZ-Versicherungspolicen an Käufer von Automobilen verkaufen. Definitiv ein spannender Schritt.

Im Rahmen dieses Joint Ventures wird der Autobauer jedoch die Mehrheit von 51 % halten, während Ergo es auf den üblichen Minderheitsanteil von 49 % bringt. Nach einer Verhandlungsdauer von rund einem Jahr hat man sich zu diesem beeindruckenden Meilenstein entschlossen, ab dem ersten Quartal des kommenden Geschäftsjahres sollen die Verkäufe der Policen dann beginnen.

Die Münchener Rück beziehungsweise die Tochter Ergo wird hierbei die jeweiligen Versicherungsleistungen übernehmen, wodurch ein Millionenmarkt winken könnte. Great Wall ist zwar lediglich der sechsgrößte Automobilproduzent im Reich der Mitte mit einem Absatz von voraussichtlich 1,2 Mio. Automobilen in 2019 könnte hierbei dennoch ein neuer, großer Kundenkreis entstehen.

Zusätzlich zu den Automobilen wird die Ergo außerdem die Fabriken von Great Wall sowie die rund 1.000 Händler versicherungstechnisch abdecken. Auch das dürfte das Prämienvolumen der Münchener-Rück-Tochtergesellschaft daher ab dem kommenden Jahr deutlich anschieben.

Spannender Schritt in Wachstumsmarkt

Insgesamt dürfte sich dieser Schritt langfristig durchaus auszahlen. China wird schließlich auch aufgrund seines noch immer bestehenden Wirtschaftswachstums von über 6 % ein immer wichtigerer Global Player. Entsprechend handelt es sich hierbei um einen Wachstumsmarkt, den auch Versicherer und Rückversicherer besser nicht links liegen lassen sollten.

Speziell der Bereich der KFZ-Versicherungen könnte hierbei ein lukrativer Markt sein, denn immerhin handelt es sich auch bei der chinesischen Bevölkerung um häufig aufstrebende Personen. Entsprechend könnten die Zahlen der Automobilverkäufe hier in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter zunehmen, was auch für Versicherer zukünftig immer lukrativer werden dürfte.

Mit Great Wall hat die Ergo zwar keinen direkten, erstklassigen Partner abbekommen. Nichtsdestoweniger ist ein Absatz von 1,2 Mio. Automobilen pro Jahr definitiv ein interessanter Anfang, zumal man im Reich der Mitte auf Kooperationen mit Automobilhändlern angewiesen ist. Die meisten Versicherungspolicen werden in China stets mit dem Auto verkauft, entsprechend scheint ein nachhaltiger Markteintritt hier nur auf einem solchen Wege zu glücken.

Wachstum voraus? Ja, aber …

China könnte daher definitiv ein interessanter Wachstumsmarkt für die Münchener Rück und die Tochter Ergo werden. Zumindest langfristig. Auch wenn das Prämienvolumen durch diesen Markteintritt zunehmen könnte, wird der Erfolg und das Ergebnis- und Gewinnwachstum womöglich etwas auf sich warten lassen müssen.

Versicherer verdienen schließlich durch den Überschuss der Prämien und nicht durch die Prämien selbst, entsprechend könnte es hier möglicherweise dauern, bis sich die Tochter auf den chinesischen Markt eingegrovt hat. Und bis dieser Schritt sich zahlentechnisch effektiv im Konzernergebnis bemerkbar machen wird.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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