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Gelingt der Daimler-Aktie nach den Q3-2019-Zahlen jetzt die Wende?

Foto: Daimler AG

Die deutsche Autoindustrie hat derzeit keinen leichten Stand, obwohl sie zu den wichtigsten Bereichen der Wirtschaft gehört. So belasten beispielsweise seit 2015 die Folgen der Dieselabgasmanipulationen, die zunehmenden Zölle, der Konzernumbau in Richtung E-Autos, aber auch die mittlerweile schwächelnde Konjunktur.

Die Daimler (WKN: 710000)-Aktie ist deshalb seit dem Hoch 2015 bereits über 44 % gefallen (24.10.2019). Was alles nach dem dritten Quartal 2019 nun gegen Daimler spricht und welche Faktoren den Kurs dennoch stützen, erfährst du hier.

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1. Schwächerer Lkw-Absatz und Konjunktureintrübung

Lkws werden vor allem von Firmen gekauft, die wiederum ihre Ausgaben an die Konjunkturentwicklung anpassen. So investierten sie zuletzt weniger, weshalb Daimler 8 % weniger Trucks verkaufte. Dennoch stieg der Umsatz (aufgrund höherer Verkaufspreise) um 3 % und der operative Gewinn fiel mit 774 Mio. Euro weiterhin positiv aus. Die rückläufige Situation wird sich wahrscheinlich noch verstärken, denn auch der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal sank hier um über 28 %.

Regional und konzernweit betrachtet hat nur China mit –2 % geschwächelt. Hier registriert der Konzern den Konjunkturabschwung also derzeit am deutlichsten.

2. Bußgelder für Dieselfahrzeuge

Die manipulierten Dieselautos sind aktuell einer der großen Unsicherheitsfaktoren für die Daimler-Aktie. Denn niemand weiß genau, wie hoch die Rechnung am Ende ausfallen wird. Sie könnte jedoch in die Mrd. Euro gehen. Deshalb warnt der Vorstand schon jetzt, dass die gebuchten Rückstellungen eventuell nicht ausreichen könnten.

3. Hohe Investitionskosten für den Konzernumbau

Die Autoindustrie war schon immer kapitalintensiv und diese Entwicklung wird nun aufgrund des Konzernumbaus Richtung E-Autos weiter verstärkt. Die hohen Kosten drücken auf den Gewinn, ein Umstand der wiederum den Aktienkurs belastet. So plant Daimler bis 2030 für etwa 50 % aller verkauften Wagen einen elektrischen Antrieb.

Seit Jahresanfang 2019 liegt der Konzern mit seinem Ergebnis noch 54 % unter dem Vorjahr, obwohl der Umsatz um 4 % gestiegen ist. Aufgrund der vielen Belastungen wird nun auch im Gesamtjahr 2019 mit einem leichten Rückgang des operativen Gewinns gerechnet.

Aber dennoch gibt es auch Punkte, die für Daimler sprechen.

1. Weiter steigende Nachfrage

Trotz aller Belastungen konnte Daimler (in einem schwächeren Wirtschaftsumfeld) seinen Absatz im dritten Quartal um 6 % steigern. Dies ist am Ende und langfristig für die Konzernentwicklung sehr wichtig. So kletterte der Umsatz um 8 % und der Gewinn konnte leicht um 3 % verbessert werden. Das ist positiv.

Allein in der Autosparte stieg der Absatz sogar um 8 % und der operative Gewinn um 4 %. Ohne die vielen Sonderbelastungen stünde die Daimler-Aktie heute also sicherlich sehr viel höher. Die Van-Sparte konnte ihren Absatz um 10 % verbessern und erzielte ein operatives Ergebnis in Höhe von 113 Mio. Euro (Vorjahr: –93 Mio. Euro). Und auch das Bus-Segment verkaufte 16 % mehr Fahrzeuge und verbesserte das EBIT auf 79 Mio. Euro.

Die Finanzsparte Mobility konnte ihren operativen Gewinn weiter um 5 % steigern. Positiv ist zudem Daimlers operativer Cashflow in Höhe von 6,56 Mrd. Euro, der den Zahlungsmittelbestand stärkt.

2. Sparprogramm wird Gewinne steigern

Zwar wird der neue CEO Källenius erst im November 2019 seinen Daimler-Zukunftsplan vorlegen, aber aktuelle Aussagen wie „Wir müssen unsere Kosten deutlich reduzieren und den Cashflow konsequent stärken“ deuten schon jetzt auf massive Einsparungen in der Zukunft hin.

Die neue Konzernstruktur, die eine Art Holding vorzieht, erleichtert Daimler dabei die strategischen Entscheidungen und erhöht die Handlungsfreiheit. So werden derzeit bereits verlustreiche Modelle aussortiert. Das Ziel ist klar: Eine höhere Profitabilität und mehr Gewinn. Dies würde am Ende dem Aktienkurs zugutekommen und ist somit positiv.

3. Strategischer Investor und Partner

Mit der Beteiligung der chinesischen BAIC (WKN:A12GNY), die sich zu 5 % an Daimler beteiligt hat, gewann der Konzern einen strategischen Partner, der über die schwierigen kommenden Jahre hinweghelfen wird. Umgedreht profitiert Daimler so von einem besseren Zugang zum chinesischen Markt.

Foolishes Fazit

Daimler muss also auch noch über die kommende Zeit einige Belastungen abarbeiten. Langfristig ist jedoch von einer Normalisierung der Gewinne auszugehen. Zudem ist die Bewertung bei Kurs-Buchwert 0,9 (24.10.2019) derzeit günstig.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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