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Kapitalrückführungsmaschine Royal Dutch Shell: Was ist attraktiver – die üppige Dividende oder die Aktienrückkäufe?

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) gilt definitiv als eine der größeren Kapitalrückführungsmaschinen. Häufig im Fokus dieses Betrachtungswinkels ist jedoch lediglich die üppige und seit vielen Jahren und Jahrzehnten ungekürzte Dividende. Gewiss ein spannender Fokus, der nicht unberechtigt erscheint.

Nichtsdestoweniger kann der britisch-niederländische Konzern allerdings mehr als bloß Dividenden bezahlen. Immerhin kauft das Unternehmen seit geraumer Zeit in großem Stil wieder eigene Aktien zurück. In den vergangenen Wochen wurden hierbei neben den ansonsten üblichen A-Aktien auch wieder die B-Aktien eingesammelt. Ein beinahe historischer Schritt, denn immerhin standen diese Papiere seit vielen Jahren nicht mehr auf dem Einkaufszettel des Konzerns.

Aber welches Mittel der Kapitalrückführungen ist derzeit eigentlich attraktiver beziehungsweise effizienter? Eine spannende Frage, der wir uns im Folgenden mal ein wenig systematischer nähern wollen.

Die beiden Mechanismen im Überblick

Es dürfte für die meisten Investoren wohl kein Geheimnis mehr sein, welche Dividenden der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti aktuell ausschüttet. Seit vielen Quartalen belaufen sich die Dividenden schließlich bereits auf einen Wert von 0,47 US-Dollar. Auf das Gesamtjahr gerechnet sind hier bis einschließlich dem 22.10.2019 1,41 US-Dollar ausgeschüttet worden. Eine vierte Dividende kommt schließlich noch per Jahresende, gewissermaßen als Weihnachtsgeld.

Auch die Aktienrückkäufe können gegenwärtig eine beeindruckende Dimension vorweisen. Alleine seit Jahresanfang hat der Konzern hier bislang nämlich 253.800.000 A-Aktien zurückgekauft und eingezogen, sowie 11.500.000 B-Aktien. Wenn wir an dieser Stelle aus Vereinfachungszwecken einfach mal von einem durchschnittlichen Kursniveau von 25,00 Euro je Aktie ausgehen, können wir schnell feststellen, dass es sich hierbei um ein bislang gewaltiges Rückkaufvolumen von 6,632 Milliarden Euro handelt. Definitiv kein kleiner Betrag, den der Konzern hier nun für eigene Aktien ausgegeben hat.

Etwas mehr Kontext

Um nun allerdings zu überlegen, welche Maßnahme effektiver gewesen ist, lass uns diese Zahlen noch in einen anderen Kontext rücken. Nämlich den, was für Renditen beziehungsweise Effekte diese jeweiligen Maßnahmen im Endeffekt für die Investoren gebracht haben.

Natürlich können wir uns an dieser Stelle auch darüber unterhalten, dass Dividenden den Vorteil des regelmäßigen Einkommens und der freien Entscheidungsmöglichkeit für Investoren besitzen, während Aktienrückkäufe einen langfristigen Effekt durch die nachhaltige Reduktion der Anzahl ausstehender Aktien haben. Allerdings soll es heute eher darum gehen, welcher Schritt der Kapitalmaßnahmen derzeit effektiver ist.

Wenn wir uns die aktuelle Marktkapitalisierung von Royal Dutch Shell in Höhe von rund 207 Milliarden Euro ansehen, können wir ziemlich zügig feststellen, dass die bisher zurückgekauften Anteile in Höhe von 6,63 Milliarden Euro einem Anteil von 3,2 % entsprechen. Sprich, jeder Investor hält nun einen Anteil an dem Konzern, der um diesen Prozentsatz größer ist. Entsprechend können wir ebenfalls erwarten, dass die Ergebnisse und das Zahlenwerk, das auf jede einzelne Aktie entfällt, um diesen Anteil höher sind.

Die Dividenden in den ersten neun Monaten entsprächen bei einem geschätzt durchschnittlichen Kursniveau von 25,00 Euro (gleicher Wert wie der der Aktienrückkäufe) hingegen einer Dividendenrendite von bislang 5,08 %. Zwei durchaus spannende Zahlen, die aktuell allerdings noch eine Sache sehr deutlich unterstreichen.

Die Dividende bleibt der Trumpf!

Wie wir daher absolut wie relativ feststellen können, bleibt die Dividende aus Sicht der aktuellen Renditen der größte Kapitalrückführungsmechanismus. In unserem leicht theoretischen und sehr vereinfachten Vergleich bringen es die Ausschüttungen noch immer auf eine deutlich höhere Rendite für die Investoren. Ein Fokus, der in Anbetracht der bisherigen Historie durchaus sinnvoll erscheint.

Nichtsdestoweniger sollten Investoren auch die Aktienrückkäufe nicht aus den Augen verlieren. In diesem Jahr wurden immerhin eigene Aktien in einem Umfang von in etwa 3 % zurückgekauft, was definitiv nicht unwesentlich ist. Auch damit kann der britisch-niederländische Konzern unterm Strich seine Renditen für die Investoren deutlich steigern.

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Offenlegung: Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.