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Warum Aurora Cannabis und Canopy Growth auf den Anbau von Cannabis im Freien setzen

Foto: Getty Images

Jeder kanadische Cannabisproduzent unter der Sonne hat sich in den letzten Jahren hektisch bemüht, die Produktionskapazität zu erhöhen. Diese Anstrengungen beinhalteten üblicherweise Investitionen in Gewächshäuser oder künstlich beleuchtete Innenräume, die in der Lage waren, beträchtliche Cannabismengen zu kultivieren.

Die beiden größten Cannabisproduzenten nach Marktkapitalisierung, Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) und Canopy Growth (WKN:A140QA), stehen dank des Baus riesiger Indoor-Anlagen auch bei der Produktionskapazität an der Spitze. Jetzt aber setzen sowohl Aurora als auch Canopy auf die Outdoor-Produktion. Das ist eine Wette, die sich auszahlen könnte.

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Aufbruch ins Freie

Aurora gab im Juli bekannt, dass es von Health Canada Lizenzen für zwei Freilandkulturen erhalten hat. Aurora Valley ist eine 207 acre große Outdoor-Hanfanlage in Westwold, British Columbia. Aurora Eau ist eine kleinere, 21.000 Quadratfuß große Außenanlage in Lachute, Quebec.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung erklärte Aurora, dass in Aurora Eau bereits Cannabis gepflanzt wurde, wobei die Pflanzung bald auch in der Außenanlage von Aurora Valley beginnen werde. Aurora stellte letzte Woche einen Bericht zur Verfügung und teilte mit, dass die ersten Ernten an beiden Outdoor-Standorten im Gange sind.

Canopy Growth startete sogar noch schneller. Das Unternehmen gab im Juni bekannt, dass es von Health Canada eine Lizenz zum Anbau von Cannabis im Freien im Norden von Saskatchewan erhalten habe. Canopy sagte, dass der Außenbereich 7 Millionen Quadratfuß umfasste.

Dies war nicht Canopys erster Outdoor-Vorstoß. Das Unternehmen besitzt eine riesige Outdoor-Operation auf über 5000 acres, die für den Hanfanbau bestimmt ist. Canopy plant, sich auf die Erfahrungen zu verlassen, die es mit dem Hanfanbau gemacht hat, um seinen Ansatz für den Anbau von Cannabis im Freien zu verbessern.

Warum das ein kluger Schachzug ist

Cannabis, das in Innenräumen oder in Gewächshäusern angebaut wird, gilt in der Regel als hochwertiger im Vergleich zu Cannabis, das im Freien angebaut wird. Das liegt vor allem daran, dass Cannabiskulturen im Freien stärker mit Pestiziden behandelt werden müssen, um Insektenbefall zu vermeiden.

Sowohl Aurora als auch Canopy planen, sich weiterhin hauptsächlich auf den Anbau von Gewächshaus- und Indoor-Hanf zu konzentrieren. Die Umstellung auf die Outdoor-Produktion ist jedoch aus einem wichtigen Grund ein kluger Schritt dieser Unternehmen: das erwartete Wachstum des Cannabis-2.0-Marktes in Kanada, der bald eröffnet wird.

Der Cannabis-2.0-Markt wird den Verkauf von Cannabis-Derivaten wie Getränken, Lebensmitteln und Vapes ermöglichen. Diese derivativen Produkte werden mit Cannabinoiden, vor allem CBD und THC, angereichert. Die Cannabinoide werden aus Cannabispflanzen gewonnen, so dass es aus Sicht der Kunden keine Rolle spielt, ob diese Pflanzen in einem Gewächshaus oder im Freien angebaut werden.

Was aber zählt, sind die Kosten. Der Anbau von Cannabis im Freien ist deutlich günstiger als der Anbau von Pflanzen in einem Gewächshaus oder in einer Indoor-Anlage. Canopy Growth benannte dies als einen wichtigen Faktor bei seiner Entscheidung, Cannabis im Freien anzubauen, und stellte fest, dass die Außenanlage es dem Unternehmen ermöglichen würde, „höhere Margen zu erzielen, als es mit Inputs aus Innen- und Gewächshausanlagen möglich ist, die für die Herstellung hochwertiger Blütenprodukte optimiert sind“.

Darüber hinaus ist der Anbau von Cannabis im Freien umweltfreundlicher als andere Ansätze. Cam Battley, Chief Corporate Officer von Aurora, erwähnte diesen Aspekt des Fokus auf den Outdoor-Anbau während der Telefonkonferenz im vierten Quartal letzten Monat. Battley erklärte, dass die Forschung an den neuen Außenanlagen von Aurora „eine wichtige Arbeit ist, die getan werden muss, um beim Cannabisanbau nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zu gewährleisten, die entwickelt werden, um sowohl unsere Umwelt als auch unsere Verbraucher weltweit zu schützen“.

Lohnt sich das auch?

Die Investition in Marihuana-Aktien hat sich bisher eher auf das Umsatzwachstum als auf die Gewinne konzentriert. Das ändert sich jedoch. Rendite, oder zumindest ein klarer Weg zur Erreichung der Rendite, ist für Marihuana-Aktien bereits viel wichtiger geworden.

Die Managementteams von Aurora und Canopy erkennen diese sich verändernde Dynamik. Cannabis im Freien anzubauen war eine der wichtigsten Entscheidungen der Unternehmen. Wir sollten uns nicht wundern, wenn diese Bemühungen letztendlich beiden Aktien Auftrieb geben, da der Cannabis-2.0-Markt im nächsten Jahr anläuft. Höhere Margen führen zu kürzeren Wartezeiten, um die Gewinnzone zu erreichen.

Wenn Aurora und Canopy höhere Margen auf dem Cannabis-2.0-Markt erzielen können als ihre Konkurrenten, lohnt sich die Suche nach anderen Unternehmen, die in ihre Fußstapfen treten. Vielleicht zieht es bald alle kanadischen Cannabisproduzenten mit ihren Pflanzen ins Freie.

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Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 10.10.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.

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