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Warum Wirecard den DAX auch weiterhin outperformen kann

Foto: Wirecard AG

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: der durchschnittlichen DAX-Performance-Rendite von ca. 7,8 % jährlich ist die Rendite von Wirecard (WKN:747206) mittlerweile deutlich enteilt.

Anleger, die im Jahr 2000 Wirecard-Anteile für 17,80 Euro zeichneten, können sich in der Zwischenzeit über ein Kurszuwachs von ca. 124 Euro pro Aktie freuen. Bei einem Kurs von aktuell circa 142 Euro (am 9. Oktober 2019) hat sich die Aktie somit mittlerweile circa verachtfacht.

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Auf Sicht von zehn Jahren beträgt das Plus stolze 1.612 %, und hier sind Wirecard-Dividenden nicht einmal berücksichtigt. Noch deutlicher wird die Entwicklung, wenn man beachtet, dass im DAX-Performanceindex Dividenden enthalten sind und diese wiederangelegt wurden. Der DAX-Performanceindex ist dabei der bekannteste DAX-Index.

Wird Wirecard auch in Zukunft outperformen?

Zugegeben, ein Blick in die Vergangenheit sagt noch lange nichts über die Zukunft aus. Doch gibt es eine Reihe von Faktoren, die eine weitere Out-Performance von Wirecard wahrscheinlich machen. Zum einen ist da die beachtliche Plattform, die Wirecard mittlerweile geschaffen hat.

In regelmäßigen Abständen werden zudem neue Partnerschaften vermeldet. Zuletzt ließen unter anderem die Zusammenarbeit mit Aldi und die strategische Partnerschaft mit SoftBank sowie mit Union Pay aufhorchen.

Durch die zügig wachsende Plattform erhöht sich auch das Transaktionsvolumen rapide. Zum Halbjahr 2019 stieg dieses auf 77,3 Mrd. Euro an und somit um +37,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Das macht Wirecard so stark

Das sowohl im DAX als auch im TecDAX notierte Unternehmen profitiert dabei stark vom boomenden Onlinehandel. Konsumenten wandern zunehmend vom stationären Handel ab und hin zum mobilen Einkauf (über das Smartphone). Wirecard verarbeitet und akzeptiert dabei für unterschiedliche Händler die Zahlungen. Das Unternehmen aus Aschheim bietet darüber hinaus eine eigene Analyse der Daten, Risk Management, eine eigene Mobile-Banking-App sowie Loyalitätsprogramme und sogar Call-Center-Aktivitäten an.

Zudem verfügt Wirecard über eine Vollbanklizenz. Die Kunden, zu denen unter anderem Schwergewichte wie SAP oder auch Visa, Mastercard und IKEA zählen, sollen dabei von einer geringeren Anzahl an Zahlungsausfällen und einem besseren Überblick über das Konsumverhalten der Konsumenten profitieren.

Die Perspektiven

Obwohl Wirecard bereits beachtliche Umsätze erzielt, steckt der Gesamtmarkt für Mobile Payments nach Aussagen des CEOs Braun noch immer in den Kinderschuhen. Viele Unternehmen aus dem DAX sehen sich schrumpfenden Märkten der „Old Economy“ ausgesetzt.

Ganz anders Wirecard: Der Zahlungsdienstleister profitiert gleich von mehreren Megatrends. So wird die Digitalisierung immer mehr Einzug in unser Leben erhalten.

Wirecard bearbeitet einen beachtlichen Markt. Bis 2025 soll der Umsatz von Wirecard dadurch nach Unternehmensangaben so auf über 12 Milliarden Euro steigen. Zur Einordnung: für 2019 schätzen Experten die Umsatzerlöse auf 2,68 Milliarden Euro.

Die Bewertung

Wirecard wächst schnell und rechnet auch zukünftig mit kräftigen Zuwächsen. So konnte der Konzernumsatz zum Halbjahr um über 36 % zulegen, ähnlich stark wuchs auch das Betriebsergebnis EBITDA. Beeindruckend ist zudem auch das Free-Cashflow-Wachstum mit annähernd +50 % in 2019.

Bis 2025 soll sich der Umsatz auf über 12 Milliarden Euro erhöhen und das EBITDA dabei über 3,8 Milliarden Euro betragen. Bisher war auf die Planungen Verlass, Wirecard konnte die Prognosen stets erfüllen. Natürlich geht dieses Wachstum auch am Aktienkurs nicht spurlos vorbei.

Bei einem Kurs von aktuell ca. 144 Euro ist die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von ungefähr 33 für das laufende Jahr bewertet. Das Umsatz-Multiple auf den Börsenwert von Wirecard beträgt dabei das ca. Sechsfache.

Fazit

Während viele Unternehmen (Autobauer, Versorger) aus dem DAX vor schwierigen Zeiten stehen, scheint Wirecard ganz im Gegensatz dazu goldenen Zeiten entgegen zu blicken. Gleichzeitig ist die Aktie wohl (noch) nicht überbewertet. Bei Wachstumsraten von annähernd 40 % ist ein KGV von ca. 25 für das kommende Jahr ebenfalls wohl nicht zu teuer, insbesondere auch im Vergleich mit der Peergroup.

Im Jahr 2020 sollen das Transaktionsvolumen schließlich auf mehr als 230 Mrd. Euro wachsen und die Umsatzerlöse auf über 3,2 Mrd. Euro zulegen. Und diese Ziele sind, geht es nach CEO Markus Braun, konservativ formuliert. Noch ein deutliches Stück größer dürften wohl die Pläne für 2025 sein.

Gelingt es Wirecard, dieses Tempo aufrecht zu erhalten, könnte das historische KGV, das bei etwa 40 liegt, wieder aufgerufen werden. Der Aktienkurs könnte entsprechend nachziehen. Selbst, wenn dies nicht geschieht, könnte bei konstanter Bewertung und 40 % Wachstum der Kurs in gleicher Höhe zulegen.

Zieht man hiervon noch eine üppige Sicherheitsmarge ab, kann Wirecard theoretisch trotzdem die historische jährliche Rendite des DAX von 8 % schlagen.

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Yannick Barth besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Mastercard und Visa. The Motley Fool empfiehlt SoftBank.

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