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Hohe Dividendenrendite von über 9 %: Die Freenet-Aktie lockt zum Einstieg für Einkommensinvestoren

Foto: Getty Images

Für Einkommensinvestoren spielt sie durchaus eine große Rolle. Die Rede ist von der Dividendenrendite, aus der man schnell entnehmen kann, ob bei einem Unternehmen mit einer hohen oder niedrigen Zahlung zu rechnen ist.

Aber Vorsicht: Eine recht hohe Dividendenrendite ist meistens kein Qualitätsmerkmal, sondern kann zum Beispiel durch einen stark gefallenen Aktienkurs zustande kommen. Und dieser fällt ja meistens nicht ohne Grund. Das kann unter Umständen bedeuten, dass der entsprechende Konzern vielleicht in eine Schieflage geraten ist oder anderweitig unter Druck steht.

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Schön zu erkennen ist dies derzeit bei Tabakkonzernen. Die Aktien von Unternehmen wie etwa Altria (WKN:200417) oder British American Tobacco (WKN:916018) sind aufgrund von anhaltenden Problemen der Branche stark zurückgekommen und weisen nun sehr hohe Dividendenrenditen auf.

Man sollte also vor einer Investition in einen Hochdividendenwert genau überprüfen, wie es um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens steht. Denn was nützt einem die schönste Dividende, wenn sie schon nächstes Jahr nicht mehr gezahlt wird.

Wir schauen uns heute deshalb mit Freenet (WKN:A0Z2ZZ) einen MDAX-Wert an, der im Moment über 9 % Dividendenrendite bietet, und versuchen herauszufinden, ob er für Dividendenjäger interessant sein könnte.

Freenet kurz vorgestellt

Als „Digital Lifestyle Provider“ bezeichnet sich Freenet auf seiner Internetseite. Und das trifft es ziemlich genau, denn Freenet bietet seinen rund 13 Mio. Kunden innovative Produkte rund um das digitale Leben an. Man kann hier grundsätzlich zwei Segmente unterscheiden.

Im Segment Mobilfunk werden Mobilfunkdienstleistungen und Produkte rund um den Mobilfunkvertrag vermarktet. Und das Geschäftsmodell für das Segment TV und Medien besteht aus der Bereitstellung und Übertragung von medialen Inhalten. Mir gefällt hier, dass Freenet somit zwei Standbeine hat, die nicht unbedingt voneinander abhängig sind.

Wie sicher ist die Dividende?

Mit Blick auf die Dividende sehen wir bei Freenet bezogen auf die letzte Ausschüttung eine aktuelle Dividendenrendite von 9,11 %. Das sieht natürlich auf den ersten Blick verlockend aus, doch sollte man hier bedenken, dass der Konzern für das Geschäftsjahr 2018 bei einem Ergebnis je Aktie (EPS) von 1,74 Euro eine Dividende in Höhe von 1,65 Euro für seine Aktionäre spendiert hat.

Dies bedeutet, dass Freenet fast den gesamten Gewinn an seine Anteilseigner ausgeschüttet hat. Sollten die Geschäfte also womöglich einmal nicht so gut laufen, wird man eine Dividende in dieser Höhe wohl kaum aufrechterhalten können. Das klingt zwar ärgerlich, doch wer jetzt einsteigt, kommt selbst bei einer Dividendenkürzung von 50 % immer noch auf eine Dividendenrendite von rund 4,5 %.

Schauen wir auf die Aktie

Obwohl Freenet im zweiten Quartal an die stabile Entwicklung des Vorquartals anknüpfen konnte, hat die Aktie davon kaum profitiert. Dies liegt aber wahrscheinlich zum einen an dem weiter eskalierenden Konflikt mit dem Schweizer Telekomkonzern Sunrise, an dem Freenet mit knapp 25 % beteiligt ist, und zum anderen an negativen Analystenmeinungen.

Im August wurde die Freenet-Aktie von acht Analysten wie folgt eingeschätzt: Immerhin von drei Experten wird die Aktie als Kauf eingestuft, von einem wird empfohlen das Papier zu halten. Doch vier Analysten empfehlen, die Aktie von Freenet zu verkaufen.

Mit 18,10 Euro (20.09.2019) notieren die Freenet-Aktien derzeit 15,7 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Aber wenn man davon ausgeht, dass die Streitigkeiten mit Sunrise doch noch ein gutes Ende nehmen werden, und weiterhin zur Kenntnis nimmt, dass es auch beim Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2019 eine Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 gab, kann man eventuell auch wieder von einem steigenden Kurs bei Freenet ausgehen.

Und wer weiß, vielleicht werden dann ja doch noch Investorenträume wahr, und man streicht hier nicht nur satte Kursgewinne ein, sondern auch noch eine üppige Dividende.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von British American Tobacco. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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