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Gazprom vs. BASF: Welche Dividendenperle jetzt attraktiver ist!

Die Aktien von Gazprom (WKN: 903276) und BASF (WKN: BASF11) sind beide bewertungstechnisch keine sonderliche Wucht. Natürlich, die Aktien der beiden großen, zyklischen Konzerne haben sich zuletzt durchaus konträr entwickelt, wirkliche Zuversicht scheinen beide Bewertungsniveaus allerdings noch immer nicht auszudrücken.

Doch welches dieser beiden interessanten, günstigen und dividendenstarken Papiere ist momentan attraktiver? Welches möglicherweise chancenreicher? Interessante Fragen, die durchaus unsere Aufmerksamkeit verdient haben. Und die in einem kleinen, Foolishen Faktencheck mit Sicherheit einigermaßen schnell beantwortet werden können.

Der Blick auf die aktuelle Bewertung

Wie dir als regelmäßigem Leser unserer Seite bestimmt bewusst ist, werden beide Papiere aktuell durchaus preiswert bewertet. Die Aktie von BASF kam im vergangenen Geschäftsjahr auf einen Gewinn in Höhe von 5,12 Euro. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 66,12 Euro (16.09.2019, maßgeblich für alle Kurse) entspräche das einem durchaus preiswerten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,9.

Ein Bewertungsniveau, das Gazprom allerdings noch immer unterbieten kann. Beim russischen Erdgaskonzern belief sich der 2018er-Gewinn je Aktie nämlich auf 65,89 Russische Rubel, was bei einem derzeitigen Kursniveau von 233,00 Russischen Rubeln einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 3,53 entsprechen würde. Um es daher ganz klar zu formulieren: Die Gazprom-Aktie wird gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis momentan deutlich preiswerter bewertet.

Zudem kommt der russische Energieriese aktuell auch auf eine höhere Dividendenrendite. Bei einer zuletzt gezahlten Dividende in Höhe von 16,61 Russischen Rubeln, die zudem lediglich einem Ausschüttungsverhältnis von rund 25 % entsprochen haben, käme die Gazprom-Aktie aktuell auf eine Dividendenrendite von 7,12 %. BASF hat im vergangenen Jahr hingegen eine Dividende in Höhe von 3,20 Euro ausgeschüttet, was beim aktuellen Kursniveau einer Dividendenrendite von 4,83 % entsprechen würde. Der Punkt für die günstigere Bewertung geht somit eindeutig an die Gazprom-Aktie, allerdings könnte es natürlich durchaus plausible Gründe für einen solchen Bewertungsabschlag geben.

Risiken, Chancen, Aussichten?!

Speziell bei russischen Aktien bleiben viele Investoren nämlich immer ein wenig skeptisch, weil von Russland möglicherweise ein gewisses Staatenrisiko ausgeht. Russland galt, zumindest in der Vergangenheit, als politisch nicht sonderlich stabil, was einige Anleger mit einer vermeintlich gesunden Portion Vorsicht quittierten.

Nichtsdestoweniger scheinen BASF und Gazprom relativ ähnliche Probleme zu haben. Mal abgesehen vom politischen Risiko sind nämlich sowohl der Chemiebereich als auch der Rohstoffbereich stark konjunkturabhängig. In Zeiten des Handelskonfliktes zwischen China und den USA sowie genereller konjunktureller Sorgen könnte es somit aktuell für beide Konzerne ein wenig besser laufen.

Bei Gazprom scheint sich die Stimmung derzeit ein wenig aufzuhellen. Zwar ist das Großprojekt Nord Stream 2 immer wieder eine negative Schlagzeile wert, was den politischen Gegenwind gegen das Projekt anbelangt. Allerdings besitzt der Energiekonzern mit zwei Pipelines nach China und in die Türkei zwei weitere wegweisende Großprojekte, die ohne große Gegenwehr realisiert werden dürften. Gründe für einen solch krassen Bewertungsabschlag scheint es daher eigentlich nicht zu geben, zumal beide Konzerne, wie gesagt, die nachlassende Konjunktur zu spüren bekommen.

Gazprom-Aktie: Eine interessante Option!

In meinen Augen scheint daher die Gazprom-Aktie eine durchaus spannende Option zu sein. Sicher, auch die Aktie von BASF ist aktuell fundamental preiswert bewertet und könnte eine interessante, dividendenstarke Möglichkeit sein. Allerdings ist die Gazprom-Aktie noch preiswerter und noch dividendenstärker, weshalb man hier durchaus einen Blick riskieren könnte.

Das konjunkturelle Risiko ist auch hier vorhanden sowie ein gewisses politisches, allerdings könnte das mehr als eingepreist in diese durchaus preiswerte Bewertung sein. Vielleicht hat daher die Gazprom-Aktie zumindest einen Platz auf so mancher Watchlist von Value- oder Einkommensinvestoren verdient.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatzwachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internethändler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.