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MDAX-Wert mit Potenzial: Fraport freut sich erneut über höhere Passagierzahlen

Es ist schon seltsam. Wenn man heutzutage die Nachrichten verfolgt, kommt man sich manchmal vor wie in einer anderen Welt. Früher wurde gegen die Atomkraft gekämpft und jetzt finden sich im Schlepptau der Klimaschützer tatsächlich Demonstranten vor der IAA ein, um eine Front gegen Kraftfahrzeuge zu bilden. Und wenn es nach ihnen geht, soll möglichst auch das Flugzeug kaum noch genutzt werden.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Leute lassen sich nicht vom Fliegen abhalten und Flugzeuge kommen sogar immer häufiger zum Einsatz. Davon kann natürlich unser Flughafenbetreiber Fraport (WKN: 577330) stark profitieren. Und wer glaubt, die Tätigkeiten des Konzerns beschränken sich hauptsächlich auf den Betrieb des Frankfurter Flughafens, irrt sich gewaltig.

Rund um den Globus ist Fraport an insgesamt 26 Flughäfen beteiligt, wo das Unternehmen Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb bereitstellt. Und gerade im Ausland sind die Wachstumsraten beim Passagieraufkommen weiterhin recht hoch. Schauen wir uns die Fraport AG also einmal genauer an, um zu erfahren, welches Potenzial womöglich in der Aktie steckt.

Passagierzahlen steigen

Aus dem Monatsbericht zur Verkehrsentwicklung, den die Fraport AG am 13.09.2019 veröffentlicht hat, kann man entnehmen, dass es eine überwiegend positive Entwicklung an den internationalen Konzernflughäfen gab.

Ziehen wir eine kurze Bilanz. Am Frankfurter Flughafen wurden im August gut 6,9 Mio. Passagiere abgefertigt. Das waren über 118.000 Passagiere mehr als im August des Vorjahres, was einer Steigerung von 1,7 % entspricht. Seit 34 Monaten hält damit die Phase des Wachstums am Flughafen Frankfurt bereits an.

Aber es ging noch besser. In Slowenien, am Flughafen Ljubljana, waren es mit 211.431 Passagieren 4,5 % mehr Fluggäste und in Peru am Flughafen Lima stieg die Zahl der Passagiere um 6,6 % auf gut 2,18 Mio. an. Spitzenreiter war allerdings der Flughafen Antalya in der Türkei, wo sich mit fast 5,6 Mio. Fluggästen das Passagieraufkommen um 13,7 % erhöhte.

Aber es gibt auch zwei Sorgenkinder. Da wäre zum einen Brasilien, wo aufgrund der Insolvenz der brasilianischen Airline Avianca Brasil und einer langsameren Konjunkturentwicklung die beiden Airports Fortaleza und Porto Alegre mit knapp 1,26 Mio. Passagieren ein Minus von 3,8 % hinnehmen mussten. Am meisten büßten allerdings mit einem Minus von 9,0 % die beiden bulgarischen Flughäfen Burgas und Varna ein.

Doch die beiden Ausreißer Brasilien und Bulgarien können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Passagieraufkommen insgesamt recht erfreulich entwickelt hat.

Fraport ist auf Kurs

Dass sich die Fraport AG weiterhin auf Wachstumskurs befindet, sieht man auch an den Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal 2019, die bereits am 07.08.2019 bekannt gegeben wurden. Beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) gab es einen Zuwachs von 8,5 % und beim Konzernergebnis sogar eine Steigerung von 13,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Und weil sich das Muster bei Reisen ändert, ist Matthias Zieschang, der Finanzvorstand von Fraport, ziemlich optimistisch, dass trotz einer möglichen Rezession die Passagierzahlen weiter wachsen werden. Kurzreisen an Wochenenden seien zusätzlich zu dem üblichen zweiwöchigen Urlaub immer stärker nachgefragt, und außerdem nehme auch durch die wachsende Zuwanderung der Heimreiseverkehr zu.

Auch gebe es durch die aktuelle Nullzinsphase keinen Anreiz zum Sparen mehr, und die Leute geben auch deshalb wieder mehr Geld für Reisen aus. Konkret sagte Zieschang: „Vielleicht werden die Wachstumsraten etwas niedriger, aber wir sehen keinen Abbruch des Trends.“

Schauen wir auf die Aktie

Bei der Fraport-Aktie sehen wir dieses Jahr ein durchaus positives Bild. Sie kann zwar nicht mit MDAX-Überfliegern wie Dialog Semiconductor (WKN: 927200) oder Puma (WKN: 696960) mithalten, doch seit dem ersten Handelstag im Januar 2019 ist ihr Kurs bis heute immerhin um 22,8 % auf aktuell 76,18 Euro (13.09.2019) angestiegen.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von derzeit 16,78 ist sie recht moderat bewertet und bietet zudem, bezogen auf die letzte Ausschüttung, eine Dividendenrendite von 2,63 %. Das scheint auf den ersten Blick vielleicht nicht gleich für jeden eine attraktive Anfangsrendite zu sein, man sollte aber bedenken, dass Fraport dieses Jahr seine Ausschüttung um über 30 % angehoben hat. Und sollte der Konzern wie geplant auf Wachstumskurs bleiben, winken hier ja möglicherweise noch weitere Erhöhungen.

Ich denke, die Fraport-Aktie könnte aufgrund ihrer weiterhin guten Aussichten sowohl für mittelfristige Investoren und wegen ihrer Dividendenpolitik durchaus auch für Einkommensinvestoren einen Blick wert sein.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.