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Ist Bristol-Myers Squibb ein Kauf?

Foto: Getty Images

Bristol-Myers Squibb (WKN: 850501) hat kein besonders tolles Jahr. Die Aktie des Pharmariesen hat den größten Teil des Jahres 2019 im roten Bereich verbracht. Viele Investoren waren mit der Entscheidung zur Übernahme von Celgene (WKN: 881244) nicht zufrieden. Und BMS hat einige Enttäuschungen in der klinischen Studie für sein Blockbuster-Krebsmittel Opdivo erlebt.

Aber ist Bristol-Myers Squibb überhaupt eine gute Wahl für langfristig aufgestellte Investoren? Schauen wir uns doch mal das Positive wie auch das Negative bei dieser Aktie an.

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Warum sollte man BMS kaufen?

Wachstum und Dividende. Das sind die beiden Gründe, warum man überhaupt über den Kauf von BMS-Aktien nachdenken sollte. Die Sache mit der Dividende ist dabei leichter zu erklären. Die Dividendenrendite von Bristol-Myers Squibb liegt derzeit bei über 3,4 %. Der Pharmazeut verwendet nur 43 % seiner Einnahmen zur Finanzierung des Dividendenprogramms, sodass diese Dividenden weiter fließen sollten.

Unterschätze bloß nicht die Bedeutung der Dividende. In den letzten zehn Jahren ist der Aktienkurs von BMS um fast 120 % gestiegen. Aber die Gesamtrendite in diesem Zeitraum lag dank der Dividende bei über 200 %.

Bristol-Myers Squibb hat sicherlich die nötige Durchhaltekraft, um in Zukunft ein solides Wachstum zu erzielen. Der Marktforscher EvaluatePharma hat die Medikamente, die seiner Meinung nach die größten Blockbuster des Jahres 2024 sein werden, bewertet; BMS belegte mit Eliquis auf Platz 3 und Opdivo auf Platz 4 zwei der ersten fünf Plätze.

Darüber hinaus hat BMS mehrere weitere Medikamente in seinem Sortiment, die eine solide Umsatzentwicklung zeigen. Das Medikament gegen Autoimmunerkrankungen Orencia und die Krebsimmuntherapie Yervoy generieren weiterhin ein starkes Umsatzwachstum. Der derzeit vielversprechendste Kandidat des Unternehmens ist das Multiple-Myelom-Medikament Empliciti.

Die Übernahme von Celgene verändert die Wachstumsdynamik für BMS tatsächlich. Celgenes Revlimid gilt bereits als eines der meistverkauften Medikamente der Welt und die Umsätze steigen weiter. Das Multiple-Myelom-Medikament Pomalyst und das Krebsmedikament Abraxane sind zwei weitere große Gewinner für Celgene.

Aber es ist die Pipeline von Celgene, die das Biotech für BMS so attraktiv gemacht hat. Celgene könnte fünf neue Blockbuster haben, die entweder kürzlich zugelassen wurden oder eine gute Chance haben, in naher Zukunft die Zulassung zu gewinnen: Fedratinib, Ozanimod, Liso-Cel, bb2121 und Luspatercept.

Warum man die Finger von BMS lassen sollte

Investitionen in Pharmaaktien bergen mehrere Risiken, aber keines ist größer als die Gefahr, dass es bei den klinischen Studien Probleme gibt und Wettbewerber auf den Plan treten. Diese großen Risiken sind die Hauptgründe, warum man die Finger von Bristol-Myers Squibb lassen sollte.

Wie bereits erwähnt, hatte BMS bereits 2019 klinische Rückschläge erlitten. Das Unternehmen gab im Juli bekannt, dass Teil 2 der späten klinischen Studie Checkmate-227, in der Opdivo in Kombination mit Chemotherapie als Erstlinienbehandlung untersucht wurde, das Ziel nicht erreicht habe. Ein Großteil des Erfolgs des Unternehmens hängt vom Erfolg von Opdivo in seinen klinischen Studien ab.

Die Übernahme von Celgene erhöht das Pipelinerisiko von Bristol-Myers Squibb. Im vergangenen Jahr wurde Celgene von EvaluatePharma aufgrund seiner Abhängigkeit von Pipelinekandidaten, um Wachstum zu generieren, als das riskanteste der großen Biotechs auf dem Markt eingestuft. Sollte eines der vielversprechenden Medikamente von Celgene nicht die Zulassung erhalten, wäre das ein schwerer Schlag für BMS.

Der Kauf von Celgene könnte auch die Anfälligkeit von BMS hinsichtlich Bedrohungen durch Wettbewerber erhöhen. Revlimid steht ab 2023 in begrenztem Umfang im Wettbewerb mit Generika. Das Medikament macht derzeit über 60 % des Gesamtumsatzes von Celgene aus.

Auch Bristol-Myers Squibb hat viel Konkurrenz für sein Topprodukt. Keytruda von Merck hat Opdivo im Bereich Immuntherapien gegen Krebs in den Hintergrund gedrängt. Andere neue Krebsmedikamente könnten ebenfalls einen Teil des Marktanteils von Opdivo erobern.

Kaufen oder nicht?

Ist Bristol-Myers Squibb also eher ein Kauf oder nicht? Meiner Meinung nach ist die Aktie eine gute Wahl für Investoren mit einer langfristigen Perspektive.

Mir gefallen die Aussichten auf die Zulassung der Medikamente, die BMS mit der Übernahme von Celgene gewinnen wird. Ich gehe davon aus, dass Revlimid auch in den nächsten zehn Jahren noch starke Umsätze generieren wird, selbst bei Konkurrenz durch generische Versionen des Medikaments.

Mit Opdivo, Eliquis und dem Beitrag der Medikamente von Celgene denke ich, dass BMS ein Gewinnwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erzielen könnte. Hinzu kommt die starke Dividende – und BMS sollte damit in der Lage sein, den Investoren langfristig eine schöne Gesamtrendite zu bieten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Celgene. Keith Speights besitzt Aktien von Celgene. Dieser Artikel erschien am 7.9.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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