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Deutsche Euroshop vs. Fresenius: Welche Dividendenperle ich jetzt eher kaufen würde

Die Aktien von Fresenius (WKN: 578560) und der Deutschen Euroshop (WKN: 748020) werden beide häufig als Dividendenperlen bezeichnet. Beide zahlen, so die gängige Lesart, regelmäßige und insbesondere verlässliche Dividenden aus. Beide können, kleiner Spoiler vorab, ebenfalls durchaus als preiswert bezeichnet werden.

Doch welche Aktie besitzt momentan die besseren Dividendenvorzüge und sollte daher von Einkommensinvestoren bevorzugt werden? Eine spannende Frage, die nach einer Foolishen Antwort schreit.

Das bietet aktuell die Deutsche Euroshop

Eine erste Aktie, die hierbei in die Vollen gehen kann, ist die der Deutschen Euroshop. Die Beteiligungsgesellschaft, die ausschließlich in Shoppingcentren investiert, hat in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 1,50 Euro je Aktie ausgeschüttet. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 24,50 Euro (11.09.2019, maßgeblich für alle Kurse) entspräche das einer Dividendenrendite von netten 6,12 %. Gar nicht mal verkehrt.

Zudem gilt die Aktie der Deutschen Euroshop als gleichermaßen zuverlässig. Seitdem das Papier nämlich an der Börse gelistet ist, was in etwa im Jahr 2002 gewesen ist, zahlt das Immobilienunternehmen stets zumindest eine konstante Dividende an die Investoren aus, die zudem bereits zehnmal erhöht worden ist. Innerhalb der vergangenen Jahre haben sich hier Wachstumsraten von 0,05 Euro als Regelmäßigkeit erwiesen. Ein Tempo, das möglicherweise so weitergehen könnte.

Auch für die kommenden zwei Jahre plant die Deutsche Euroshop nämlich, die eigenen Ausschüttungen jeweils um weitere 0,05 Euro anzuheben, wodurch die Ausschüttung in 2021 bereits 1,60 Euro betragen würde, was wiederum einer Dividendenrendite von 6,53 % entsprechen würde. In den kommenden zwei Jahren können Dividendenjäger hier daher weit über 6 % Dividendenrendite abgreifen.

Zudem scheint die aktuelle Dividende hier noch immer sehr nachhaltig zu sein. Zwar wächst die Deutsche Euroshop aktuell nicht sonderlich stark, was vornehmlich mit hohen Immobilienpreisen und wenig Möglichkeiten, das eigene Portfolio ansprechend zu erweitern, begründet wird. Allerdings konnte das Unternehmen dennoch für das vergangene Geschäftsjahr 2018 Funds from Operations in Höhe von 2,43 Euro vorweisen, wodurch sich das aktuelle Ausschüttungsverhältnis auf knapp 62 % belaufen würde. Weiteren Erhöhungen scheint entsprechend wenig im Wege zu stehen.

Fresenius als einziger Adelsvertreter mit gewaltigem Aber

Fresenius kann im Gegenzug einen etwas anderen, aber prinzipiell doch ziemlich ähnlichen Mix präsentieren. Der Gesundheitskonzern ist bislang nämlich noch immer Deutschlands einziger Dividendenaristokrat, sprich eine Aktie, die seit mehr als 25 Jahren in Folge konsequent die eigene Ausschüttung jedes Jahr erhöht hat. Konstanz und moderates Wachstum wird hier daher groß geschrieben.

Dennoch bietet Fresenius eine vergleichsweise viel geringere Dividende. Für das vergangene Geschäftsjahr 2018 zahlte der Gesundheitskonzern nämlich lediglich eine Dividende in Höhe von 0,80 Euro an die Investoren aus, was bei einem derzeitigen Kursniveau von 45,51 Euro einer Dividendenrendite von 1,75 % entsprechen würde.

Im Gegenzug ist hier jedoch auch die Ausschüttungsquote vergleichsweise gering. Bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,65 Euro kommt der Gesundheitskonzern lediglich auf einen Wert in Höhe von knapp 22 %. Ich würde grundsätzlich sagen, dass das Spielraum für weitere, ja sogar drastische Erhöhungen rechtfertigen würde, allerdings sind die Ausschüttungsquoten bei dem Gesundheitskonzern in der Vergangenheit stets ähnlich niedrig gewesen.

Trotz aller Dividendenstabilität, Konstanz und ja, auch Wachstum, bleibt der Gesundheitskonzern daher eher ein vergleichsweise geringer Ausschütter. Hier müssen Investoren daher schon einige Jahre warten und sich das Ausschüttungswachstum entfalten lassen, bis in dieser Aktie üppige Dividendenrenditen schlummern.

Wer die Wahl hat …

Wenn ich mich daher momentan entscheiden müsste, fiele meine Wahl als Einkommensinvestor auf die Aktie der Deutschen Euroshop. Mit einer Dividendenrendite von über 6 % ist die Beteiligungsgesellschaft momentan preiswert bewertet, zudem werden auch hier die Dividenden voraussichtlich weiter stabil gehalten sowie in den kommenden Jahren sogar noch wachsen. Das ist in meinen Augen daher ein interessanter, renditestarker Mix.

Fresenius ist ebenfalls interessant und günstig bewertet, keine Frage, allerdings spielt die Ausschüttung hier eher eine untergeordnete Rolle. In der Vergangenheit sind hier zwar bedingt durch das Dividendenwachstum hohe und sogar zweistellige Dividendenrenditen möglich gewesen, da der Gesundheitskonzern allerdings auch einen gewissen Reifegrad erreicht hat, dürfte hier das Wachstum der Ausschüttungen inzwischen eher moderaterer Natur sein.

Wer daher Dividende in Reinkultur sucht, wäre daher besser bei dem Immobilienunternehmen aufgehoben. Der Gesundheitskonzern kann hingegen ebenfalls einen Blick wert sein, nicht jedoch, wenn man in den kommenden Jahren hohe Ausschüttungen erzielen möchte.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatzwachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internethändler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Vincent besitzt Aktien der Deutschen Euroshop und von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Deutsche Euroshop und Fresenius.