The Motley Fool

Es ist ganz egal, welches Marktsegment am besten abschneidet

Welches Marktsegment – europäische Nebenwerte, Technologieaktien aus den USA oder gar eine andere Gruppe von Aktien – wird künftig besser abschneiden als ein anderes Marktsegment? Die Diskussionen um diese – für mich eher unnötige – Frage, beginnen meist mit dem Vergleich der vergangenen Segment-Performance. Die Schlussfolgerungen aus diesen historischen Vergleichen fallen dann aber sehr unterschiedlich aus.

Einige sind überzeugt, die Performance wird sich irgendwann wieder umkehren. Schlechter gelaufene Marktsegmente in Zukunft also wieder besser laufen. Andere sind der Auffassung, die Trends der Vergangenheit setzen sich in der Zukunft fort.

Für beide dieser Prognosen lassen sich natürlich schlüssige Erläuterungen finden. Garantien für die eine oder andere Entwicklung gibt es dabei aber nicht. Denn auch hier gilt: Die vergangene Entwicklung von Wertpapieren ist kein zuverlässiger Indikator für deren künftige Entwicklung.

Die Zeit, die man mit der Eingangsfrage verbringt, ist an andere Stelle wohl auch deutlich besser investiert. Das gilt sowohl für aktive Investoren, die nach den besten Einzelaktien Ausschau halten, als auch für passive Investoren, die auf breite Indizes setzen.

Wenn man passiv investieren möchte, dann gilt in meinen Augen ein einfacher Grundsatz: je passiver desto besser. Daher dürfte für passive Investoren ein Index, welcher die ganze Welt abbildet, am besten geeignet sein. Alle Gedanken darüber, welcher Art von Unternehmen oder welchen Ländern eine rosigere Zukunft bevorstehen könnten, kann man so ohne schlechtes Gewissen zur Seite schieben.

Aktiven Aktieninvestoren kann die Frage nach dem aussichtsreichsten Marktsegment ebenso egal sein. Denn beim Investieren in Einzelaktien kann man auch dann gewinnen, wenn man auf ein Unternehmen aus der Verlierergruppe setzt. Umgekehrt natürlich aber auch verlieren, wenn man das falsche Unternehmen aus dem richtigen Marktsegment herausgepickt hat. Letztlich geht es auf lange Sicht nur darum, ob ein Unternehmen die Erwartungen des Marktes übertreffen kann, oder diese enttäuscht.

Wenn ich dennoch wetten müsste, welche Gruppierung von Unternehmen eine andere Gruppierung schlagen würde, dann würde ich eher auf kleinere und unbekanntere Unternehmen setzen und eher weniger auf riesige und berühmte.
Das hört sich nun sehr einfach an. Das große Problem dabei ist aber die viel größere Anzahl kleinerer börsennotierte Unternehmen im Vergleich zu den größeren.

In Deutschland zählen wir beispielsweise 30 sehr berühmte DAX-Unternehmen. Aber auch 60 weniger bekannte MDAX-Unternehmen und weitere 70 oftmals unbekannte SDAX-Unternehmen. In den regulierten Marktsegmenten Prime, General und Scale gibt es nochmals 243 börsennotierte Unternehmen, die sich nicht einmal in einem der bekannten Indizes tummeln.

Also, auch wenn das Potential von kleineren, unbekannteren Unternehmen am Aktienmarkt möglicherweise höher sein mag, macht es uns die größere Auswahl wiederum schwerer, tatsächlich einen Gewinner herauszufischen.

Als Stock Picker sollten wir daher selbst weniger Zeit damit verbringen, die Performance einzelner Marktsegmente zu prognostizieren, sondern mehr Zeit damit, nach den Unternehmen zu suchen, die den Markt möglichst lange positiv überraschen könnten.


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