The Motley Fool
Werbung

Lufthansa-Aktie auf 2-Jahres-Tief: Einsteigen oder aussteigen?

Foto: The Motley Fool

Noch vor einem Jahr sah es so aus, als könnte sich die Lufthansa (WKN: 823212) als der große Profiteur der Konsolidierung der deutschen Luftfahrtbranche etablieren. Nach der Übernahme großer Teile der insolventen Air Berlin sah es zunächst so aus, als würde alles nach Plan verlaufen. Denn durch die Übernahme konnte man die eigene Flotte günstig vergrößern und verhindern, dass ein Mitbewerber davon profitiert.

Aus diesem Traum ist nichts geworden und die Lufthansa-Aktie ist das wohl am niedrigsten bewertete DAX-Mitglied, wenn man das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) betrachtet, da sich der Kurs innerhalb der letzten sechs Monate fast halbiert hat. Beim aktuellen Kurs von nur noch 14,02 Euro (Stand 30.08.2019) liegt das KGV nur noch bei 3,06, wenn man den Gewinn je Aktie von 4,58 Euro des letzten Geschäftsjahres als Grundlage verwendet.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Die große Frage ist nun, ob die Aktie wirklich so günstig bewertet ist, wie es den Anschein hat.

Steigende Kosten belasten den Gewinn

Ein Blick in den letzten Quartalsbericht zeigt, dass die Lufthansa mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat, was die Ticketpreise betrifft. Die Zahl der Passagiere ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3 % gestiegen. Der Umsatz ist ebenfalls um 3 % gestiegen, was dafür spricht, dass zumindest der Umsatz je Passagier stabil gehalten werden konnte. Auf den ersten Blick scheint die Reise also in die richtige Richtung zu gehen, wären da nicht die steigenden Kosten. Diese sind um 7 % angestiegen, was den Gewinn empfindlich getroffen hat.

Die Lufthansa hat also Schwierigkeiten, steigende Kosten an die Passagiere weiterzugeben, was in direkter Verbindung mit dem intensiven Wettbewerb in der europäischen Luftfahrtbranche steht. Steigende Ticketpreise lassen sich nur schwer durchsetzen, wenn die Konkurrenz nicht mitzieht, da die Passagiere wenig markentreu sind.

Das hat dazu geführt, dass im ersten Halbjahr aus einem Gewinn von 713 Mio. Euro, wie er im Vorjahreszeitraum ausgewiesen werden konnte, ein Verlust von 116 Mio. Euro geworden ist.

Die direkte Konsequenz dieser verheerenden Zahlen ist, dass die Prognose deutlich gesenkt werden musste. Generell wird nur eine sehr unkonkrete Prognose in Form einer adjustierten EBIT-Marge kommuniziert, in der weder Steuern noch einige einmalige Belastungen berücksichtigt werden. Erwartet wird nun eine adjustierte EBIT-Marge zwischen 5,5 und 6,5 %, was gegenüber den 2,4 % des  ersten Halbjahres eine erhebliche Verbesserung wäre. Gleichzeitig wird der Gewinn aber auch deutlich unter dem Wert des Vorjahres bleiben, in dem noch eine Marge von 7,9 % erreicht wurde.

Dividende belastet die Finanzen

Die wegbrechenden Gewinne könnten zu kaum einem schlechteren Zeitpunkt kommen, denn die Nettoverschuldung ist bereits heute verhältnismäßig hoch und die Branche ist auf enorme Investitionen in neue Flugzeuge angewiesen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Neue Flugzeuge tragen in der Regel dazu bei, die Betriebskosten zu verringern, da diese sparsamer arbeiten als ältere Modelle. Würde man nun auf die Erneuerung der Flotte verzichten, würde man der Konkurrenz automatisch einen Kostenvorteil gewähren.

Ende Juni lag die Nettokreditverschuldung des Konzerns aber bereits bei 6,2 Mrd. Euro. Das ist eine dramatische Verschlechterung gegenüber dem Start des Jahres, als der Wert noch bei 3,5 Mrd. Euro lag. Einen wesentlichen Anteil an dieser katastrophalen Entwicklung hat der wegbrechende Gewinn, doch auch die Dividendenzahlung von knapp über 400 Mio. Euro hat der Bilanz nicht gerade geholfen, da der Konzern im ersten Halbjahr nicht profitabel gearbeitet hat.

Nun bleibt also nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass die zweite Jahreshälfte deutlich besser verläuft und steigende Gewinne mit sich bringt, die den Verlust des ersten Quartals ausgleichen können.

Unsere Top-Aktie für das Jahr 2021

Es gibt ein Unternehmen, dessen Name zurzeit bei den Analysten von The Motley Fool sehr, sehr häufig fällt. Es ist für uns DIE Top-Investition für das Jahr 2021.

Du könntest ebenfalls davon profitieren. Dafür muss man zunächst alles über dieses einzigartige Unternehmen wissen. Deshalb haben wir jetzt einen kostenlosen Spezialreport zusammengestellt, der dieses Unternehmen detailliert vorstellt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Wo du jetzt 1.000 EUR investieren kannst

Anlage-Experte Bernd Schmid von Stock Advisor Deutschland hat soeben seine 5 Top Aktien veröffentlicht, in die du seiner Meinung nach jetzt investieren kannst. Immerhin schlägt Stock Advisor Deutschland den Markt um den Faktor 3.

Tausende von Anlegern vertrauen deshalb bereits seinen Aktien-Empfehlungen, von denen sich viele bereits verdoppelt, verdreifacht oder sogar vervielfacht haben. Plus: 6 Monate nutzen, nur 3 Monate zahlen.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!