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Ansichten eines Fools: Man sollte sich nicht abschrecken lassen, wenn der Dow einbricht

Am Freitag, den 23. August, fiel der Dow Jones Industrial Average (WKN:969420) um 623 Punkte und reagierte negativ auf eine weitere Runde von Eskalationen im Handelsstreit zwischen den USA und China.

Verschiedene Nachrichtenquellen meldeten, dass der Rückgang ein großer Einbruch war, und schürten Befürchtungen, dass ein längerfristiger Absturz des Marktes unmittelbar vor der Tür stehen könnte.

Dennoch erscheinen die Bedenken darüber, wie sich Aktien auf lange Sicht entwickeln werden, übertrieben, wenn man sich die Bewegungen des Dow-Punktestandes ansieht. Das liegt daran, dass die lange Geschichte des Dow und der stetige Anstieg über mehr als ein Jahrhundert den Index so weit nach oben getrieben haben, dass das, was früher wie monumentale Bewegungen klang, jetzt vielmehr Trippelschritte sind.

Die Situation vom Freitag ist ein gutes Beispiel dafür. Der Rückgang um 623 Punkte war die 17. größte Abwärtsbewegung im Durchschnitt in seiner Geschichte. Allerdings entsprach das nur einer prozentualen Veränderung von 2,37 %. Das war die kleinste prozentuale Bewegung unter den 20 größten Punktabnahmen des Dow.

Aus dieser Perspektive lässt sich aus dem folgenden Diagramm ersehen, wie die großen Bewegungen im Laufe der Zeit an Bedeutung verloren haben.

DATENQUELLE: S&P DOW JONES INDIZES. DIAGRAMM AUTOR.

Der Börsenkrach von 1987 war der stärkste eintägige Rückgang sowohl in Punkt- als auch in Prozentangaben zu diesem Zeitpunkt. Doch der Rückgang um 508 Punkte zählt nicht mehr zu den größten Abstürzen des Dow. Der 685-Punkte-Einbruch an der Börse nach dem 11. September war ein größerer Punktabsturz, machte aber nur etwa ein Drittel der prozentualen Bewegung aus, und der schlimmste Tag der Finanzkrise 2008 erreichte nicht einmal den prozentualen Rückgang von 2001, obwohl er fast 100 Punkte größer war. Bis 2018 war selbst ein Rückgang um 1.175 Punkte ein deutlich geringerer prozentualer Anstieg.

Große Punkteabstürze im Dow machen große Schlagzeilen, aber sie werden mit der Zeit viel weniger wichtig. Indem man sich stattdessen auf prozentuale Veränderungen konzentriert, kann man die Perspektive behalten, wie sehr sich der Aktienmarkt bewegt.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 26.08.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.