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3 Risiken der Tesla-Aktie, die eigentlich gar keine sind

Foto: The Motley Fool

Die Aktie von Tesla (WKN: A1CX3T) hat im laufenden Jahr knapp ein Drittel an Marktwert verloren (Stand: 30.08.2019). Und doch: So schlecht, wie der Aktienkursverlauf vermuten lässt, geht es dem Elektroautopionier gar nicht.

Im zweiten Quartal konnte Tesla Rekordauslieferungen verbuchen, 614 Mio. Dollar an freiem Cashflow scheffeln und frisches Geld von Investoren einsammeln. Die Nachfrage nach den Fahrzeugen, vor allem nach dem Massenmarktmodell Model 3, ist weiter ungebrochen hoch, und die Marke Tesla gewinnt einer aktuellen Untersuchung zufolge stark an Ansehen.

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In diesem Zusammenhang möchte ich dir heute drei „Risiken“ aufzeigen, die der Tesla-Aktie meiner Meinung nach fälschlicherweise angehängt werden.

1. Die Konkurrenz macht ernst

Eines der am häufigsten zitierten Argumente gegen Tesla ist, dass die Konkurrenz rund um BMW (WKN: 519000), Daimler (WKN: 710000) und Volkswagen (WKN: 766403) Tesla in Nullkommanix eingeholt hat, sobald sie mal richtig anfängt. Nur … wann ist es denn so weit?

Die ersten Modelle der deutschen Autobauer, namentlich der Mercedes EQC und der Audi e-tron, sind weit davon entfernt, Teslas Fahrzeugen hinsichtlich der technischen Daten und des Preis-Leistungs-Verhältnisses das Wasser reichen zu können. Hinzu kommt, dass beide Premiumautos sind – dabei spielt die Musik in niedrigeren Preisklassen.

Auch in Zukunft sollte Tesla seinen Vorsprung halten können: Junge Ingenieure, die motiviert sind, in Sachen Elektromobilität etwas zu bewegen, dürften lieber zum Spezialisten in dieser Sache gehen. Außerdem ist Tesla nicht von jahrzehntealten Geschäftsbeziehungen mit Zulieferern abhängig, sondern macht oft kurzerhand einfach alles selbst – das bedeutet zwar einen hohen Kapitalbedarf, doch diese vertikale Integration trägt ihre Früchte in Form besserer Fahrzeuge.

Aus all diesen Gründen dürfte die Mär von der aufholenden Konkurrenz für die nächsten Jahre genau das bleiben: eine Mär.

2. Der Handelsstreit würgt das China-Geschäft ab

Gibt es schlechte Nachrichten im Handelsstreit, zieht das fast ausnahmslos alle Aktien mit runter. Die von Tesla leidet, so kommt es mir vor, meist besonders stark, da sie ohnehin von einer hohen Volatilität geprägt ist.

Dabei dürften Tesla-Aktionäre einer weiteren Eskalation des Handelsstreits recht gelassen gegenüberstehen: In wenigen Wochen dürften die ersten Autos in Teslas neuer China-Fabrik vom Band rollen. Ab dann umgeht Tesla die Importzölle auf US-Automobile, die China erhoben hat und die die Autos des Unternehmens in China momentan um einiges teurer machen.

Allgemein scheint die chinesische Regierung Teslas Avancen in ihrem Markt sehr positiv gegenüberzustehen: Tesla darf seine China-Fabrik als erster Hersteller vollständig selbst betreiben, ohne ein Joint Venture mit einem chinesischen Hersteller eingehen zu müssen.

Vor wenigen Tagen gab es dann auch noch die Meldung, dass Tesla-Fahrzeuge in China ab sofort von einer 10-%-Steuer ausgenommen sind, die ansonsten bei so gut wie allen Autoverkäufen erhoben wird. Das ermöglicht Tesla entweder das Durchsetzen höherer Preise oder aber das Abgreifen von deutlich mehr Nachfrage.

Diese Faktoren sollten dafür sagen, dass Teslas China-Geschäft in den nächsten Quartalen ordentlich durch die Decke geht, anstatt einzubrechen.

3. Tesla wird nie Geld verdienen

Schließlich das absolute Totschlagargument in jeder Diskussion um die Tesla-Aktie: Das Unternehmen hat noch kein Geschäftsjahr mit einem Gewinn abschließen können. Warum um alles in der Welt sollte sich das in Zukunft ändern, wenn der Preisdruck auf das Unternehmen langfristig nur zunehmen wird?

Nun, zunächst müssen wir unterscheiden zwischen Gewinn und freiem Cashflow. Bei der Betrachtung von Gewinn oder Verlust werden Dinge wie Wertminderungen durch Abschreibungen eingerechnet, denen keine echten Ausgaben gegenüberstehen. Dafür finden sich Anschaffungen von Produktionsmaschinen und Gebäuden hier nicht wieder.

Um die Überlebenschancen eines jungen Unternehmens zu beurteilen, ist der freie Cashflow besser geeignet, da er nur die Ausgaben berücksichtigt, die tatsächlich zu einer Bewegung auf dem Girokonto geführt haben.

Der freie Cashflow der letzten zwölf Monate (Trailing Twelve Months, TTM) von Tesla lag zuletzt bei … 1,36 Mrd. Dollar. Ja, richtig gehört: Tesla hat in den letzten zwölf Monaten nicht Geld verbrannt, sondern jede Menge davon gescheffelt! Finanztransaktionen wie Kapitalerhöhungen zählen übrigens nicht zum freien Cashflow dazu.

Effizienzsteigerungen in der Produktion und generelle Skalenvorteile beim Wachstum sollten dafür sorgen, dass Tesla auch in Zukunft regelmäßig einen positiven freien Cashflow erreicht und somit unabhängig von Geldgebern wird.

Foolishes Fazit

Die Tesla-Aktie ist keineswegs ein risikofreies Papier, doch man sollte ihm keine Risiken anhängen, die eigentlich gar keine sind. Die rasant aufholende Konkurrenz, der Handelsstreit und das angebliche „Verbrennen“ von Geld fallen in genau diese Kategorie.

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Christoph besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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