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2 Dividendenaktien, die mehr als 4 % Dividendenrendite bieten und zu den sichersten Aktien in Deutschland gehören

Als Dividendeninvestor braucht man neben klassischen Dividendenwachstumswerten auch eine gewisse Auswahl an hoch rentierlichen Dividendenaktien. Solche Werte gibt es im deutschen Kapitalmarkt nur in einem überschaubaren Maß, besonders wenn man auf das Risiko achtet.

Beim Risiko spreche ich von der Marktkapitalisierung. Kleinere Unternehmen verbergen oftmals ein höheres Dividendenrisiko, das besonders langfristig orientierte Investoren schwer treffen kann.

Im Folgenden werden wir einmal zwei Aktien der scheinbar sicheren Kategorie vorstellen, die aktuell eine Dividendenrendite von mehr als 4 % bieten. Hierbei handelt es sich um die Deutsche Telekom (WKN: 555750) sowie um den Chemietitanen BASF (WKN: BASF11).

Deutsche Telekom – 4,6 % Dividendenrendite

Die Deutsche Telekom gehört schon seit einiger Zeit zu den größten Dividendenaktien in Deutschland. Auch langfristig gesehen gehört der führende deutsche Telekommunikationsanbieter zu den solidesten Dividendenaktien, die sich ein Fool vorstellen kann. So wurden in den letzten 20 Jahren 18 Dividenden gezahlt. Insgesamt gab es drei Kürzungen und acht Jahre, in denen die Dividende stabil auf Vorjahresniveau geblieben ist.

Auch gemessen an der Dividendenrendite belegt die Deutsche Telekom eine Spitzenposition am deutschen Kapitalmarkt. Gezahlt wurde für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 0,70 Euro, was einer Dividendenrendite von 4,6 % entspricht (Xetra-Schlusskurs am 30.8.19 von 15,18 Euro).

Langfristig möchte die Deutsche Telekom die Dividende weiter steigern. Zielwert ist hier der bereinigte Gewinn je Aktie, an dessen Ausschüttung sich die Dividendenzahlung orientiert. Dieser lag im Geschäftsjahr 2018 bei 0,96 Euro und soll bis zum Jahr 2021 auf einen Wert von 1,21 Euro gesteigert werden.

BASF – 5,3 % Dividendenrendite

Die BASF-Aktie gehört zu den Aktien, die aktuell Wachstum mit einer hohen Dividendenrendite vereinen. Für das Geschäftsjahr 2018 wurde am 3. Mai 2019 dem Vorschlag der Zahlung einer Dividende von 3,20 Euro zugestimmt. Gemessen am Xetra-Schlusskurs von 60,18 Euro (Stand: 30.8.19) errechnet sich eine Dividendenrendite von satten 5,3 %.

Historisch gesehen ist die Aktie des in Ludwigshafen ansässigen Chemieriesen ein Dividendengarant. So wurde die Dividende in den letzten 20 Jahren niemals ausgesetzt. Weiter wurden von den 20 Dividendenzahlungen nur drei Zahlungen auf Vorjahreshöhe belassen. Bemerkenswert ist auch, dass es nur zwei Dividendenkürzungen gab, von denen eine Reduzierung auf eine Sonderausschüttung zurückzuführen ist. Die Dividendenpolitik der BASF ist ein erklärtes finanzielles Ziel, das vorsieht, die Dividende jährlich zu erhöhen – basierend auf einen starken Free Cashflow.

Zuletzt hat sich der Ausblick der BASF-Gruppe im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2018 getroffenen Umsatz- und Ergebnisprognosen deutlich verschlechtert. Aufgrund der sich eintrübenden Konjunktur wird nunmehr mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet bei einem deutlichen Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von bis zu 30 %. Dennoch steht das Management zu seiner aktionärsfreundlichen Politik und möchte die Dividende perspektivisch weiter anheben.

Fazit

Sicherere und gleichzeitig hohe Dividenden zu bekommen ist in der Tat eine Seltenheit geworden. Die Unternehmen Deutsche Telekom und BASF könnten hiervon eine Ausnahme darstellen. Beide Aktien bieten aktuell hohe Dividendenrenditen von 4 bis 5 %. Die Dividenden könnten auch im nächsten Jahr gehalten oder erhöht werden.

Gemessen an der Dividendenhistorie stellt sich die BASF-Aktie als die bessere Wahl dar. Die Wachstumsraten bei den Dividendenerhöhungen waren allerdings in den letzten Jahren deutlich schwächer ausgeprägt.

In einem früheren Dividendenduell der zwei DAX-Aktien ging die Deutsche Telekom noch als knapper Sieger aus dem Vergleich hervor. Hauptgrund war hier die unsichere Zukunft der BASF, die sich aufgrund einer drohenden Abkühlung der Wirtschaft auftun könnte.

Das letzte Statement des BASF-Managements zur Dividendenerhöhung könnte das Duell jedoch wieder etwas ausgeglichener erscheinen lassen. Dennoch bleibt das Geschäft Chemie von Natur aus etwas volatiler als das der Telekommunikation. Als langfristiger Anleger sollte man jedoch beide Aktien nicht aus den Augen verlieren.

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Frank Seehawer besitzt Aktien der BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.