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Was soll all der Wirecard-Rating-Anleihe-Heckmeck?!

Foto: Getty Images

Wenn es das eine Thema gibt, das die mediale Berichterstattung im Kontext der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie beherrscht, sind es gewiss die vielen, vielen Partnerschaften, die der innovative Zahlungsdienstleister vorweisen kann. Auch in dieser Woche gab es diesbezüglich viel zu berichten, was den operativen Ausbau des digitalen Zahlungsabwicklers voranbringt.

In den letzten Tagen schlichen sich allerdings auch Meldungen rund um eine Anleihe und um ein Rating der Agentur Moody’s in den Dunstkreis der Berichterstattung ein. Möglicherweise bist du aktuell maximal verwirrt, was das Was und das Warum dieser Nachricht angeht. Daher lass uns im Folgenden einmal versuchen, ein wenig Licht ins Dunkel dieses Kapitels zu bringen.

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Das nette Wörtchen Was

Doch bevor es um das Warum geht, lass uns zunächst lieber einen Blick auf das Was werfen. Wie mehrere Medien derzeit berichten, steht der Aschheimer DAX-Konzern wohl unmittelbar davor, eine Anleihe auf den Markt zu geben. Bis zu 500 Mio. Euro möchte Wirecard hierbei wohl einnehmen und wurde in diesem Kontext nun von der Rating-Agentur Moody’s ordentlich auf den Kopf gestellt.

Glücklicherweise befinden wir uns schon an einem wichtigen Ende dieser aktuellen Entwicklung, denn Wirecard hat nun als Unternehmen ein Baa3-Rating abbekommen, was gängigen Berichten nach ein begehrtes Rating für ein Unternehmen sei. Denn nach den Kategorien handele es sich hierbei um ein eher stabiles Investment-Rating, was für einen langjährigen Anlagehorizont bei einer Anleihe durchaus wichtig sei.

Wie die Analysten zudem betonten, sei der Ausblick bei Wirecard stabil. Zudem bescheinigten die Profis dem innovativen Zahlungsdienstleister eine führende Rolle insbesondere im europäischen und asiatischen Markt sowie eine starke Cashflow-Entwicklung, ein starkes Wachstum und eine gesunde Performance beim EBITDA. Huiuiui.

Wirecard wurde in diesem Rating auch kennzahlenbasiert einmal etwas genauer auf den Prüfstand gestellt. So belaufen sich die liquiden Mittel auf 1,7 Mrd. Euro plus die 900 Mio. Euro, die der SoftBank-Deal über kurz oder lang einspielen werde. Demgegenüber stehen Schulden in Höhe von 1,6 Mrd. Euro, was zunächst wie eine sehr ausgeglichene Bilanz erscheint.

Das schürt die Frage nach dem Warum

Viele Blogs, Foren und Wirecard-Beobachter fragen deshalb nicht ganz zu Unrecht, was der innovative Zahlungsdienstleister denn überhaupt mit den finanziellen Mitteln aus der Anleihe bewirken möchte. Sofern man schließlich Schulden abbezahlen will, könne das auch aus den liquiden Mitteln getätigt werden. Dazu bräuchte man eigentlich keine Anleihe. So weit, so schlüssig, so weit, so klar.

Auch ich bin gegenwärtig ein wenig am Rätselraten, was dieser Schritt nun bezwecken soll, allerdings mach ich mir um das Warum langfristig keine größeren Gedanken. Denn ich bin mir sicher, dass das Management mit diesem Schritt einen Zweck verfolgt, den wir vielleicht noch nicht sehen oder erahnen können.

Vielleicht ist der Zweck allerdings auch, dass man einfach mal demonstrieren wollte, was man denn bislang so vorweisen kann. Die aktuellen Anleihepläne haben schließlich für ein gewisses Interesse gesorgt, nicht zuletzt von dieser bekannten Ratinggesellschaft, die Wirecard nun Investment-Qualität bescheinigt hat.

Eine Neuigkeit, die nach der Causa Wirecard und Co. vielleicht auch einfach temporär dazu dienen soll, die operative Stärke dieses innovativen Zahlungsdienstleister zu betonen, der beinahe Tag für Tag mit prominenten Neuigkeiten im Kontext des Wachstums auf sich aufmerksam machen kann.

Anleihe nicht entscheidend

Letztlich wird die Anleihe daher nicht sonderlich kriegsentscheidend oder wichtig für die Wirecard-Aktie sein. Der innovative Zahlungsdienstleister überzeugt mit einer ausgeglichenen Bilanz und wird nun voraussichtlich weitere 500 Mio. über eine Anleihe einnehmen können, wobei noch fraglich erscheint, was der Zweck dieses Schrittes ist.

Der positive Nebeneffekt ist allerdings schon heute klar: Wirecard konnte durch das Rating einmal mehr seine Qualitäten unter Beweis stellen und mit einer positiven Neuigkeit die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Vielleicht handelt es sich hierbei bereits um einen großen Teil der Magie dieser Meldung.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Moody's. The Motley Fool empfiehlt SoftBank Group.

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