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BASF-Aktie: So schnell kann’s gehen (und 1 Mrd. Euro sind erlöst)

Foto: Getty Images

Zack, so schnell kann es manchmal gehen. Vor einigen Wochen haben wir uns noch angesehen, welche Konzernanteile bei BASF (WKN: BASF11) in den kommenden Wochen, Monaten, ja möglicherweise auch Quartalen veräußert werden könnten, da vermeldet der Ludwigshafener Chemiekonzern bereits einen ersten Vollzug.

Lass uns im Folgenden daher einen Foolishen Blick auf diesen spannenden Schritt des DAX-Schwergewichts werfen und ihn ein kleines bisschen genauer einordnen. Denn, kleiner Spoiler vorab, dieser Deal dürfte wohl nicht der einzige in naher oder ferner Zukunft bleiben.

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Dieser Bereich hat nun einen Abnehmer gefunden

Wie inzwischen durchgesickert ist, steht BASF wohl vor dem Verkauf seiner Pigmentsparte. Bei dem Käufer handelt es sich, wie wir ebenfalls bereits vor einigen Tagen spekuliert haben, um Dic, eine Tochtergesellschaft von Sun Chemical, die wohl 985 Mio. Euro für diesen Zukauf bezahlen möchte. Ein spannender Schritt in einem weiter kriselnden Jahr, der die derzeitige Spesenkasse von BASF jedoch um einen ansehnlichen Betrag auffüllen dürfte.

Bekannt geworden ist diese Übereinkunft durch eine Pflichtmitteilung an die japanischen Börsen seitens der Japaner. Aller Voraussicht nach werde dieser Deal bis Ende des Jahres 2020 unter Dach und Fach gebracht worden sein, zumindest, wenn die Wettbewerbsbehörden mitspielen.

BASF hatte diesen Bereich übrigens bereits vor zwei Jahren ausgegliedert und zuletzt erzielte man in diesem Segment einen Umsatz von ca. 1 Mrd. Euro. Nichtsdestoweniger scheint der DAX-Chemiekonzern hierin einen schwächeren und eher unprofitablen Bereich zu sehen, von dem man sich nun trennen konnte.

Weitere Verkäufe sind über kurz oder lang wahrscheinlich

Der Pigmentbereich ist allerdings nicht der einzige Geschäftsbereich, von dem sich die Ludwigshafener trennen möchten. Bereits seit einiger Zeit prüfe der Konzern strategische Optionen im Bauchemiebereich, was nicht weniger heißt, als dass man auch hier nach einer Lösung sucht, die nicht selten in einem Verkauf enden wird.

Mit diesem Segment wird der Chemiekonzern wohl aller Voraussicht nach einen Verkaufspreis von 3 Mrd. Euro erzielen können, was natürlich ein gewaltigerer Verkaufsvorgang sein dürfte. Nichtsdestoweniger war auch der Pigmentbereich natürlich ein Umsatzbringer, der künftig kompensiert werden möchte.

Insgesamt scheint das BASF-Management aktuell darum bemüht, den eigenen Konzern neu auszurichten und sich auf die stärkeren Segmente zu konzentrieren, während man die kleineren und womöglich unwirtschaftlichen Bereiche abgibt. Eine neue Ausrichtung, die künftig Sinn machen könnte, denn auch wenn man hierdurch weniger diversifiziert im Produktportfolio ist, könnte das durchaus die Profitabilität des Konzerns steigern, sodass aus den bisherigen Umsätzen unterm Strich mehr übrig bleibt.

Hier werden noch weitere Schlagzeilen folgen

Investoren sollten daher damit rechnen, dass im Kontext der Verkäufe von Konzernbereichen weitere Neuigkeiten folgen werden. Mit der Bauchemiesparte steht wohl ein weiterer Bereich zum Verkauf, für das Pigmentgeschäft hat BASF nun mit DIC einen interessanten Abnehmer gefunden.

Auch mit diesen Schritten arbeitet das BASF-Management am Turnaround dieses Zyklikers. Wobei die Aktie zumindest in nächster Zeit ein Spielball des derzeitigen Hauptthemas bleiben wird: des Handelskonfliktes, der hier die weiteren weltwirtschaftlichen Aussichten ein wenig einzutrüben scheint.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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