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Allianz, Continental und thyssenkrupp: 3 DAX-Aktien, in die jetzt Bewegung reinkommt!

Foto: Getty Images

Eigentlich brauchen wir Investoren uns momentan nicht über zu wenig Bewegung zu beschweren. Seitdem der Handelskonflikt zwischen China und den USA immer weiter eskaliert, ist die Volatilität recht hoch. Erst Ende der vergangenen Woche konnten wir erneut sehr eindrucksvoll erleben, dass dieses Kapitel noch nicht ausgestanden ist. Zumindest die heftigen Kursverluste riefen uns diese Situation noch mal deutlich ins Bewusstsein.

Nichtsdestoweniger existieren auch einige Aktien, die von selbst Bewegung in viele Dinge bringen. Werfen wir in diesem Sinne nun einen Blick auf die DAX-Schwergewichte Allianz (WKN: 840400), Continental (WKN: 543900) und thyssenkrupp (WKN: 750000) und schauen einmal, was Investoren hier aktuell wissen müssen:

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Allianz breitet sich in Brasilien aus

Wie die Allianz noch zum Ende der vergangenen Handelswoche verkünden konnte, ist ihr ein interessanter Zukauf gelungen. In Brasilien habe man nämlich das Schaden- und Unfallgeschäft der Sul America für rund 3 Mrd. Real übernommen. In Euro entspricht das in etwa einem Wert von 667 Mio. Euro.

Mithilfe dieser Übernahme ist der Allianz ein weiterer bedeutender Schritt geglückt. So wird die Allianz in Brasilien künftig zum zweitgrößten Autoversicherer aufsteigen, was hier natürlich weiteres Prämienwachstum nach sich ziehen dürfte. Insgesamt sehr spannend!

Die Allianz ist schließlich seit einiger Zeit auf der Spur von geeigneten Übernahmen und hat so in letzter Zeit immer mal wieder kleinere Zukäufe getätigt, mit denen das operative Geschäft ausgebaut werden konnte. Selbst Aktienrückkäufe wurden zeitweise sogar mal durchgeführt, als man keinerlei geeignete Objekte gefunden hat.

Dieses anorganische Wachstum dürfte für die Allianz mittelfristig jedoch ein weiterer Wachstumstreiber sein. Investoren sollten entsprechend gebannt verfolgen, welche weiteren mittelgroßen und größeren Übernahmen dieser Versicherer noch tätigen wird.

Continental will sich in Form bringen

Eine weitere Aktie, in die nun reichlich Bewegung kommen dürfte, ist die von Continental. Nachdem die Aktie in den vergangenen Monaten regelrecht gecrasht ist und sich mehr als halbiert hat, möchte der Zulieferer nun wieder zurück in die Erfolgsspur finden.

Hierzu ist angedacht, mithilfe von Effektivitätsmaßnahmen wie Standortüberprüfungen oder auch einem Stellenabbau wieder in die Spur zu finden. Derzeit wird bereits darüber spekuliert, dass bis zu 9 von 32 Standorten auf der Kippe stehen könnten und ein Stellenabbau von bis zu 4.000 Stellen auf dem Prüfstand stünde. Durchaus keine kleinere Maßnahme, die Continental hier verkündet hat.

Das zyklische Geschäftsmodell dieses Zulieferers wurde in letzter Zeit ebenfalls von der schwächeren Nachfrage nach Automobilen und den handelspolitischen Verwerfungen erwischt. Das hat nicht nur das Zahlenwerk zuletzt belastet, sondern verhagelt auch weiterhin die Aussichten.

Mithilfe eines operativen Umbaus könnte natürlich der Weg in Richtung Besserung gelingen. Allerdings werden sich über kurz oder lang generell die dunklen Wolken über der Automobilindustrie verziehen müssen, damit Continental zur alten operativen Stärke wird zurückfinden können.

Nach Fusions-Aus: thyssenkrupp mit EU-Klage

Zu guter Letzt hat thyssenkrupp inzwischen klargestellt, dass man gegen den heftigen Widerstand gegen die eigenen Fusionspläne seitens der EU Klage einreichen wolle. Aufgrund des massiven Widerstands seien letztlich die eigenen Fusionsgespräche zwischen den Stahlsparten von thyssenkrupp und Tata Steel gescheitert. Eine Niederlage, die das Management offensichtlich nicht auf sich sitzen lassen möchte.

Einerseits recht unverständlich, denn immerhin scheint das Management von thyssenkrupp derzeit generell nicht sonderlich einheitlich agieren zu können oder zu wollen. Hier nun eine weitere Baustelle aufzumachen, anstatt sich auf sich selbst zu konzentrieren, scheint auf den ersten Blick unverständlich. Aber möglicherweise wirklich nur auf den ersten Blick.

Andererseits wird thyssenkrupp im Rahmen der aktuellen Sanierungs- und Konzernumbaupläne vielleicht erneut auf Fusionsgespräche angewiesen sein. Wer weiß, was die Zukunft für diesen Industriegiganten noch bringen wird.

Um daher Klarheit und insbesondere höchstrichterliche Rechtssicherheit für künftige Pläne zu haben, könnte eine EU-Klage möglicherweise sinnvoll sein, auch wenn sie sehr zeitintensiv sein wird. Investoren, die hier auf einen Turnaround spekulieren, könnten daher in diesem Schritt einen weiteren Wink in Richtung operativer Verbesserung sehen. Zumindest, sofern sich die Gerichte auf die Seite von thyssenkrupp schlagen.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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