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E.ON erhöht die Dividende – 5,28 % Rendite! Der Energieversorger im Dividendencheck

Der deutsche Energieversorger E.ON (WKN: ENAG99) wirft nach und nach die Altlasten der Abschaltung der Atomkraftwerke ab und kommt wieder operativ auf Kurs. In den kürzlich veröffentlichten Halbjahresergebnissen wurde die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 bestätigt.

Ein kurzer Einblick in die Zahlen, bevor es mit dem eigentlichen Thema, der Dividende, weitergeht: Im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr stieg der Umsatz der Essener um rund 5 % von 15,4 auf 16,1 Mrd. Euro. Aufgrund des sehr starken bereinigten EBITs (Gewinn vor Zinsen und Steuern) im ersten Halbjahr 2018 in Höhe von rund 1,9 Mrd. Euro sieht der Rückgang von etwa 12 % auf rund 1,7 Mrd. Euro nicht so schön aus, ist meiner Meinung nach aber erst mal nicht bedenklich.

Die Entwicklungen laufen nach den Vorstellungen des Managements und auch die geplante Übernahme von innogy (WKN: A2AADD) soll im September 2019 vollzogen werden. Bei der Vorstellung der Halbjahresergebnisse bestätigte der Finanzvorstand Marc Spieker den Dividendenvorschlag von 46 Cent pro Aktie. Das nehmen wir gleich zum Anlass und beginnen den Dividendencheck!

Die Dividendenrendite

Bei einem Kurs von 8,15 Euro (Schlusskurs 14.08.2019, gültig für alle Berechnungen) und einer ausgeschütteten Dividende in Höhe von 43 Cent pro Aktie im Geschäftsjahr 2018 kommen wir auf eine attraktive Dividendenrendite von 5,28 %. Wow, das ist gar nicht schlecht für einen Energieversorger, der hierzulande eher als konservativer Wert bekannt ist.

Für das kommende Jahr wird uns, dank der geplanten Dividendenerhöhung, sogar eine noch bessere Dividendenrendite in Höhe von 5,64 % in Aussicht gestellt.

Dividendenkonstanz und Dividendenwachstum

Bei meinen Recherchen bin ich auf eine Quelle gestoßen, die aussagt, dass E.ON bereits seit 1994 eine Dividende ausschüttet. Damals waren es, umgerechnet von D-Mark in Euro, 22 Cent pro Aktie, die erstmalig für das Geschäftsjahr 1993 ausgeschüttet worden sind. In den Jahren danach wurde die Dividende kontinuierlich gesteigert, bis zwischen 2009 und 2011 drei Jahre in Folge konstant 1,50 Euro pro Anteil ausgeschüttet worden sind. Danach ging es sowohl mit der Dividende als auch mit dem Aktienkurs bergab. Lobenswert ist hingegen, dass das Management die Dividende nie komplett gestrichen hat und es trotzdem schaffte, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

Im Jahr 2017 wurde mit nur 21 Cent pro Aktie die niedrigste Dividende seit 1994 ausgeschüttet. Nehmen wir diesen Wert als Ausgang für das heutige Dividendenwachstum, so hat E.ON seine Dividende seit 2017 bis jetzt mehr als verdoppelt. Das ist ein ansehnliches Dividendenwachstum und es scheint aktuell alles auf weiteres Wachstum hinzudeuten, wie die jüngste Dividendenerhöhung untermalt.

Das Ausschüttungsverhältnis

Bei einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,49 Euro im Jahr 2018 liegt das Ausschüttungsverhältnis bei aktionärsfreundlichen 29 %. Hier ist definitiv noch Luft für weiteres Wachstum. Berücksichtigt werden sollte trotzdem, dass die Gewinne von E.ON im Moment noch volatil sind. Im Geschäftsjahr 2017 war der Gewinn je Aktie mit 1,84 Euro noch höher, könnte im Geschäftsjahr 2019 hingegen geringer ausfallen.

Das liegt, meiner Meinung nach, daran, dass E.ON sich immer noch in der Restrukturierung seiner Geschäfte befindet und ebenfalls die innogy-Übernahme finanzieren muss. Langfristig sehe ich die Gewinne jedoch auf dem Wachstumspfad.

Foolishes Fazit

Auf Basis des 2018er-Gewinns pro Aktie ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 5,47, was recht verlockend klingt. In Anbetracht der Chancen, die sich nach der innogy-Übernahme ergeben und E.ON zu einem großen Netzbetreiber machen, winken hier auch zukünftig wiederkehrende und konstante Umsätze und somit schlussendlich auch Gewinne. Sollte E.ON dann sogar noch eine treibende Rolle bei der Smart-Grid-Entwicklung einnehmen, könnte die Aktie langfristig sogar ebenfalls eine marktschlagende Kursrendite bieten.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von E.ON. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.