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Commerzbank und TUI: 2 Aktien mit -50 % Kursentwicklung, doch nur eine ist jetzt interessant!

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Die Aktien von TUI (WKN: TUAG00) und der Commerzbank (WKN: CBK100) gehören in diesen Tagen nicht zu den beliebtesten unserer heimischen Börsengefilde. Beide mussten in den letzten Wochen, Monaten, ja sogar Jahren ordentlich Federn lassen. Aus gänzlich unterschiedlichen Gründen.

Auf Sicht mehrerer Monate beläuft sich das Minus bei beiden Aktien inzwischen auf mehr als 50 %, wobei auch diese Entwicklung zumindest bei dem einen oder anderen Vertreter erst die Spitze eines noch größeren Kursmassaker-Eisbergs gewesen ist.

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Möglicherweise könnte eine dieser beiden Aktien inzwischen jedoch wieder eine echte Value-Chance sein. Schauen wir mal, welche, warum und natürlich auch, warum die andere nicht dazugehört.

Commerzbank – Probleme über Probleme, die belasten

Eine erste Aktie, die allein in den vergangenen rund zwölf Monaten über die Hälfte ihres Wertes eingebüßt hat, ist zunächst die der Commerzbank. Seit September des vergangenen Jahres ging es hier in der Spitze von einem Kursniveau von 9,60 Euro auf das aktuelle Kursniveau von 4,72 Euro (15.08.2019, maßgeblich für alle Kurse) bergab. Immerhin ein Einbruch in Höhe von rund 51 %.

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Das Zinsniveau ist hierbei inzwischen zu einem Dauerproblem geworden, genauso wie generelle Ertragsprobleme, Schwierigkeiten dabei, profitabel zu werden, und ein belastender Konzernumbau, der scheinbar ebenfalls nicht die gewünschten Ergebnisse liefert.

Zusätzlich belastet, dass es zwar reichlich Spekulation rund um eine Fusion des Geldhauses gegeben hat. Sowohl eine innerdeutsche Lösung mit der Deutschen Bank als auch eine europäische Lösung schien hierbei auf dem Tisch – letztlich wurde (bislang?) aus keinem dieser Pläne etwas, was ebenfalls Bände spricht.

Was helfen könnte, wäre vielleicht ein gewaltiger, alles umwälzender Konzernumbau, jedoch ist auch hier fraglich, ob das passieren wird beziehungsweise wann der Groschen für eine solche Maßnahme fällt – und, natürlich, ob eine solche Maßnahme das kriselnde Geldhaus überhaupt wird retten können.

Für den Moment sieht es jedenfalls so aus, als bade die Commerzbank in einem Teich aus Problemen, an denen man teilweise selbst nichts ändern kann. Allerdings auch keinerlei Lösung für diese weiterhin angespannte Situation zu finden scheint.

TUI – bloß aktuelle Probleme?

Eine zweite Aktie, die derzeit mit operativen Wehwehchen zu kämpfen hat, ist zudem die von TUI. Auch hier ging es mit dem Aktienkurs innerhalb der vergangenen zwölf Monate ordentlich bergab. Notierte das Papier vor genau einem Jahr noch bei einem Kursniveau von 16,56 Euro, finden wir die Aktie gegenwärtig lediglich bei 8,13 Euro wieder. Ein Absturz von ebenfalls rund 51 %.

TUI ist momentan ein Spielball der Boeing-Katastrophe. Bedingt durch Flugausfälle ist dieses Jahr definitiv nicht das Topgeschäftsjahr des Reisedienstleisters. Genau genommen rechnet das Unternehmen sogar mit einem massiven Gewinneinbruch, der sogar so stark ausfallen könnte, dass hier nicht einmal mehr die Dividende vom Gewinn gedeckt sein wird.

Dennoch scheint TUI gegenwärtig mit operativen Problemen zu kämpfen, die lösbar sind, wenn auch nicht hausgemacht. Die Boeing-Katastrophe und die daraus resultierenden Ausfälle werden schließlich nicht ewig dauern. Zudem könnte sogar ein wenig Kompensation winken, da Boeing inzwischen Rückstellungen für Entschädigungen seiner Kunden gebildet hat.

Sollten die Auswirkungen dieses Kapitels daher abflachen, könnte oder dürfte sich auch das Zahlenwerk von TUI wieder erholen. Und mit ihm, vermutlich, auch die Aktie des zuletzt kriselnden und massiv unter Beschuss geratenen Unternehmens.

Nicht jeder Einbruch scheint lösbar …

Wie wir daher unterm Strich sehen können, sind Abverkäufe in relativ kurzer Zeit immer interessant. Eine Aktie wird unter Umständen wieder deutlich günstiger gehandelt, was durchaus den einen oder anderen Investor auf der Suche nach einer spannenden Contrarian-Gelegenheit auf den Plan rufen kann.

Nichtsdestoweniger sollte man als Investor hierbei auch bedenken, dass nicht jedes Problem lösbar ist und einige auch langfristige Wirkungen spürbar bleiben werden. Weshalb günstig manchmal einfach noch nicht günstig genug sein kann.

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Vincent besitzt Aktien von TUI. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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