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Diese Entwicklungen sprechen nach dem zweiten Quartal 2019 für und gegen die Commerzbank-Aktie

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Die Commerzbank (WKN: CBK100)-Aktie hat weiterhin einen schweren Stand an der Börse. Alles scheint sich gegen sie verschworen zu haben, und so fiel der Kurs auch nach der Verkündung der Halbjahreszahlen 2019 auf ein neues Allzeittief.

Besonders problematisch ist der Umstand, dass der letzte Wirtschaftsboom nicht zu einer entsprechenden Ergebnisverbesserung genutzt werden konnte. Deshalb könnte der aktuelle Wirtschaftsabschwung die Bank noch einmal stärker treffen. Erfahre, was derzeit alles für und gegen die Aktie spricht.

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Diese Dinge verliefen im zweiten Quartal 2019 positiv

Im Grunde besitzt die Commerzbank mit ihrem Privat- und Unternehmerkundengeschäft sehr wertvolle und auch profitable Bereiche. Die Angebote kommen bei den Kunden gut an und so wuchs die Anzahl der Neukunden allein im zweiten Quartal 2019 um 108.000. Vor allem die Tochter Comdirect (WKN: 542800) gewinnt mit ihrem kostenlosen Girokonto und ihren günstigen Gebühren zunehmend neue Kunden.

So konnten im Privat- und Unternehmerkundensegment die Erträge um 1,9 % und das operative Ergebnis sogar um 37,4 % gesteigert werden. Gegenüber Ende März 2019 kletterten die Einlagen um 4 und das Kreditvolumen um 3 Mrd. Euro.

Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen fällt die Gewinnmarge im Kreditgeschäft niedrig aus. Diese Entwicklung kann die Bank derzeit immer noch über eine Ausweitung des Kreditvolumens ausgleichen. Im zweiten Quartal 2019 stieg es auf über 100 Mrd. Euro. Insgesamt konnte die Commerzbank deshalb einen Gewinn von 271 Mio. Euro erzielen, der nur 1 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis lag.

Jeder Gewinn ist für das Institut positiv und angesichts eines Umsatzes von 2.129 Mio. Euro führte er im zweiten Quartal sogar zu einer guten Nettomarge von 12,7 %. Dazu trugen auch die im ersten Halbjahr 2019 um 89 Mio. Euro gesenkten Verwaltungskosten bei. Darüber hinaus ist auch die weiter voranschreitende Digitalisierung positiv, die derzeit bei 64 % angelangt ist und so die Kosten senkt.

Aber es gibt auch weiterhin Belastungsfaktoren

Sollte sich die Wirtschaft weiter abschwächen, wird dies auch die Commerzbank über Kreditausfälle spüren. Zwar blieben die Risiken im zweiten Quartal 2019 in der Breite niedrig, aber es gab auch Einzelfälle, die das Risikoergebnis von -82 auf -178 Mio. Euro verschlechterten. So sank im Firmenkundengeschäft der operative Gewinn von 218 auf nur noch 22 Mio. Euro.

Die höhere Risikovorsorge führte am Ende zu einer stärkeren Belastung des operativen Konzernergebnisses, das von 401 auf 298 Mio. Euro sank. Diese Entwicklung, in Kombination mit den Konjunkturbedenken und der Angst vor höheren Kreditausfällen, lässt die Aktie derzeit weiter fallen.

Hinzu kommen die Negativzinsen der europäischen Zentralbank, die nicht nur die Commerzbank, sondern alle europäischen Banken belasten. Derzeit liegt der Strafzins bei 0,4 %. Zwar spüren die Kunden davon derzeit noch wenig, aber bei einer Verschärfung der Situation könnte es auch zu einer Weitergabe der Belastungen an den Kunden kommen.

Der weitere Abbau der Risikoanlagen ist positiv, aber derzeit bestehen immer noch 4,5 Mrd. Euro an problematischen Anlagen, die auch zukünftig das Ergebnis belasten könnten. Sie werden seit der letzten Krise im Jahr 2008 mitgeführt und verhindern ebenfalls einen höheren Aktienkurs.

Ein letzter Belastungsfaktor bleibt auch weiterhin die hohe Staatsbeteiligung von 15,6 %. Sie führt dazu, dass die Bank für Investoren weniger interessant wird, weil sie ihre Pläne bei einer stärkeren Beteiligung schwierig umsetzen könnten.

Foolisher Abschluss

Die Commerzbank besitzt mit ihrem Privat- und Unternehmerkundengeschäft weiterhin wertvolle Bereiche, aber das aktuelle Umfeld, die Altlasten, die Negativzinsen, die Staatsbeteiligung und die schwächelnde Konjunktur setzen dem Unternehmen weiter zu.

Die Aktie würde von steigenden Zinsen profitieren, aber diese sind aktuell unwahrscheinlich. Die EZB denkt sogar über eine weitere Ausweitung ihrer Negativzinsen nach.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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