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Kann Facebook das kartellrechtliche Debakel überwinden, wenn es seine Zahlen meldet?

Foto: The Motley Fool.

Facebook (WKN:A1JWVX) wird zu den zahlreichen Unternehmen gehören, die diesen Monat ihre Zahlen melden. Es ist geplant, die Finanzergebnisse nach Börsenschluss am Mittwoch, den 24. Juli, zu veröffentlichen.

Die Anleger hatten erwartet, dass sich das Wachstum im ersten Quartal verlangsamt, aber da die Ergebnisse nicht so schlecht ausfielen, wie von vielen befürchtet, stieg die Facebook-Aktie am Handelstag nach der Bekanntgabe um fast 6 %.

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Kann sie ihre positive Dynamik auch im zweiten Quartal fortsetzen? Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass es zu einer Einigung mit den Regierungsbehörden über die Datenschutzfragen gekommen sein könnte, die den Titan der sozialen Medien geplagt haben. Das ist nur eines von wenigen Dingen, die Investoren beachten sollten.

Verlangsamt sich das Umsatzwachstum?

Der Umsatz im ersten Quartal stieg im Vergleich zum Vorjahr um 26 % und übertraf damit die Konsensschätzungen der Analysten und die Prognose. Das Management war davon ausgegangen, dass sich die Umsatzerlöse im Laufe des Jahres 2019 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz verlangsamen würden, sodass die Ergebnisse leicht besser ausfielen als erwartet. Starke Anzeigenumsätze waren der Hauptgrund für das Wachstum und stiegen im Jahresvergleich um 26 %, unterstützt durch die Zahl der Impressionen, die um 32 % stiegen.

Das Management gibt keine spezifischen vierteljährlichen Prognosen ab, sondern liefert weiterhin eine umfassende Prognose. Während der Telefonkonferenz zum ersten Quartal sagte Finanzvorstand David Wehner, dass das Unternehmen davon ausgeht, dass sich das Umsatzwachstum „im Laufe des Jahres 2019 sequentiell verlangsamen wird … [und] wir gehen davon aus, dass das Problem in der zweiten Jahreshälfte stärker ausfallen wird“.

Die Aktionäre werden auf jeden Hinweis achten müssen, dass die erwartete Umsatzverlangsamung größer ist als gedacht.

Das Nutzerwachstum

Facebook ist das Opfer seines eigenen Erfolgs, denn mehr als 30 % der Weltbevölkerung nutzen monatlich seine Plattform. Da die tief hängenden Früchte so gut wie verschwunden sind, baut das Unternehmen seine Nutzerbasis weiter aus und steigerte seine monatlichen aktiven Nutzer im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 8 %, während die Verbraucher, die täglich auf die Plattform zugreifen, ebenfalls um 8 % zunahmen.

Das Unternehmen verfügt über ein Plattformquartett, um eine Vielzahl von Nutzern anzusprechen, und es meldete, dass täglich mehr als 2,1 Mrd. Menschen auf Facebook, Instagram, WhatsApp oder Messenger zugreifen und dass geschätzte 2,7 Mrd. mindestens eine der Plattformen monatlich nutzen.

Die Investoren werden auf eine bedeutenden Verlangsamung des Nutzerwachstums oder der Plattformbeteiligung achten, das könnte nämlich zu Problemen führen.

Die Gewinne geraten unter Druck

Im ersten Quartal meldete Facebook einen Reingewinn, der im Jahresvergleich um 51 % zurückging, obwohl er ohne eine einmalige Belastung um fast 9 % gestiegen wäre. Das war das Ergebnis einer Rückstellung von 3 Mrd. US-Dollar für eine erwartete Geldbuße durch die Federal Trade Commission (FTC), eine der Regulierungsbehörden, die die Funktion des Kartellamtes wahrnimmt. In seiner Pressemitteilung über die Ergebnisse sagte Facebook: „Wir schätzen, dass die Schadensspanne 3,0 Mrd. bis 5,0 Mrd. US-Dollar beträgt. Die Angelegenheit bleibt ungeklärt.“

Berichte tauchten Ende letzter Woche auf, dass das Unternehmen eine Einigung mit der FTC in Höhe von 5 Mrd. US-Dollar erzielt hatte, obwohl weder das Unternehmen noch die Aufsichtsbehörde die Berichte bestätigt haben. Da Facebook bereits 3 Mrd. US-Dollar beiseite gelegt hat. Daher müsste es im laufenden Quartal noch einmal 2 Mrd. US-Dollar kosten, um die gesamten 5 Mrd. US-Dollar aufzubringen.

Wenn die Berichte wahr sind, würde das einen erheblichen Überhang aus dem Unternehmen entfernen. Anfang des letzten Monats wurde allgemein meldet, dass sowohl das Justizministerium als auch die FTC Rechtsfragen in Bezug auf eine Reihe von Technologieunternehmen ‒ einschließlich Facebook ‒ ausarbeiteten und die Grundlage für eingehendere kartellrechtliche Untersuchungen bildeten. Sollte das Unternehmen tatsächlich einen Vergleich erzielt haben, könnte es möglicherweise zusätzliche Maßnahmen der Aufsichtsbehörden verhindern.

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Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von dessen CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 20.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook.

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