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Interactive Brokers Group: Schwacher Handel führt zu Quartalsrückgang

Foto: Getty Images

Interactive Brokers Group (WKN: A0MQY6) berichtete neulich die Ergebnisse des zweiten Quartals 2019, und es gab viel zu verarbeiten. Die Kunden nutzen nach wie vor den Broker in Scharen und schleppen Milliarden an Assets an. Aber sie zahlen nicht mehr die gleichen Provisionen wie früher, was dem Umsatz schadet.

Hier ist ein Blick auf die Zahlen und was operativ bei Interactive Brokers vor sich geht.

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Interactive Brokers Group: Die nackten Zahlen

Kennzahl Q2 2019 Q2 2018 Veränderung
Nettoumsatz 413 Millionen USD 445 Millionen USD (7,2 %)
Nettoeinnahmen 32 Millionen USD 41 Millionen USD (22 %)
Verwässerte Einnahmen pro Aktie 0,43 USD 0,57 USD (24,6 %)

Quelle: Interactive Brokers Groups, Q2 2019, Einnahmebericht

Was war im letzten Quartal bei Interactive Brokers Group los?

Auf den ersten Blick sahen die Zahlen schlecht aus, aber wenn wir mal etwas tiefer gehen, sehen wir, dass das Geschäft eigentlich gut läuft. Hier sind einige der Kennzahlen, auf die Investoren acht geben sollten.

  • Das Ergebnis vor Steuern sank von 271 Millionen USD im Vorjahr auf 225 Millionen USD.
  • Der Nettozinsertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um 15 %, wurde aber teilweise durch den Rückgang der Provisionserträge um 4 % abgeschwächt.
  • Der starke Rückgang des Nettogewinns, den man oben sieht, wurde durch einen Verlust von 74 Millionen USD aus der Beteiligung des Unternehmens an Tiger Brokers verursacht.
  • Auf reiner Segmentbasis zeigt das Unternehmen eine gute Performance. Die Nettoeinnahmen aus dem elektronischen Brokerage stiegen um 6,8 % auf 473 Millionen USD und das Ergebnis vor Steuern um 6,7 % auf 302 Millionen USD. Das Market Making ist nach wie vor ein kleiner Bereich mit einem Umsatz von 20 Millionen USD, der von 22 Millionen USD vor einem Jahr auf 11 Millionen USD vor Steuern gesunken ist, was einem Anstieg von 2 Millionen USD gegenüber dem Vorjahr entspricht.
  • Die Gesamtkonten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 19 % auf 645.000, und das Eigenkapital der Kunden stieg um 14 % auf 153,1 Milliarden USD.
  • Trotz des Wachstums der Konten blieben die täglich aktiven Revenue Trades (DARTs) mit 740.000 unverändert. Die Provision pro DART fiel um 5 % auf 3,68
    USD, was zu einem Rückgang des Umsatzes pro durchschnittlichem Konto um 10 % auf 2.863 USD auf Jahresbasis führte.

Was das Management dazu sagte

Der große Trend, den man bei den Einnahmen sieht, sind die sinkenden Provisionen pro Trade. Finanzvorstand Paul Brody erläuterte die Ursache: „Die Provisionserlöse gingen aufgrund geringerer Volumina und kleinerer Handelsgrößen, vor allem bei Futures, um 4 % zurück. Wie wir bereits erwähnt haben, spiegelt der Rückgang unserer gesamten durchschnittlichen genehmigten Provision pro DART bei 3,68 USD die geringeren Handelsgrößen in den meisten Produktsegmenten wider.“

Interactive Brokers fügt weiterhin rapide Neukunden hinzu, aber diese Nutzer haben auch weniger Vermögenswerte als der durchschnittliche Altkunde und tätigen weniger Geschäfte. Deswegen sinken die Provisionen pro Konto.

Blick in die Zukunft

Das elektronische Brokerage-Geschäft ist nach wie vor ein hart umkämpftes Segment und schränkt die Möglichkeiten von Interactive Brokers ein, die Provisionen pro Handel zu erhöhen. Auf der anderen Seite zieht das Unternehmen immer wieder neue Kunden an, die mehr Eigenkapital hinzubringen, was ein positiver Trend ist. Diese beiden Trends werden weiterhin einander gegenüberstehen, aber langfristig ist Interactive Brokers im elektronischen Brokerage-Geschäft gut positioniert – und die Anleger sollten vor allem schätzen, dass die Plattform bei den Kunden extrem beliebt ist.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Interactive Brokers. Travis Hoium besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 18.7.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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