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1 positive Nachricht für die von Monsanto gebeutelte Bayer-Aktie

Bayer (WKN: BAY001)-Aktien durchlaufen derzeit eine schwierige Phase. Mittlerweile ist der Börsenwert vom Hoch im Jahr 2015 um über 59 % gesunken (15.07.2019). Der Konzern hat sich mehr Marktanteile und höhere Gewinne durch den Kauf von Monsanto erhofft. Zumindest kurzfristig ist dies nicht gelungen.

Im Gegenteil. Roundup (Glyphosat) wird in Summe eher zu einem Verlustgeschäft. Derzeit verbieten immer mehr Länder die Anwendung und Zulassungsverlängerungen werden häufig untersagt. In den USA wird Bayer wohl eine Milliardenvergleichszahlung an die wahrscheinlich durch das Unkrautvernichtungsmittel Geschädigten leisten müssen.

Auf der anderen Seite macht dies die Aktie derzeit interessant, denn Bayer besitzt auch wertvolle Bereiche, die Bewertung ist stark gesunken und irgendwann sind auch die Negativeffekte der Monsanto-Übernahme abgearbeitet.

Mit der folgenden Meldung hat Bayer heute (15.07.2019) beispielsweise auch einmal eine positive Nachricht zu vermelden.

Gadavist™ erhält in den USA eine bedeutende Zulassung

Neben der Agrarwirtschaft ist Bayer auch in den Bereichen Pharmaka und Consumer Health aktiv. Mit Gadavist™ verfügt Bayer schon seit 1998 über ein erfolgreiches Kontrastmittel, das bei MRT-Untersuchungen eingesetzt wird und bereits in über 100 Ländern der Welt zugelassen ist.

In den USA ist es seit 2011 erlaubt. Nun darf es auch als erstes und einziges Kontrastmittel bei MRT-Untersuchungen der koronaren Herzgefäße eingesetzt werden. Dabei kann die Durchblutung des Herzmuskels und somit der Grad der Gefäßverstopfung festgestellt werden.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA konnte sich bei der Zulassung gleich auf zwei Phase-III-Studien berufen, die beide positiv ausfielen. Für viele Ärzte ist die Erlaubnis ein großer Fortschritt, denn sie können nun eine nichtinvasive Methode zur Untersuchung der weltweit am häufigsten auftretenden Form der Herzerkrankung einsetzen, um eine eindeutige Diagnose zu stellen.

Koronare Herzerkrankung tritt sehr häufig auf

Je älter wir werden, desto häufiger verstopfen unsere Gefäße mit Plaque. In den USA zählt der Vorfall zu den häufigsten Herzerkrankungen überhaupt. Derzeit sind dort etwa 16,5 Mio. Menschen davon betroffen. 2015 starben weltweit etwa 8,8 Mio. Menschen an einer Verstopfung der Herzgefäße.

Bayer-Aktie heute schon sehr tief bewertet

Bayer-Aktionäre, die schon längere Zeit Anteile halten, fragen sich, wann die Talfahrt ein Ende findet. Fast 60 % Kursrückgang vom Allzeithoch sind schon eine starke Minderung des Börsenwertes (15.07.2019). Sehr viele Glyphosat-Strafzahlungen sind hier mittlerweile eingepreist, aber es bleibt dennoch die Unsicherheit, wie hoch die Gesamtsumme am Ende wirklich ausfallen wird.

Mittlerweile beträgt das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nur noch 1,1 (15.07.2019). Im Vergleich: 2014 notierte die Aktie mit KBV 4,6 zu mehr als dem Vierfachen der Bewertung. Wahrscheinlich wird das Wertpapier aber erst dann wieder stärker steigen, wenn die Endsumme für Glyphosat-Geschädigte tatsächlich feststeht. Dieser Zeitpunkt ist heute noch nicht erreicht. Deshalb müssen wir uns noch gedulden.

Der Bayer-Konzern ist meiner Meinung nach aber mehr als die derzeitigen knapp 55 Mrd. Euro Marktkapitalisierung wert (15.07.2019). Und wahrscheinlich wird er durch Glyphosat-Urteile nicht vernichtet, sondern einmalig stark belastet werden. Mittlerweile scheint auch der Bayer-Vorstand bereits über eine Zahlung an die 13.400 US-Kläger nachzudenken. Eine andere Lösung scheint kaum noch möglich. Anleger sollten also wachsam sein, wenn es hierzu eine Neuigkeit gibt. Dies könnte der Wendezeitpunkt sein.

Foolishe Einschätzung

Bayer hat sich mit Monsanto und Glyphosat zunächst ein großes Problem eingekauft. Mittlerweile ist die Aktie aber schon sehr weit gefallen und hat viele schlechte Nachrichten bereits eingepreist. Dass der Konzern aber auch wertvolle Teile besitzt, zeigt die Gadavist™-Meldung.

Peter Lynch prägte einmal den Satz: „Warte, bis die Dinge besser werden.“ Vermutlich ist dies auch hier die beste Variante, um vom späteren Kursanstieg zu profitieren.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.