The Motley Fool

Wie lange dauert es, die ersten 100.000 Euro anzusparen?

Man soll sich im Leben ja immer Ziele setzen. Gut ist es dabei, wenn man Ziele anpeilt, die man auch erreichen kann. Denn wenn man auf halber Strecke frustriert aufgeben muss, weil man einfach zu hoch gegriffen hat, schmälert dies die Motivation nämlich beträchtlich.

Für viele Sparer, Anleger und Investoren sind 100.000 Euro anzusparen die erste magische Grenze, die man erreichen will. Doch wie soll man am besten an die Sache herangehen? In diesem Artikel betrachten wir die harten Fakten und auch den Zeitraum, den man je nach Wahl seiner Geldanlage benötigt, um dieses Ziel zu erreichen.

Dies ist die harte Realität

Die nächsten Zeilen sollen keinen, der seinen „Ich-will-100.000-Euro-sparen-Plan“ im Kopf hat, verunsichern, aber die Realität sieht im Moment folgendermaßen aus. Die Zinsen, die man für Spareinlagen erhält, sind nicht mal mehr unter dem Mikroskop zu erkennen, sodass wir sie in der folgenden Betrachtung einfach weglassen.

Ganz nüchtern gesehen ist es so, dass, wer jeden Monat 1.000 Euro beiseitelegen kann, nach genau 100 Monaten sein Ziel erreicht hat und jetzt stolzer Besitzer von 100.000 Euro ist. Das klingt ja ganz leicht, denn 100 Monate sind ja gerade einmal etwas mehr als acht Jahre. Ich weiß, was du jetzt denkst. Wer kann schon 1.000 Euro im Monat sparen? Und genau da liegt das Problem, denn die meisten können nicht einmal 500 Euro im Monat weglegen.

Ich meine, 250 Euro sind eine Summe, die die meisten entbehren können, doch hier hätte man ohne Zinsen auf sein Erspartes die 100.000 Euro erst nach 400 Monaten bzw. etwas mehr als 33 Jahren zusammen.

Das klingt nicht wirklich motivierend, denn wer mit 18 Jahren das Sparen anfängt, hätte dann mit den besagten 250 Euro im Monat sein Ziel erst mit rund 51 Jahren erreicht. Hier müssen also ganz klar Alternativen her. Schauen wir mal, wie man sein Ziel unter Umständen auch schneller erreichen könnte.

Etwas schneller geht es mit dem Zinseszinseffekt

Wie jetzt? Eben hieß es doch noch, es gibt keine Zinsen mehr. Das ist richtig, denn hier geht es nicht um Zinsen, sondern um den sogenannten Zinseszinseffekt.

Den kann man zum Beispiel wunderbar mit Rentenfonds ausnutzen. Wie das genau funktioniert, habe ich hier einmal verlinkt. Aber ich will auch in diesem Artikel natürlich ein konkretes Beispiel anführen.

Dazu habe ich den Sparplanrechner von Franklin Templeton Investments bemüht. Ich habe einmal mit unserer besagten Sparrate von 250 Euro und einem Zinssatz von 5 % gerechnet, den ich bei Rentenfonds durchaus für realistisch halte. Der Zinssatz steht hier für den Gesamtertrag zuzüglich der Ausschüttungen des Rentenfonds, die sofort wieder kostenfrei angelegt werden. Einen Ausgabeaufschlag oder Gebühren habe ich in die Berechnung nicht mit einbezogen.

Und so sieht das Ergebnis aus:

Hier hätte man also schon gute 13 Jahre früher sein Ziel erreicht.

Legen wir den Turbo ein

Man kann die 100.000 Euro natürlich auch über Dividendenpapiere „ansparen“, um sein Ziel noch schneller zu erreichen. Doch man sollte es eigentlich nicht Sparen nennen, denn die Investition in Aktien ist natürlich auch mit Risiken verbunden. So sein Ziel zu erreichen eignet sich also nur für Anleger, die wissen, was sie tun.

Auch hier kann man mittlerweile auf Sparpläne zurückgreifen, mit denen man seine 250 Euro monatlich auf Dividendenaktien wie Johnson&Johnson (WKN: 853260), PepsiCo (WKN: 851995) oder 3M (WKN: 851745) verteilen kann.

Nehmen wir hier zur Berechnung die Durchschnittsrendite von 6,5 %, die US-Aktien von 1900 bis 2014 erreichten, und nehmen wir weiterhin eine durchschnittliche Dividendenrendite von 2,5 % an. Das sind insgesamt 9 % Rendite, die wir jetzt als Zinssatz in unseren Sparplanrechner eintragen. Das funktioniert natürlich nur, wenn man von den erhaltenen Dividenden auch gleich wieder weitere Aktien kauft.

Und hier kommt das Ergebnis:

Macht man es also über Dividendenaktien, könnte man seine Ansparzeit glatt halbieren.

Zusammenfassung

Je nach Risikobereitschaft braucht man also unterschiedlich lange, um mit 250 Euro monatlich die Summe von 100.000 Euro anzusparen.

Risikolos und fast ohne Zinsen dauert es knapp über 33 Jahre, mit ein wenig Mut und in Rentenfonds investiert nur noch knapp 20 Jahre und wenn man jetzt noch cleverer handelt und auf Dividendenaktien setzt, sollte es nicht mehr als 15 Jahre und 8 Monate dauern, bis man die ersehnten 100.000 Euro zusammenhat.

Spart man dann einfach weiter und lässt den Zinseszins für sich arbeiten, dann rücken auch die ersten 250.000 Euro in greifbare Nähe.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt 3M und Johnson & Johnson.

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