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Wo wird Canopy Growth in 10 Jahren stehen?

Foto: Getty Images

Es ist schön, die Nummer eins zu sein. Und in Sachen Marktkapitalisierung ist das genau der Platz, den Canopy Growth (WKN: A140QA) in der Cannabis-Branche einnimmt, außerdem im Markt für legales Cannabis in Kanada.

An der Spitze zu bleiben ist allerdings nicht ganz so leicht. Das gilt besonders in einem sich schnell verändernden Markt wie Cannabis.

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Wo also wird Canopy Growth in zehn Jahren stehen? Man kann darauf natürlich nie eine hundertprozentige Antwort geben, aber machen wir uns trotzdem mal die Mühe und schauen, was die Zukunft für den Topplayer bereithalten könnte.

Die Annahmen

Treffen wir doch zuerst einmal einige Annahmen zum Cannabis-Weltmarkt. Die kritischste Annahme ist, dass die USA die Gesetze auf Bundesebene so überarbeiten, dass Canopy Growth auf den US-Markt für Marihuana drängen kann.

Das erscheint mir als ziemlich sichere Wette; es sollte innerhalb der nächsten Jahre geschehen. Die öffentliche Unterstützung unter den Amerikanern für die Legalisierung von Cannabis ist so hoch wie noch nie zuvor. Die Verabschiedung der Gesetzgebung zur Änderung der Cannabis-Gesetze sieht im US-Repräsentantenhaus aus wie ein todsicheres Ding. Der Senat dürfte dahinterstehen, auch wenn der Mehrheitsführer Mitch McConnell die Abstimmung am Ende noch verhindern könnte.

Präsident Trump hat seine Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, Änderungen der Bundesgesetze über Marihuana zu unterstützen. Alle derzeitigen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, mit einer Ausnahme, unterstützen die Legalisierung von Cannabis. Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden, der derzeit bei nationalen Umfragen zur Nominierung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten an der Spitze steht, ist der einzige Gegner. Aber Biden würde sich wohl nicht wehren, am Ende die Marihuana-Legalisierung den einzelnen US-Bundesstaaten zu überlassen.

Eine weitere wichtige Annahme ist, dass die U.S. Food and Drug Administration (FDA) Vorschriften für Cannabidiol (CBD)-Produkte festlegt, die für die Branche nicht zu aufwendig sind. Die FDA ist dabei, Informationen zu sichten. Auch Stimmen von außerhalb der Branche werden dabei angehört und berücksichtigt.

Außerhalb der USA ist es wichtig, dass europäische Länder, die CBD und medizinisches Cannabis bereits legalisiert haben, der aufkeimenden Branche nicht zu viele Stolpersteine in den Weg legen. In Deutschland gibt es bereits Gesetze, die den schnell wachsenden medizinischen Cannabis-Markt regeln. Andere europäische Länder dürften aus den positiven Erfahrungen Deutschlands lernen.

Letztlich würde ich innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre mit einem Shakeout auf dem kanadischen Markt rechnen, wenn das Angebot die Nachfrage einholt. Aber ich erwarte auch, dass Canopy Growth eines der Unternehmen sein wird, das relativ unbeschadet davonkommt, während viele kleine Cannabis-Produzenten die Segel streichen oder aufgekauft werden. Das alles sollte lange vor unserer imaginären Zehn-Jahres-Marke stattgefunden haben.

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Wenn man diese Annahmen im Hinterkopf behält, wo steht dann Canopy Growth in zehn Jahren? Ich denke, dass das Unternehmen leicht in die Spitzengruppe der globalen Cannabis-Produzenten aufsteigen wird.

Tilrays CFO Mark Castaneda sagte kürzlich, dass er der Meinung ist, dass „nur drei oder vier große Player“ in Zukunft die Cannabis-Industrie dominieren werden. Er erwartet, dass diese Topunternehmen rund 80 % des Weltmarktes unter sich aufteilen werden. Da dürfte er recht haben.

Aber könnte die Vorhersage von Tilrays CEO Brendan Kennedy, dass diese Topunternehmen Marktkapitalisierungen von 100 Milliarden US-Dollar oder mehr haben werden, auch stimmen? Ich erwarte nicht, dass das bis 2029 geschieht. Allerdings halte ich die Idee von Bruce Linton, Ex-CEO von Canopy Growth, für richtig, dass Canopy irgendwann größer sein könnte als sein Partner, der Getränkehersteller Constellation Brands (WKN: 871918).

Derzeit liegt die Marktkapitalisierung von Constellation bei fast 36 Milliarden US-Dollar. Es ist möglich, dass Canopy dieses Niveau in den nächsten zehn Jahren erreichen oder sogar noch übertreffen könnte.

Canopy Growth hat viel von dem, was als Optionalität bezeichnet wird – mehrere Wege zum Wachstum. Es gibt den legalen Markt in Kanada und den USA (vorausgesetzt, die Gesetze werden sich derart ändern, dass Canopy auf dem US-Markt mitmischen kann). Auch andere Länder dürften in den nächsten Jahren Cannabis legalisieren. Medizinisches Cannabis stellt eine große globale Chance dar. Und die Verwendung von Cannabinoiden wie CBD könnte auf lange Sicht ein noch größerer Markt sein.

Die beste Antwort

Ich denke, dass die beste Antwort auf die Frage, wo Canopy Growth in zehn Jahren stehen wird, diese ist: Es wird Teil von Constellation Brands sein. Wenn die zuvor dargelegten Annahmen richtig sind, scheint eine vollständige Übernahme von Canopy durch Constellation die logische Folge zu sein.

Constellation hält bereits 38 % an Canopy. Man hat die Option, diesen Anteil auf mehr als 50 % zu erhöhen. Wenn Canopy das in den USA ansässige Acreage Holdings erwirbt, würde die Ausübung der Optionsscheine von Constellation dem großen Getränkekonzern keine Mehrheitsbeteiligung an Canopy verschaffen. Ich glaube jedoch trotzdem, dass Constellation bald Canopy ganz kaufen wird.

Wenn meine Annahmen nicht stimmen – besonders, was die Gesetzgebung in den USA angeht –, dann würde das alles hier Erörterte über den Haufen werfen. Aber ich denke, die Chancen stehen gut, dass Canopy die Nummer eins bleibt – oder zumindest auf einem sehr guten zweiten Platz stehen wird. Ganz gleich ob als eigenständiges Unternehmen oder als Einheit innerhalb von Constellation Brands.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Constellation Brands. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 30.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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