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Gewinnwarnung bei Fuchs Petrolub: Kaufgelegenheit vs. böses Omen

Foto: Getty Images

Wenn Unternehmen eine Gewinnwarnung herausgeben, schrillen bei Anlegern meist sofort die Alarmglocken. Und das nicht ohne Grund, denn die betroffenen Aktien kennen danach an der Börse – zumindest eine Zeit lang – meist nur eine Richtung: bergab. Solche Rücksetzer können mal schwächer, mal stärker ausgeprägt sein und den Investoren, die die Aktie bereits im Depot haben, die eine oder andere schlaflose Nacht bereiten.

Foolishe Anleger wissen aber: Gewinnwarnungen müssen nicht immer ein böses Omen sein, sondern können auch für attraktive Einstiegschancen sorgen. Werfen wir heute mal einen Blick auf Fuchs Petrolub SE (WKN: 579040), um herauszufinden, ob die Gewinnwarnung hier ein Grund zur Panik ist oder eine gute Kaufgelegenheit sein könnte.

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Kursverluste nach Gewinnwarnung

Ende letzter Woche musste der Schmierstoffprimus aus dem MDAX bekannt geben, dass er seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr nicht halten könne. Statt eines Umsatzwachstums von 2 bis 4 % sei nun mit einem Umsatzrückgang von 1 % und einem knapp 20 % unter dem Vorjahr liegenden EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) zu rechnen.

Ursprünglich war der Spezialchemiekonzern davon ausgegangen, dass sich die Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte erholen und die Automobilindustrie immerhin ein sehr verhaltenes Wachstum von 1 % verzeichnen würde. Eine solche Entwicklung sei nun nicht mehr absehbar.

Nachbörslich drehte der Kurs der Aktie ins Minus. Die Aktie ging am Montagabend mit einem Kurs von 31,70 Euro (08.07.2019) aus dem Handel.

Doch was macht dem Schmierstoffhersteller eigentlich zu schaffen? Als Grund für die schlechten Ertragsaussichten gab das Unternehmen die globale Marktschwäche an. Problematisch sind hier insbesondere der Absatzrückgang in der Automobilbranche und die Umstellung auf Elektro- und Hybridantriebe.

Das Familienunternehmen aus Mannheim war bislang vor allem als Lieferant für Motoröl bekannt und wird von Investoren daher wegen seiner Abhängigkeit vom zyklischen Automobilsektor eher kritisch beäugt. Viele Investoren wissen dabei noch nicht, dass Fuchs Petrolub sich schon längst für den Technologiewandel gewappnet hat und auch auf andere Marktsegmente setzt.

Zukunftssichere Geschäftsfelder

Schmieröl wird im Grunde zwischen allen bewegten Flächen als Gleitfilm benötigt. Vielseitige Einsatzmöglichkeiten gibt es für die Produkte des Konzerns also auf jeden Fall. Das hat Fuchs Petrolub sich zunutze gemacht: Es hat in unterschiedlichen Segmenten Fuß gefasst und sich dadurch eine breit diversifizierte Produktpalette aufgebaut.

So stellen die Mannheimer spezielle Hochleistungsfette für Lager sowie Öle für Getriebe von Wind- und Wasserkraftwerken her. Damit sichert sich das Unternehmen vielversprechende Chancen im zukunftssicheren Sektor für erneuerbare Energien.

Konzernchef Stefan Fuchs sieht seine Firma auch als Profiteur der Elektromobilität, denn auch die alternativen Antriebsarten schaffen neues Ertragspotenzial – etwa mit Fetten für Wälzlager von Elektromotoren, Kontaktfetten für elektrische Verbindungen sowie Kühlfluiden für Batterien.

Die Umstellung auf neue Geschäftsfelder ist für ein Unternehmen natürlich immer mit operativem und finanziellem Aufwand verbunden. Der Schmierstoffhersteller kann in dieser Hinsicht mit einigen Vorzügen aufwarten, nämlich mit einer schuldenfreien Bilanz und einer Eigenkapitalquote von satten 77 %. Außerdem sind die Investitionen von Fuchs seit dem Jahr 2015 kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2018 wurde eine Rekordsumme von 121 Mio. Euro investiert. Früher oder später sollte sich dies in einem höheren Geschäftsvolumen niederschlagen.

Nur noch wenige Jahre bis zum Dividendenaristokraten

Neben den Bemühungen zur Expansion in neue Geschäftsfelder ist auch die Dividendenhistorie des Unternehmens beachtlich. Die Dividende wurde bereits 17 Jahre in Folge erhöht und hat sich damit sehr positiv entwickelt. Die Mitgliedschaft im Club der Dividendenaristokraten ist also nur noch acht Jahre entfernt.

Investoren winkt hier bei einer aktuellen Ausschüttung von 0,94 Euro und einem derzeitigen Kursniveau von 31,70 Euro (08.07.2019) eine Dividendenrendite von fast 3 % – gar nicht so übel.

Kursschwäche als Einstiegsgelegenheit?

Natürlich sind Gewinnwarnungen immer mit Vorsicht zu genießen. Nicht jeder Kursrückgang nach einem Prognoseschock kann als Kaufgelegenheit gewertet werden. Im Falle von Fuchs Petrolub könnten Foolishe Investoren mit langfristigem Anlagehorizont und Vorliebe für Dividendenaktien in diesem Mannheimer Schmierstoffhersteller aber durchaus eine attraktive Anlagechance sehen, denn die langfristigen Geschäftsperspektiven, die Bilanzsituation und die Dividendenstory sind intakt.

Da sich eine deutliche Erholung der schwächelnden Autoindustrie aber derzeit nicht abzeichnet, sollten Investoren sich vorab fragen, ob sie auch künftig den einen oder anderen Kursrücksetzer verkraften können. Denn je nachdem, welche Marktentwicklungen sich in nächster Zeit abzeichnen, könnte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein.

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Franziska Eggert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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