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10.000 Euro Dividende im Jahr: einfach fantastisch! Hier kommt die Anleitung

Wer will das nicht? Zu seinem Lohn oder seiner Rente noch ein Zusatzeinkommen erhalten, das mehr oder weniger ganz von selbst auf dem Konto eingeht. Na gut, man muss ein wenig dafür tun. Doch der Aufwand hält sich in Grenzen.

Wäre es nicht schön, im Alter oder auch früher jedes Jahr 10.000 Euro an Dividenden zu kassieren? Dies entspricht ungefähr einem Taschengeld von 830 Euro jeden Monat. Ich finde, das ist genug Geld, um die eine oder andere Versorgungslücke komfortabel zu schließen.

Aber klingt es nicht zu utopisch? 10.000 Euro sind ja nicht gerade ein Pappenstiel. Doch es ist möglich, diese Summe zu erreichen. Wie das gehen könnte, erfährst du in diesem Artikel.

Man sollte Aktien als Investition nicht als Spekulation sehen

Viele sehen die Aktienanlage als reine Spekulation an. Eine Spekulation auf die Kursentwicklung. Und da wird getradet, was das Zeug hält. Immer auf der Suche nach dem besten Ein- und Ausstiegskurs. Doch jede Order  kostet Gebühren, es fallen eventuell auch Steuern auf die Gewinne an und außerdem kann man ja auch mal falsch liegen und muss mit Verlust verkaufen.

Ich finde, man sollte sein Aktienanlage eher als Investition betrachten und langfristig am Ball bleiben. Denn dann sieht man noch einen anderen, einen Foolishen Aspekt. Denn wir wissen, dass Dividenden einen Großteil der Aktiengewinne ausmachen. Denn die bestehen nicht nur aus Kursgewinnen, sondern eben auch aus dem Dividendenertrag.

Hohe Dividendenerträge voraus

Und da kann über die Jahre eine ganz erstaunliche Entwicklung stattfinden, wenn man es nur zulässt und langfristig investiert bleibt. Genau da sollte man ansetzen und sich seinen „Mein 10.000 Euro-Dividende-im-Jahr-Plan“ aufstellen.

Das Schöne ist: Gerade junge Menschen haben noch genug Zeit, um sich dies zu ermöglichen. Doch leider denkt kaum jemand an diese einmalige Möglichkeit. Und ich gehe noch einen Schritt weiter. Wäre es nicht fantastisch, die 10.000 Euro Dividende mit einer Investition von nur knapp 15.000 Euro zu erreichen? Schauen wir mal, ob es möglich sein könnte. Ich glaube, du wirst möglicherweise gleich sehr überrascht sein.

Wie es funktioniert hätte

Es ist ja schon klar geworden, dass solche Ergebnisse nur mit Aktien zu erreichen sind, die ihre Dividende schon seit langer Zeit Jahr für Jahr steigern. Von diesen gibt es weltweit einige, aber die meisten davon in den USA.

Picken wir uns also, um ein Beispiel aufzuzeigen, den US-Konzern Johnson&Johnson (WKN:853260) heraus. Ich weiß, er gilt als langweiliges Investment. Aber hier wird die Dividende schon seit vielen Jahren erhöht, sodass man gut langfristige Berechnungen anstellen kann.

Um eine sehr hohe Dividende zu generieren, sind natürlich viele Jahre notwendig. Deshalb noch mal mein Tipp an alle jüngeren Leser, möglichst bald mit dem Investieren anzufangen. Unser Anlagehorizont für diese Berechnung ist denn auch knapp über 31 Jahre.

Wir gehen also ins Jahr 1988. Als Erstes müssen wir nun die 15.000 Euro in D-Mark umrechnen. Wir multiplizieren also unsere Eurosumme mit dem damaligen Umtauschkurs von exakt 1,95583 D-Mark für einen Euro. Dies ergibt 29.337,45 D-Mark. Jetzt müssen wir den D-Mark-Betrag noch in US-Dollar umrechnen, da mir historische Kurse von 1988 für Johnson&Johnson nur in US-Dollar vorliegen.

Jetzt wird es nicht mehr 100 % genau, weil mir der genaue Umtauschkurs von US-Dollar zur D-Mark fehlt. Aber laut Internet-Recherche dürfte ein Wechselkurs von 1,76 D-Mark für einen US-Dollar als realistisch angenommen werden. Das heißt, unser Startkapital 1988 beträgt rund 16.669,00 US-Dollar.

Für diese Summe kaufen wir fiktiv am 04.01.1988 circa 213 Aktien von Johnson&Johnson. Ich habe im „Investment Calculator“ des Unternehmens nachgerechnet, welchen Wert diese Investition heute hätte. Das Ergebnis siehst du hier:

In dem Investmentzeitraum hat Johnson&Johnson seine Aktien 16 Mal gesplittet. Dadurch ergibt sich heute ein Aktienbestand von 3.408 Stück. Die insgesamt auszuschüttende Dividende des Unternehmens für das Jahr 2019 beträgt 3,75 US-Dollar. Dies bedeutet, der Investor von damals bekäme dieses Jahr eine Dividende von 12.750 US-Dollar auf sein Konto überwiesen.

Dies entspricht nach dem aktuellen Umtauschkurs einem Betrag von 11.230 Euro (27.06.2019). Ziel mehr als erreicht! Und noch etwas können wir erkennen. Der fiktive Anleger von damals hätte mit Johnson&Johnson auch noch eine Position mit einem derzeitigen Marktwert von rund 485.000 US-Dollar in seinem Depot. Ich finde, langweilig sieht anders aus.

Die Anlagedauer macht den Unterschied

Man kann es sehr schön erkennen. Spekulieren kann funktionieren, doch mit Investieren sind langfristig extrem hohe Steigerungen möglich. Sowohl bei der Dividende als auch beim Kurs. Wer sich für das Thema interessiert, dem seien hier noch ein paar Topaktien mit einer langen Historie von konstanter Steigerung der Dividende genannt.

Da wären unter anderem 3M (WKN:851745), Becton Dickinson (WKN:857675), Emerson (WKN:850981) oder auch PepsiCo (WKN:851995) zu nennen. Jeder, der jetzt neugierig geworden ist, kann auf den Investor-Relations-Seiten der Firmen ja selbst mal eine Berechnung durchführen. Genauso wie ich es mit Johnson&Johnson gemacht habe.

Mein Tipp an alle Foolishen Anleger lautet also: Ein wenig Geld beiseitelegen, damit dann in ein paar hervorragende Firmen investieren und sehr langfristig an ihnen festhalten. Dann könnten in 30 oder mehr Jahren die Kursgewinne und Dividendenerträge höher sein, als man sich je erträumt hat.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt 3M, Becton Dickinson und Johnson & Johnson.