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BASF, Fresenius und Henkel: Wie tief können die DAX-Aktien jetzt noch fallen?

Die Aktien von BASF (WKN: BASF11), Fresenius (WKN: 578560) und Henkel (WKN: 604840) hatten es innerhalb der vergangenen Monate und Quartale definitiv nicht leicht. Alle drei mussten mit ihren individuellen Problemchen klarkommen. Alle drei Papiere sind zumindest zwischenzeitlich ordentlich unter die Räder gekommen.

Viele Foolishe Investoren könnten sich nun allerdings fragen, ob hier inzwischen der Zenit des Fallens überschritten ist – oder möglicherweise weitere Abverkäufe drohen könnten. Lass uns daher im Folgenden mal einen näheren Blick auf die jeweiligen DAX-Vertreter werfen.

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BASF mit vielen individuellen Baustellen

Eine erste Aktie, die innerhalb der vergangenen Wochen, Monate und Quartale definitiv so einiges zu verkraften hatte, war die von BASF. Zunächst belastete der immer weiter eskalierende Handelskonflikt (bis heute, wohlgemerkt), dann machten sich kleinere Probleme bereit, die kurz- bis mittelfristig ebenfalls belasteten.

Ob es hierbei nun die niedrigen Pegelstände im Rhein gewesen sind, die kurzweilig mal zu Produktionsausfällen des Kunststoffvorproduktes TDI führten, oder aber wie neulich die Meldung, dass Frankreich möglicherweise Pflanzenschutzmittel auf den Prüfstand stellen – und vielleicht auch weitere verbieten – wollte, Sorgenfelder gab es hier so einige.

All das hat insgesamt zu einem Abverkauf von über 90 Euro je Anteilsschein zu Beginn des Jahres 2018 bis auf das heutige Niveau von rund knapp über 60 Euro entsprochen. Oder, man könnte auch sagen, BASF hat inzwischen ein Drittel seines Wertes verloren.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von momentan ca. 12 (24.06.2019, maßgeblich für alle Kurse) sowie einer Dividendenrendite von über 5 % ist die BASF-Aktie gegenwärtig zwar durchaus preiswert bewertet, keine Frage. Damit hier der Tiefpunkt der Aktie überschritten ist, wird BASF jedoch vermutlich in diesem Jahr zeigen müssen, dass auch der operative Tiefstand inzwischen erreicht worden ist.

Fresenius mit momentanen Wachstumssorgen

Eine zweite Aktie, die innerhalb der vergangenen Monate so einige Federn lassen musste, ist die von Fresenius. Hier hatten Wachstumssorgen im vergangenen Jahr zu einem Absenken der eigenen Wachstumsziele und Prognosen geführt. Eine Entwicklung, die vielen Investoren gar nicht geschmeckt hat.

Fresenius blickt jedoch inzwischen wieder vermehrt optimistisch in die Zukunft. Nach einem weiteren Jahr der Richtungsfindung könnte der Gesundheitskonzern bereits im kommenden Jahr wieder in die alte organische Wachstumsspur zurückfinden. Ein Wachstum, das zudem noch durch Zukäufe beschleunigt werden könnte.

Mit einem derzeitigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 13 sowie einer inzwischen adeligen Dividendenrendite von momentan 1,6 % könnte auch Fresenius gegenwärtig unterbewertet sein. Zumindest sofern der Gesundheitskonzern wirklich bereits im kommenden Jahr in die Wachstumsspur zurückfindet, könnte das ein Ende der momentan noch immer anhaltenden Verkaufswelle auslösen.

Henkel ebenfalls mit Wachstumssorgen

Auch die Aktie von Henkel sorgte innerhalb der letzten Wochen vermehrt für Wachstumssorgen. Die Prognose für das vergangene Geschäftsjahr wurde so zu Anfang des Jahres überraschend gekappt. Mithilfe von neuen, kostenintensiven Investitionen in Werbemaßnahmen möchte Henkel jedoch das Ruder für die langfristige Perspektive wieder herumreißen.

Investitionen, die derzeit das operative Zahlenwerk belasteten und die Aktie kurzweilig auf eine Talfahrt von über 10 % geschickt haben, was für eine so defensive und eigentlich verlässliche Aktie wie Henkel natürlich ein regelrechter Schock gewesen ist.

Momentan wird Henkel bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 5,32 Euro und einem Aktienkursniveau von 83,50 Euro mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15,7 bewertet, was für Henkel definitiv günstig wirkt. Sofern Henkel allerdings nicht mittelfristig zurück in die Wachstumsspur finden kann, könnte das jedoch ein Bewertungsniveau sein, das wenig Spielraum für eine Erholung lässt. Sowie möglicherweise gar für ein weiteres Abverkaufspotenzial.

Achte auf die Chancen, die Risiken und die Aussichten!

Um daher beurteilen zu können, ob eine Aktie derzeit bereits alles Schlechte eingepreist hat, noch tiefer fallen könnte oder inzwischen reif für eine Erholung ist, sollten sich Investoren besser mit den weiteren Aussichten, den Chancen und den Risiken auseinandersetzen und möglicherweise ebenfalls einen Blick auf die Bewertung werfen.

Ob du meine Einschätzung zu den drei hier vorgestellten DAX-Werten dabei grundsätzlich teilst, bleibt natürlich eine andere Frage. Die Auseinandersetzung mit diesen Faktoren könnte dir jedoch wichtige Hinweise bezüglich der anfänglichen Fragestellung geben.

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Vincent besitzt Aktien von BASF, Fresenius und Henkel. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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